30.10.2020, 08.04 Uhr

Unwetter in den USA aktuell: Hurrikan "Zeta" verwüstet US-Küste - mindestens 6 Todesopfer

Hunderttausende Menschen ohne Strom, Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern: Hurrikan "Zeta" attackiert die US-Golfküste. Auch Tornados und Sturmfluten sind möglich. Mindestens drei Menschen sind bereits gestorben.

Hurrikan "Zeta" hat an der US-Golfküste für schwere Verwüstungen gesorgt. Bild: NOAA / AP / picture alliance / dpa

Hurrikan "Zeta" hat erhebliche Schäden in den Vereinigten Staaten verursacht und mindestens sechs Menschen getötet. Die Webseite "Poweroutage.us" zeigte zwischenzeitlich Stromausfälle in mehr als zwei Millionen Haushalten an, nachdem der Wirbelsturm der Stufe zwei am Mittwoch (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern in der Nähe der Großstadt New Orleans (Louisiana) auf Land getroffen war. Zudem wurden Medienberichten zufolge landesweit mindestens sechs Menschen getötet.

Hurrikan "Zeta" hinterlässt Schäden und fordert Todesopfer

Auch in anderen US-Bundesstaaten waren die Auswirkungen des schließlich zum Tropensturm heruntergestuften Sturms spürbar: US-Präsident Donald Trump musste eine Wahlkampfveranstaltung in North Carolina wegen Böen von bis zu 80 Stundenkilometern verschieben. Unter anderem in der Hauptstadt Washington regnete es am Donnerstag über Stunden heftig. In der Nacht zum Freitag zog "Zeta" weiter nach Osten auf den Atlantik.

Hurrikan-Alarm in den USA: Heftige Stürme an US-Golfküste sorgen für Verwüstung

Hurrikan "Zeta" hatte zuvor mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern die US-Golfküste erreicht und mindestens einen Menschen getötet. Der Wirbelsturm traf am Mittwoch (Ortszeit) im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. In der Großstadt New Orleans starb ein Mensch durch einen Stromschlag niedergerissener Stromleitungen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Sie appellierten an die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Videos zeigten heftigen Regen in der Region nahe New Orleans. Meteorologen warnten zudem vor Tornados.

Hurrikan "Zeta" erreicht US-Küste: Schwerstes Unwetter seit 10 Jahren befürchtet

Der Hurrikan zog weiter und befand sich am späten Mittwochabend (Ortszeit) über dem Westen Alabamas, dem östlichen Nachbarstaat von Louisiana, wie das Hurrikanzentrum in seinem jüngsten Bericht um Mitternacht mitteilte. "Zeta" könnte nach Einschätzung von Experten einer der schwersten in der Region seit zehn Jahren werden. "Starke, zerstörerische Windböen, die Bäume und Stromleitungen beschädigen, werden sich wegen Zetas hoher Geschwindigkeit über Nacht und am Donnerstag landeinwärts über Teile des südöstlichen Bundesstaates Mississippi, Alabama, das nördliche Georgia, die Carolinas und das südöstliche Virginia ausbreiten", schrieb das Hurrikanzentrum am späten Mittwochabend um 22.00 Uhr (Ortszeit).

Notstand ausgerufen! USA warnen vor Sturmfluten und Stromausfällen

Die Gouverneure der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi erklärten den Notstand, um sich auf den Sturm vorbereiten zu können. Entlang der Golfküste zwischen dem SüdostenLouisianas bis in den Westen Floridas wurde auch vor gefährlichenSturmfluten gewarnt. Louisianas Gouverneur John Bel Edwards hatte am Mittwoch gemahnt: "Sie solltenIhre Vorbereitungen abschließen." Der Webseite "Poweroutage.us" zufolge waren alleine in Louisiana in der Nacht zum Donnerstag mehr als 400.000 Menschen ohne Strom.

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Hurrikan "Zeta" verwüstete bereits Yucatan-Halbinsel in Mexiko

"Zeta" hatte in den vergangenen Tagen auf der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht. Der Sturm war dort am späten Montagabend (Ortszeit) auf Land getroffen.

Experten besorgt: Hurrikan-Saison im Atlantik heftiger denn je

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

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loc/news.de/dpa

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