06.05.2021, 13.14 Uhr

Coronavirus-Impfung: Impf-Nebenwirkungen, Vorsichtsmaßnahmen und Co! DAS sollten Sie wissen

Ist Sport nach der Impfung gefährlich? Welche Nebenwirkungen sind normal? Dürfen Genesene sich impfen lassen? Je mehr Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus erhalten, desto mehr Fragen kommen auf. Wir klären die wichtigsten.

Worauf muss man nach einer Corona-Impfung achten? Die wichtigsten Fragen zur Impfung klären wir hier Bild: (Symbolbild) Leigh Prather/AdobeStock

Immer mehr Menschen in Deutschland dürfen sich über den rettenden Piks gegen das Coronavirus freuen. Doch mit der Impfung kommen auch Fragen auf. Etwa dazu, welche Nebenwirkungen (Impfreaktionen) nach einer Impfung normal sind. Oder wie man sich nach einer Corona-Impfung verhalten sollte. Die wichtigsten Fragen klären wir hier.

Wie sicher sind Kreuzimpfungen, beispielsweise die erste Dosis mit Astrazeneca und die zweite Dosis mit Biontech?

Es wird vermutet, dass eine Kombination von Vektor- und mRNA-Impfstoffen eine höhere Wirksamkeit erzielen. Derzeit ist die Studienlage aber noch zu dünn. Die StiKo empfiehlt derzeit bei Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine Impfung mit einem Vektorimpfstoff (zum Beispiel von Astrazeneca oder Johnson & Johnson) erhalten haben, als zweite Impfdosis einen mRNA-Impfstoff verabreicht bekommen.

Besteht beim Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson das gleiche Risiko für Sinusvenenthrombosen wie bei Astrazeneca?

Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson wird genauso behandelt wie der von Astrazeneca. Das heißt, dass er derzeit für Menschen unter 60 Jahre nicht empfohlen wird. Da das Risiko für die seltenen Sinusvenen- und Bauchvenenthrombosen jedoch sehr gering ausfällt, spricht aus ärztlicher Sicht nichts gegen eine Impfung mit genannten Impfstoffen bei Menschen unter 60 Jahren, wenn ein ärztliches Vorgespräch erfolgt ist.

Wie oft und wann muss sich ein Genesener impfen lassen?

Derzeit wird empfohlen, dass sich vom Coronavirus Genesene sechs Monate nach ihrer Corona-Infektion einmal impfen lassen. Damit erhalten sie den Status von zweifach Geimpften.

Darf man nach einer Impfung Sport treiben?

Das Robert Koch-Institut rät, nach einer Impfung für zwei Tage auf körperliche Anstrengungen und Sport zu verzichten, da sonst die Impfreaktion stärker ausfallen könnte. Wer nach einer Impfung Fieber bekommt oder unter anderen Grippe-ähnlichen Beschwerden leidet, sollte sich so lange schonen, bis er sich wieder fit fühlt. Schmerzt der Arm an der Einstichstelle, so sollte dieser nicht belastet werden. 

Kann man unangenehme Impfreaktionen durch Einnahme von Paracetamol oder Ibuprofen vorbeugen?

Es wird empfohlen, Paracetamol oder Ibuprofen erst dann einzunehmen, wenn man unter Impfreaktionen leidet. Vorbeugend sollten keine Medikamente eingenommen werden. 

Welche Nebenwirkungen von Impfungen sind normal? (Impfreaktionen)

Wie das RKI auf seiner Webseite informiert, gehören zu den typische Beschwerden nach einer Corona-Impfung "Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein sind möglich." Die Impfreaktionen sind "Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab", so das RKI. Es wird berichtet, dass die Impfreaktionen nach der ersten Astrazeneca-Impfung häufig stärker ausfallen als nach der zweiten Impfung mit Astrazeneca. Bei Biontech berichten Geimpfte das Gegenteil: Hier fallen die Impf-Nebenwirkungen nach der zweiten Impfung stärker aus als nach der ersten.

Wie erkennt man, ob man eine Sinusvenenthrombose hat? 

Treten eine bis vier Wochen nach der Impfung mit einem Vektorimpfstoff (von Astrazenca oder Johnson & Johnson) mehrere Tage in Folge ungewöhnliche Symptome wie Sehstörungen, Sprachstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Fingern oder Gliedmaßen, punktartige Einblutungen an den Extremitäten und/oder neuartige und ungewöhnlich starke Kopfschmerzen auf, die sich nicht durch Schmerzmittel lindern lassen, so sollte man einen Arzt aufsuchen. Auch bei ungewöhnlich starken Bauchschmerzen zwei bis vier Wochen nach der Impfung über mehrere Tage sollten Menschen unter 60, die eine Impfung mit Vaxevria oder dem Janssen COVID-19 Vaccine erhalten haben, einen Arzt zurate ziehen, da in seltenen Fällen Bauchvenenthrombosen vorkommen können.

Kann man seinen zweiten Impftermin vorziehen, um in den Urlaub fahren zu können? 

Der Wunsch, in den Urlaub fahren zu können, ist kein Grund, einen Impftermin vorzuziehen. Der Abstand zwischen den beiden Impfungen ist nötig, damit die Impfungen ihre volle Wirkung entfalten können. Auch ein Mischen von Impfstoffen (Beispiel: erste Impfung Astrazeneca, zweite Impfung Biontech), um durch die verkürzte Wartezeit eher in den Urlaub fahren zu können, wird nicht praktiziert. Eine Verkürzung der Zeit zwischen den Impfungen oder eine Mischung von Impfstoffen erfolgt nur auf Basis medizinischer Gründe. Das verriet Dr. Markus Beier "Bild online". 

Wird es einen digitalen Impfpass geben? 

Ein digitaler Impfpass ist für Juni 2021 geplant. Spätestens Ende Juni soll er eingeführt werden.

Wie weist man nach, dass man zweimal geimpft ist? 

Sobald es im Juni den digitalen Impfpass gibt, erleichtert dieser den Nachweis über den Impfstatus. Bis dahin muss man seinen Impfpass mit sich führen, um nachweisen zu können, dass man zweimal geimpft ist und von den Lockerungen profitieren darf.

Müssen Kinder einen negativen Test vorzeigen?  

Für Kinder ab sechs Jahren gelten die gleichen Regeln wie für Ungeimpfte. Sie müssen einen negativen Schnelltest vorlegen, um zum Friseur zu gehen usw. Auch die Quarantäne-Pflicht nach bestimmten Auslandsreisen gilt laut dem aktuellem Stand für Kinder. 

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sig/bua/news.de

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