Krebs-Update bei Papst Leo XIV.: Kirchenoberhaupt erneut untersucht – das sagen seine Ärzte jetzt
Nach der Lungen-Operation bei Papst Leo XIV. stand das Ergebnis der Gewebeproben-Untersuchung noch aus. Nun melden sich seine Ärzte mit einem neuen Gesundheitsupdate. Wie geht es dem Papst jetzt?
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Entwarnung nach Lungenkrebs-OP bei Papst Leo XIV.
- Ärzte bestätigen erfreuliche Laborergebnisse
- Südamerika-Reise trotz eingeschränkter Lungenleistung?
- Darum bricht der Papst mit einer langen Vatikan-Tradition
Nach Tagen bangen Wartens können Millionen Gläubige weltweit aufatmen: Die endgültigen Laborergebnisse nach der Lungenkrebs-Operation von Papst Leo XIV. fallen positiv aus. Laut einem medizinischen Bulletin seiner Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora war der bösartige Tumor örtlich begrenzt und hat nicht gestreut. Eine Chemotherapie oder andere weiterführende Behandlung ist demnach nicht notwendig.
Gesundheitsupdate um Papst Leo – das sagen seine Ärzte jetzt
"Die Ergebnisse haben bestätigt, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte und dass die Erkrankung lokal begrenzt war", heißt es in der vom Vatikan veröffentlichten Mitteilung. Damit tritt das ein, was Fachleute zuvor als bestmögliches Szenario beschrieben hatten.
Für den 71-jährigen Pontifex, der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, bedeutet die Diagnose eine erhebliche Entlastung. Dennoch wirft sein Gesundheitszustand weiterhin Fragen auf – insbesondere mit Blick auf eine anstehende Südamerika-Reise Anfang November.
Schnelle Rückkehr nach nur vier Tagen in der Klinik
Der chirurgische Eingriff hatte vergangene Woche Dienstag in der römischen Gemelli-Klinik stattgefunden. Dabei entfernten die Mediziner den unteren Lappen des rechten Lungenflügels, in dem der bösartige Tumor saß. Die Operation dauerte rund eineinhalb Stunden.
Bereits am darauffolgenden Samstag durfte Leo XIV. das Krankenhaus im Nordwesten der italienischen Hauptstadt wieder verlassen. Sein Genesungstempo überraschte viele Beobachter: Nur einen Tag nach der Entlassung trat der Papst öffentlich in Erscheinung und sprach vom Fenster des Apostolischen Palastes das Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten.
Dass der Pontifex so rasch zu seinen Pflichten zurückkehrte, wurde vielerorts als ermutigendes Zeichen gewertet. Vor der Veröffentlichung der histologischen Befunde blieb jedoch offen, ob der 71-Jährige tatsächlich als krebsfrei gelten konnte.
Was der Verlust eines Lungenlappens für den Papst bedeutet
Beim diagnostizierten Lungenadenokarzinom handelt es sich nach Expertenangaben um die am weitesten verbreitete Variante von Lungenkrebs. Dass der Tumor nicht in umliegendes Gewebe oder andere Organe gestreut hatte, machte eine zusätzliche onkologische Behandlung überflüssig.
Auch die Folgen des chirurgischen Eingriffs selbst sind nach medizinischer Einschätzung beherrschbar. Das menschliche Atemorgan setzt sich aus insgesamt fünf Lappen zusammen. Der Wegfall eines einzelnen Lappens reduziert die Kapazität der Lunge zwar um geschätzt zehn bis 20 Prozent. Im täglichen Leben müssen sich diese Einbußen laut Fachleuten allerdings nicht zwingend stark bemerkbar machen.
Entscheidend wird sein, wie sich die verringerte Lungenleistung unter Belastung auswirkt – etwa bei dem dicht getakteten Reiseprogramm, das Leo XIV. in den kommenden Wochen erwartet.
Mit den ermutigenden Laborergebnissen rückt nun die geplante Südamerika-Reise Anfang November in den Mittelpunkt. Knapp zwei Wochen soll die Reise dauern, mit Aufenthalten in Uruguay, Argentinien und Peru. Einer der behandelnden Mediziner hatte bereits erklärt, dass aus ärztlicher Sicht grundsätzlich nichts gegen die Reise einzuwenden sei.
Als besonders heikel gilt jedoch der vorgesehene Stopp in der peruanischen Andenstadt Cusco. Auf etwa 3.400 Metern über dem Meeresspiegel ist die Luft dort deutlich dünner als auf Meeresniveau. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Lungenfunktion kann das Atembeschwerden verursachen. Selbst gesunde Reisende leiden in dieser Höhe häufig unter Symptomen der Höhenkrankheit.
Ob das Reiseprogramm in vollem Umfang bestehen bleibt oder noch Anpassungen vorgenommen werden, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.
Transparenz statt Geheimniskrämerei – ein Papst bricht mit der Tradition
Bemerkenswert ist, wie offen Leo XIV. mit seiner Diagnose umging. Bereits vor der Operation hatte er beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz öffentlich verkündet, dass bei ihm ein "Knoten in der Lunge" festgestellt worden sei. Diese Transparenz steht im deutlichen Gegensatz zur langjährigen Praxis des Vatikans, gesundheitliche Probleme des jeweiligen Kirchenoberhauptes möglichst unter Verschluss zu halten.
Der gebürtige US-Amerikaner, der sich kurz nach der Papstwahl mit US-Präsident Donald Trump einen knallharten Schlagabtausch lieferte, war vor rund eineinhalb Jahren zum Papst gewählt worden und galt bei seinem Amtsantritt als vergleichsweise jung. Seitdem setzte er mit einer Enzyklika über künstliche Intelligenz und öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten mit US-Präsident Donald Trump deutliche Akzente.
Viele Beobachter hatten erwartet, dass Prevost die katholische Kirche über einen langen Zeitraum prägen würde. Umso gespannter wird nun verfolgt, wie zügig der Pontifex nach dem Eingriff wieder zu seinem vollen Arbeitspensum zurückfindet.
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ife/bua/news.de/dpa/stg
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