Ansgar Brinkmann privat: So lebt der "weiße Brasilianer" heute

Ansgar Brinkmann gehört zu den drei Promis, die die Kandidatenschar von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" 2018 komplettieren. Doch wie lebt der einstige Fußball-Profi privat abseits des Dschungelcamps?

Fußballer Ansgar Brinkmann stand in seiner aktiven Karriere unter anderem für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga auf dem Platz. Bild: Katja Lenz / picture alliance / dpa

Es gibt Fußballer, die schnüren bei jedem Training und bei jedem Punktspiel ihrer Mannschaft brav die Fußballstiefel, rühren abseits des Platzes keine Zigaretten und kein Tröpfchen Alkohol an und glänzen in den Klatschspalten mit Abwesenheit - und es gibt Spieler wie Ansgar Brinkmann. Der heute 48 Jahre alte Ex-Kicker, der während seiner aktiven Karriere im Fußball unter anderem bei Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt oder dem VfL Osnabrück unter Vertrag stand, hat nun eine neue Karriere vor sich: Brinkmann ist einer der Kandidaten, die im Januar 2018 in das RTL-Dschungelcamp einziehen.

Ansgar Brinkmann als Kandidat im Dschungelcamp 2018

Neben Musiker Sydney Youngblood und Schauspielerin Sandra Steffl war Ansgar Brinkmann Mitte Dezember einer von drei Promis, die als letzte Kandidaten offiziell für "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" vorgestellt wurden. Damit hat das Dschungelcamp auch 2018 offiziell seinen ehemaligen Fußballprofi am Start - in den bisherigen Staffeln übernahmen unter anderem Jimmy Hartwig, Eike Immel, Thorsten Legat oder Thomas "Icke" Häßler diese Rolle.

Ansgar Brinkmann privat: So lebt das Entfant terrible des Fußballs heute

Doch wie lebt Ansgar Brinkmann privat, wenn er nicht gerade im australischen Dschungel Ekelprüfungen absolviert? Aktiv auf dem Fußballplatz anzutreffen ist Ansgar Brinkmann seit einigen Jahren nicht mehr - seine letzte Partie als Profikicker absolvierte der gebürtig aus Vechta stammende 1,81-Meter-Mann am 13. Mai 2007 für Preußen Münster. Als Abschiedsspiel wurde dem Mittelfeldspieler eine Partie mit den Arminia Bielefeld Allstars bereitet, in der sich das Team von Ansgar Brinkmann mit 6:6 unentschieden vom Platz verabschiedete - kurz vor dem Abpfiff kassierte Brinkmann die symbolische letzte rote Karte seiner Karriere. Kein Wunder, war der Fußballer doch zu aktiven Zeiten als "Entfant terrible" der Bundesliga bekannt und ließ keinen Skandal auf und abseits des Platzes aus.

Ansgar Brinkmann glänzte mit Eskapaden - doch wie lebt er mit Freundin Deniz Harbert?

So trug Ansgar Brinkmann seinen Spitznamen "Trinkmann" nicht ohne Grund - stand der Mittelfelddirigent mal nicht auf dem Bolzplatz, war er garantiert in der Kneipe anzutreffen. Mit Eskapaden wie seinem Anrufbeantworterspruch "Bin bis fünf Uhr früh in meiner Stammkneipe zu erreichen" setzte sich der Kicker selbst ein Denkmal und wurde zum Fanliebling. Vor der Polizei wegrennen, als diese einen Alkoholtest machen wollte, Anzeigen wegen Körperverletzung, heikle Immobilieninvestitionen - mit diesen und ähnlichen Kapriolen schaffte es Ansgar Brinkmann immer wieder in die Klatschpresse.

Allerdings hat Ansgar Brinkmann auch eine private Seite, die nichts mit einer Skandalnudel gemein hat. So engagiert sich der ehemalige Profisportler beispielsweise für das Kinderhospiz Bethel. Auch in Liebesdingen kann der Vechtaer ganz sanft sein - einige Jahr lang führte der Kicker eine Beziehung mit der Fußballerin Deniz Harbert, die derzeit für BV Werther im Kader steht.

Ansgar Brinkmann veröffentlichte 2011 seine Biografie "Der weiße Brasilianer"

Eine derart schillernde Vita wie die von Ansgar Brinkmann schreit förmlich danach, in Buchform veröffentlicht zu werden. Genau das hat Ansgar Brinkmann vor knapp sieben Jahren getan, als er seine Biografie "Der weiße Brasilianer" herausbrachte. Der Titel ist nicht zufällig gewählt, immerhin wurde der Mittelfeldspieler so von vielen Fans genannt. Selbst wenn Brinkmann als ehemaliger Fußballprofi kein einziges Länderspiel bestritt und als bekannteste Vereine "nur" Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt vorweisen kann, bietet das Buch doch unterhaltsamen Lesestoff auf der Schwelle zwischen Genie und Wahnsinn.

"Ich habe nie jemanden anderen geschadet, nur mir selbst", schreibt der 48-Jährige. 405 Spiele bestritt er von der ersten bis zur vierten Liga, aber nur 59 Partien im Fußball-Oberhaus. Auf dem Rasen brillierte er mit sensationellen Dribblings, außerhalb des Platzes waren die Schlagzeilen über ihn oft negativ: Fahrerflucht, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Millionenpleite.

Mit diesem Skandalen machte Ansgar Brinkmann Schlagzeilen

Reduziert man Brinkmann nur auf die Skandale, wird man ihm nicht gerecht. Für die zwölf Vereine in 20 Profijahren gab er sein Herzblut. Dafür verziehen die Fans ihm so manche Eskapade. In Gütersloh legte er eine gesamte Straße in Schutt und Asche, in Osnabrück schnappte ihn einst die Polizei, als er alkoholisiert mit seinem Porsche durch die Straßen fuhr. Brinkmann flüchtete aus dem Polizeiauto. Aktionen wie diese brachten dem begnadeten Fußballer Spitznamen wie "Ansgar Trinkmann" oder "Baccardi-Brinkmann" ein. Noch immer ärgert ihn sein Party-Image. "Ich trank kaum Alkohol, aber wenn ich trank, dann richtig."

Wo Brinkmann war, herrschte Chaos - und beste Unterhaltung. Mal saß er in Bielefeld mit einer Portion Pommes in der Teambesprechung vor Trainer Benno Möhlmann, mal buchte er sich mit Teamkollege Thomas Ziemer einen Clown für einen Tag, der sie unterhalten sollte.

Angar Brinkmann früher - Karriere bis in die Bundesliga

Die ausschweifende Lebensart ist die eine Seite des Ansgar Brinkmann, eine andere Facette ist sein ausgeprägter Ehrgeiz. Von ganz unten schaffte er es bis in die Bundesliga. Bevor er zu Eintracht Frankfurt wechselte, saß er in der Reserve des BV Cloppenburg in der Bezirksliga auf der Bank. Für Brinkmann waren es "die Niederungen der Kreisklasse, eine über der Thekenliga". Eine Strafmaßnahme, nachdem er die Einflussnahme eines Sponsors kritisiert hatte. Auf der Weihnachtsfeier sagte er: "Meine Damen und Herren, ich möchte niemandem zu nahe treten. Aber, ob bei uns der Trainer auf der Bank sitzt oder der Busfahrer, ist ungefähr das Gleiche."

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loc/kns/news.de/dpa

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