15.02.2021, 16.16 Uhr

Coronavirus-News am 15.02.2021: Studie zeigt: Corona-Infektion schützt erheblich vor erneuter Ansteckung

Die neue Woche beginnt in Deutschland mit 4.426 neuen Coronavirus-Infektionen und weiteren 116 Todesopfern. Indes hat eine neue Studie ergeben, dass eine Corona-Infektion erheblich vor einer erneuten Ansteckung schützt. Die aktuellen Corona-News im Überblick.

Die aktuellen Coronavirus-News aus Deutschland im Überblick. Bild: dpa

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Coronavirus-News am 15.02.: 4.426 neue Infektionen binnen 24 Stunden registriert

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland liegt aktuell bei 58,9

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 58,9. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Coronavirus in Deutschland: Insgesamt knapp 2.340.000 Infektionen und mehr als 65.000 Covid-19-Tote

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.338.987 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 15.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.128.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 65.076.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,88 (Vortag 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Coronavirus-News vom 15.02.2021 im Ticker-Überblick

+++ Laschet: Nicht immer neue Grenzwerte erfinden +++

Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat sich eindringlich gegen eine Bevormundung der Bürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. "Populär ist glaube ich immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Montagabend beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats. Das trage aber nicht auf Dauer, sagte Laschet. Man müsse das Virus und seine Mutationen zwar ernst nehmen. Aber man müsse zu einer abwägenden Position zurückkommen. Kinder, die monatelang nicht in Schule oder Kita gehen, erlitten vielleicht Schaden fürs ganze Leben.

Laschet warnte vor einem zu einseitigen Fokus auf den Inzidenzwert. "Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet", sagte er. "Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen." Man müsse all die anderen Schäden etwa für die Gesellschaft und die Wirtschaft genauso im Blick haben wie die Inzidenzzahlen.

Die Länderregierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten zuletzt vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - stabil unter 35 sinken, sollen die Beschränkungen von den Ländern schrittweise gelockert werden - zunächst für Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen.

+++ Studie: Corona-Infektion schützt erheblich vor erneuter Ansteckung +++

Eine Corona-Infektion schützt einer Studie aus Österreich zufolge zumeist vor einer erneuten Ansteckung. Nach einem Abstand von ungefähr sieben Monaten zur Erstinfektion hätten Menschen mit einer bereits durchgemachten Sars-CoV-2-Infektion ein um 91 Prozent niedrigeres Risiko für eine Ansteckung aufgewiesen, berichten Forscher um Stefan Pilz von der Med Uni Graz im "European Journal of Clinical Investigation". Die Ergebnisse seien aber noch vorsichtig zu interpretieren, hieß es am Montag von der Universität.

Über 400.000 Menschen in Österreich wurden bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Für die Studie wurden in der zweiten Infektionswelle von September bis November vergangenen Jahres Menschen, die sich in der ersten Infektionswelle (Februar bis April 2020) mit dem Virus infiziert hatten, mit der übrigen österreichischen Allgemeinbevölkerung verglichen.

"Diese Daten zeigen eine sich aufbauende Immunität gegen Sars-CoV-2 in der österreichischen Bevölkerung, wobei wir aktuell noch nicht wissen, inwieweit diese Immunität auch auf diverse Sars-CoV-2-Virusmutationen umzulegen ist, beziehungsweise wie lange und in welcher Stärke dieser Re-Infektionsschutz über größere Zeiträume anhält", betonte Franz Allerberger von der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Weitere Auswertungen über längere Zeiträume sowie von Daten aus anderen Ländern seien erforderlich.

+++ Weil urteilt wegen unsicherer Corona-Lage noch nicht über Osterferien +++

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält es noch für zu früh, angesichts der unsicheren Corona-Lage über die Möglichkeit von Ostertourismus zu urteilen. "Wir müssen abwarten, wie sich die Inzidenzen in Deutschland und auch der so genannte R-Wert, also die Zahl der Menschen, die ein Infizierter im Schnitt ansteckt, weiter entwickeln werden", sagte Weil am Montag. Außerdem lasse sich noch nicht absehen, wie schnell und wie intensiv sich die Virusmutationen verbreiten werden. "So gerne ich den an einer Reise Interessierten und dem Beherbergungsgewerbe Orientierung geben würde, definitive Aussagen sind leider noch nicht möglich." Klar sei, dass das Risiko einer dritten Welle möglichst gering gehalten werden müsse. Die Osterferien in Niedersachsen beginnen Ende März.

+++ Rund 100 Menschen feiern trotz Corona auf der Straße Fasching +++

Trotz Corona haben im bayerischen Schwangau nach Schätzungen der Polizei rund 100 Menschen auf der Straße Fasching gefeiert. Zeugen beobachteten das Geschehen in der 3000-Einwohner-Gemeinde und riefen die Polizei, wie die Polizei am Montag mitteilte. In einer Nebenstraße fanden die Beamten dann am Sonntagnachmittag drei Faschingswägen, zahlreiche verkleidete Menschen und Zuschauer vor.

