25.01.2021, 11.00 Uhr

Horror-Misshandlung in England: Grausame Folter! Pflegerin quälte Demenzkranke vor laufender Kamera

Weil sie ihre demenzkranke Patientin aufs Grausamste misshandelt hat, wurde eine Pflegerin im englischen Norwich zu einer Haftstrafe verurteilt. Eine Videokamera hatte das sadistische Treiben der medizinischen Fachkraft aufgedeckt.

Weil sie eine demenzkranke Patientin misshandelt hat, wurde eine Pflegerin nun zu einer Haftstrafe verurteilt. Bild: (Symbolbild) Photographee.eu/AdobeStock

Es sind unfassbare Grausamkeiten, die einer an Demenz erkrankten älteren Frau in England widerfahren sind. Eine 29-jährige Pflegerin ist in England zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil sie ihre demenzkranke Patientin grausam gequält hatte. Videoaufnahmen hatten die Misshandlungen aufgezeichnet.

Pflegerin misshandelt demenzkranke Patientin

Wie der britische "Mirror" berichtet, wurde Jenny Dady (29) inhaftiert, nachdem Videoaufnahmen enthüllt hatten, wie sie eine pflegebedürftige ältere Frau misshandelt hat. Die Aufnahmen zeigten die Pflegerin unter anderem dabei, wie sie die 69-jährige Liz Young an den Haaren zog und ihr Essen in den Mund zwang.

Sechs Monate Haft für gewalttätige Pflegerin

Dady wurde nun zu sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem sie sich vor dem Krongericht in Norwich schuldig bekannt hatte, eine geistig beeinträchtige Person misshandelt zu haben. Die demenzkranke 69-Jährige musste zahlreiche Qualen über sich ergehen lassen. So wurde sie auch an ihrer Nase hochgezogen, außerdem drückte die Pflegerin gewaltsam ihren Knöchel in Liz' Gesicht.

Das Videomaterial zeigte zudem, wie die Demenzpatientin nach dem Duschen dreißig Minuten lang nackt auf einem Metallstuhl in der Ecke ihres Zimmers saß, nur mit einem Handtuch auf dem Schoß. Liz' Tochter Corrina Cunningham wurde laut eigenen Angaben "übel", als sie die Aufnahmen sah. Cunningham, die mit ihrer Mutter in Barford in der englischen Grafschaft Norfolk, gelebt hatte, sagte: "Ich war beschämt, als ich herausfand, dass dies geschehen war. Ich fand es wirklich schwer, das Filmmaterial anzusehen. Ich fühlte mich körperlich krank."

Tochter der Misshandelten leidet unter Schuldgefühlen

Corrina Cunningham machen nun Schuldgefühle zu schaffen. "Ich fühlte mich schuldig, dass ich sie nicht beschützen konnte, als sie es brauchte, und dass dies unter unserem eigenen Dach geschehen war", schilderte die Tochter der Misshandelten. "Wir haben Jenny vertraut und dachten, sie kümmert sich wirklich um Mama, aber sie hat dieses Vertrauen auf die schlimmste Art und Weise missbraucht."

Misshandelte Patientin ist mittlerweile verstorben

Tragischerweise starb Liz Young während der polizeilichen Ermittlungen zu Dadys Verbrechen - was ihrer trauernden Tochter zufolge den Missbrauch im letzten Lebensjahr ihrer Mutter "so viel schlimmer" machte. Corrina Cunningham sagte, sie sei zum ersten Mal im Sommer 2019 besorgt gewesen, nachdem sie leichte Verletzungen an ihrer Mutter bemerkt hatte, darunter Blutergüsse und Blasen.

Kamera nahm Misshandlungen an demenzkranker Patientin auf

Daraufhin begann sie, das Treiben im Haus mit einer Kamera aufzunehmen, die sich bereits in Liz Youngs Zimmer befand und für jeden, der sie betrat, offen sichtbar war. Vor Gericht hieß es, dass Liz' Familie im November 2019 das Film-Material angesehen hatte. Dabei wurde für sie offensichtlich, dass Dady ihre Patientin misshandelt hatte. Sie schalteten die Polizei ein.

Auf den Aufnahmen ist auch zu sehen, wie die Pflegerin ihre Patientin beschimpft und wie sie sie lange Zeit ignoriert. Einmal brachte Dady ihren Hund mit ins Haus der Patientin. Dieser kratzte Liz und verursachte tiefe Wunden an ihren Beinen.

Täterin bekannte sich vor Gericht schuldig

Dady, die aus Norwich stammt, bekannte sich am 8. Dezember 2020 bei einer früheren Anhörung vor dem Norwich Magistratengericht schuldig. Am vergangenen Montag wurde sie zu sechs Monaten Haft und zu einem Opferzuschlag von 122 Pfund (entspricht circa 137 Euro) verurteilt.

Corrina Cunningham erklärte vor Gericht: "Ich bin froh, dass wir auf unsere Bedenken reagiert und die Kamera aktiviert haben, und ich würde jeden in einer ähnlichen Position ermutigen, dasselbe zu tun. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass Jenny in der Lage ist, sich um die Lieben anderer zu kümmern und sie so zu missbrauchen, wie sie es mit meiner Mutter getan hat."

Pflegerin habe Vertrauen ihrer Schutzbefohlenen missbraucht

Detective Gemma Weeks von der "Adult Abuse Investigation Unit" (Untersuchungseinheit von Misshandlungen bei Erwachsenen) leitete die Untersuchung. Sie sagte: "Dady war in einer Vertrauensstellung und kümmerte sich um eine äußerst verletzliche Frau, die keine Möglichkeit hatte, sich zu schützen oder Alarm bei Verwandten zu schlagen. Sie hat dieses Vertrauen missbraucht, Liz mit wenig Sorgfalt behandelt und sie grob behandelt."

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sig/loc/news.de