09.04.2021, 11.09 Uhr

Hurrikan-Saison 2021: Horror-Prognose! La Niña löst Hurrikan-Serie über Atlantik aus

Jedes Jahr wüten zahlreiche tropische Stürme über den Atlantik. Einige von ihnen wachsen zu schweren Hurrikans an, die an der Ostküste der USA, Mexiko und der Karibik verheerende Schäden hinterlassen. Die Prognose für dieses Jahr verspricht nichts Gutes.

Wie viele tropische Wirbelstürme bilden sich in diesem Jahr auf den Atlantik? Bild: AdobeStock / LioTou

Jedes Jahr bilden sich zahlreiche tropische Wirbelstürme auf dem Atlantik. Nicht selten hinterlassen sie in den USA, der Karibik und Mexiko eine Schneise der Verwüstung. Und die Prognose für 2021 verspricht nichts Gutes: Experten erwarten erneut eine überdurchschnittliche Hurrikan-Saison.

Hurrikans 2021 auf dem Atlantik: Düstere Prognose! So viele schwere Wirbelstürme soll es geben

Im vergangenen Jahr wurden 24 Wirbelstürme vorhergesagt, schlussendlich wurden 30 registriert. Für dieses Jahr prophezeien der Meteorologe Phil Klotzbach und andere Experten der Colorado State University ebenfalls eine überdurchschnittliche Hurrikan-Saison. Demnachsollen sich auf dem Atlantik 17 tropische Stürme bilden. Insgesamt sollen sich acht davon zu Hurrikans entwickeln.

Die Atlantische Hurrikan-Saison dauert für gewöhnlich vom 1. Juni bis 30. November. In einer durchschnittlichen Saison bilden sich zwölf Stürme, von denen sechs zu Hurrikans heranwachsen. 2020 wurden 24 Stürme vorhergesagt, 30 wurden schließlich registriert. Davon waren 13 Hurrikans. Ein tropischer Sturm wird zu einem Hurrikan hochgestuft, sobald er Windgeschwindigkeiten von mehr als 118 Stundenkilometer erreicht. Die aktuelle Prognose zeichnet ein düsteres Bild. Vier der acht prophezeiten Hurrikans sollen die Kategorie 3, 4 und 5 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 178 Stundenkilometern angehören. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen die USA trifft, liege laut Berechnungen bei 69 Prozent.

Fehlender El Niño verstärkt Atlantische Hurrikan-Saison 

Die Gründe für die hohe Zahl an wahrscheinlichen Hurrikans liege am ungewöhnlich warmen Meereswasser im Atlantik. Außerdem fehle El Niño. Bei dieser Kima-Anomalie erwärmt sich das Wasser des Pazifischen Ozeans. Dadurch wird die Hurrikan-Entwicklung im Atlantik unterdrückt. Jedoch ist derzeit eher das Gegenteil der Fall. La Niña sorgt für kühleres Wasser im Pazifik und verstärkt dadurch die Hurrikan-Saison im Atlantik. "Einer der Gründe für die überdurchschnittliche Hurrikan-Prognose ist das Fehlen von El Niño", twitterte Klotzbach.

Die US-Wetterbehörde NOAA veröffentlicht ihre Hurrikan-Prognose für 2021 voraussichtlich im Mai.

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bua/loc/news.de

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