Beim Anblick der uniformierten Beamten hätten einige Teilnehmer des unerlaubten Faschingszuges die Flucht ergriffen. Die Polizisten lösten das närrische Treiben auf, nahmen die Personalien von rund 20 verbliebenen Feiernden und Zuschauern auf und gaben diese an das Landratsamt weiter. "Der Organisator der Veranstaltung muss mit bis zu 5000 Euro Bußgeld rechnen", sagte ein Polizeisprecher. "Sofern er ermittelt werden kann." Für die übrigen Teilnehmer könne die verbotene Feier bis zu 500 Euro kosten. Kein Bußgeld sei fällig, wenn man nur zufällig vorbeigekommen sei und die Abstandsregel eingehalten habe.

+++ Lauterbach: "Habe nicht vor, mich einschüchtern zu lassen" +++

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach will trotz Drohungen gegen ihn weiterhin lautstarker Teil der Corona-Debatte sein. "Ich habe nicht vor, mich einschüchtern zu lassen. Diese Menschen werden mich nicht zum Schweigen bringen", sagte Lauterbach dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Online: Montag). Er wisse von Wissenschaftlern, die sich nach Drohungen im Netz deutlich vorsichtiger äußerten. "Das kann ich gut verstehen."

Der Mediziner ist in der Corona-Pandemie allgegenwärtig, er gilt als Verfechter einer vorsichtigen Linie im Kampf gegen das Coronavirus. Dafür bekommt er Zuspruch, muss aber auch viel Kritik einstecken. Am Sonntag hatte Lauterbach getwittert: "Erneut rollt eine Hasswelle über mich im Internet, mit Morddrohungen und Beleidigungen, die schwer zu ertragen sind. Immer wieder Aufrufe zur Gewalt." Seine Bürotische seien voller Anzeigen. Zur Frage des RND, wie er sich die Zunahme des Hasses erkläre, sagte Lauterbach: "Diese Menschen sind extrem frustriert und wütend. Sie haben erwartet, dass sich das Leben durch die Impfungen und das bevorstehende Frühjahr jetzt wieder schnell normalisiert. Sie sehen den schleppenden Impfstart, sie verstehen nicht - oder wollen es nicht verstehen, warum die Virusmutationen eine große Gefahr sind und Lockerungen erst einmal verhindern."

+++ Habeck fordert staatliche Abnahmegarantie für Schnelltests +++

Um die Produktion von Coronavirus-Schnelltests anzukurbeln, hat Grünen-Chef Robert Habeck für eine staatliche Abnahmegarantie plädiert. Selbst-Schnelltests könnten ein wichtiger Bestandteil einer Lockerungsstrategie sein, sagte Habeck am Montag in Berlin. Es brauche solche Tests für Schulen, Kitas und andere Bereiche des öffentlichen Lebens in ausreichender Menge.

Aus der "nicht glücklich gelaufenen" Impfstoff-Beschaffung müssten Lehren gezogen werden, verlangte Habeck. Bei den Schnelltests wie auch in früheren Phasen der Pandemie habe die Bundesregierung aber zu spät und wenig vorausschauend agiert.

Derzeit sind solche Tests noch im Prüfverfahren für eine Zulassung. Die Idee bei einer Abnahmegarantie: Wenn staatliche Stellen schon zuvor den Einkauf bestimmter Mengen zusichern, könnten Hersteller bereits vor der Zulassung mit der Produktion beginnen und wüssten, dass sich die Investition lohnt. Vom für Dienstag geplanten Corona-«Wirtschaftsgipfel» von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Dutzenden Verbänden erwarte er sich allenfalls einen Rundumschlag, aber keine Lösungen, sagte Habeck mit Verweis auf die vorgesehene Sitzungsdauer von etwa zwei Stunden.

+++ Bayer verkündet: Impfstoff-Lieferung voraussichtlich im Dezember +++

Nach dem Einstieg in die Produktion eines Corona-Impfstoffes rechnet der Pharmakonzern Bayer im Dezember mit ersten Lieferungen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir noch vor Jahresende - wenn alles gut geht - auch die ersten Impfstoffe sogar ausliefern können", sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Montag in Wuppertal, nachdem er Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Standort gezeigt hatte. Vor zwei Wochen hatte der Leverkusener Konzern bekanntgegeben, einen Teil der Herstellung des vom Tübinger Unternehmen Curevac entwickelten Vakzins zu übernehmen.

Wegen der Beschaffung und Validierung von Geräten sowie aufwendiger Qualifizierungsstudien dauert es noch einige Monate, bis die Bayer-Anlage startklar ist - hergestellt wird in einem "Reinraum", in dem selbst kleinste Verschmutzungen verhindert werden müssen. Eine zweistellige Zahl von Arbeitsplätzen soll neu aufgebaut werden. Es wäre das erste Mal, dass Bayer einen Impfstoff herstellt.

Laschet betonte die Bedeutung der heimischen Pharmaindustrie und forderte, sie in einem positiveren Licht zu sehen. "Es hat sich in den letzten Jahre so eingebürgert, dass man immer auf die Pharmaindustrie schimpft", sagte er. "Unser Ziel muss sein, dass Deutschland wieder der Spitzenstandort für Pharmatechnologie wird."

Für den Curevac-Impfstoff läuft derzeit noch die Phase-III-Studie - die Daten dieser Studie sind nötig für grünes Licht von den Behörden. "Angepeilt wird eine Zulassung im zweiten Quartal", sagte Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich. "Genaueres können wir Ihnen erst sagen, sobald die Daten vorliegen." Die ersten Chargen sollen woanders produziert werden, im Dezember könnte Bayer einsteigen - 2022 will der Konzern 160 Millionen Impfdosen herstellen.

+++ Gesundheitsministerin beklagt niedrige Astrazeneca-Impfbereitschaft +++

Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat eine mangelnde Impfbereitschaft mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca kritisiert. Am Wochenende seien bei einer "Sonderimpfung im medizinischen" Bereich 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen, ohne den Termin abzusagen. Dies habe offenbar damit zu tun, dass dieser Impfstoff nur einen Wirkungsgrad von 70 Prozent habe, sagte die CDU-Politikerin.

"Ich will sagen, dass das kein Wunschkonzert ist. Dass alle Impfstoffe zugelassen und gut sind", sagte die Ministerin. Es sei "nicht solidarisch", wenn die Hälfte der zur Impfung Angemeldeten nicht erscheine. Der Linken-Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine hingegen sagte, er könne "zumindest nachvollziehen, dass einige Menschen Bedenken haben". Bachmann hatte betont, die Empfehlung, Patienten über 65 Jahre nicht mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu impfen, habe ausschließlich mit einer nicht ausreichend großen Datengrundlage zu tun.

Laut der Ministerin gibt es entsprechende Berichte aus allen Bundesländern. Deswegen habe sie das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gesundheitsministerkonferenz setzen lassen.

+++ Günther will Osterurlaub trotz Corona nicht abschreiben +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch. "Bei uns in Deutschland sehe ich sehr wohl die Möglichkeit, dass wir Inlandstourismus bis zu diesem Zeitpunkt möglich machen", sagte Günther am Montag in Kiel. "Und das Wichtigste aus meiner Sicht ist: Ostern ist noch sieben Wochen hin, und heute ist es mit Sicherheit grundfalsch, unabhängig von der Inzidenz schon Urlaube abzusagen."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht dagegen keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern. "Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben", hatte Kretschmer der "Bild am Sonntag" gesagt. Zu große Mobilität bereits im April sei Gift. "Wir würden alles zerstören, was wir seit Mitte Dezember erreicht haben."

Günther bewertet die aktuelle Entwicklung deutlich optimistischer. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, bei den nächsten Öffnungsschritten Gastronomie und Hotels mit in den Blick zu nehmen. "Und ich sehe zum heutigen Zeitpunkt überhaupt nichts, was dagegen spricht, weiterhin an diesem Ziel zu arbeiten." Natürlich müsse dabei auch über Testungen und über den Umgang mit Gebieten geredet werden, in denen es relativ viele Corona-Fälle gebe. "Aber definitiv sehe ich für den Tourismus eine Perspektive ab Ostern."

In fast allen Bundesländern liege die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mittlerweile unter 100, sagte Günther. "Wir haben kaum noch Hotspots." Er werde Hotelbesitzern nicht davon abraten, Buchungen für die Ostertage anzunehmen. "Aber ich kann auch keine Garantie dafür geben, dass sich die Zahlen weiter so positiv entwickeln."

+++ Amtsärzte warnen: Gesundheitsämter jetzt nicht vernachlässigen +++

Die deutschen Amtsärzte warnen davor, die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie weiter zu überlasten. "Man hätte die Gesundheitsämter längst aufrüsten und dauerhaft mit mehr Personal ausstatten können - und nicht nur kurzfristig mit Hilfskräften, wenn die Infektionszahlen steigen", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, den "Stuttgarter Nachrichten» und der "Stuttgarter Zeitung" (Montag). "Einzelne Ämter haben ein paar Stellen bekommen, aber flächendeckend ist noch nicht allzu viel passiert. Das reicht noch lange nicht aus."

Es seien auch nach wie vor zu viele Bundeswehrsoldaten zur Hilfe in den Ämtern nötig. "Den Kurs, mit Hilfskräften aufzustocken, hat man noch nicht verlassen", kritisierte Teichert. Gesundheitsämter stellen unter anderem die Kontaktverfolgung nach Infektionen sicher. Wird eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, muss dort geprüft werden, wen sie in den Tagen zuvor getroffen hat.

Die Verbandsvorsitzende äußerte zudem Zweifel, an der gewählten Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Sieben-Tage-Inzidenz: "Ich habe von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Zahl 50 für die Gesundheitsämter sehr hoch gegriffen ist", sagte Teichert. Die Politik brauche eine Grenze und habe die 50 "willkürlich gewählt". Eine Inzidenz von 50 oder etwas darunter sei aber noch "viel zu viel". "Wenn jetzt zu rasch gelockert wird, steigen die Zahlen im April wieder, und wir bekommen eine dritte Welle", warnte sie.

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loc/news.de/dpa

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