Von news.de-Volontär Christopher Rust - 08.04.2016, 13.01 Uhr

Daniel Stendel: Das wussten Sie noch nicht über den neuen Hannover-96-Trainer

Er ist erst wenige Tage im Amt des Cheftrainers von Hannover 96: Daniel Stendel. Doch wer ist der sympathische Nobody, der entweder das größte Fußball-Wunder verbringen wird oder mit den Roten den Gang in die zweite Liga antreten wird?

Übernimmt für die verbleibenden sechs Bundesligaspiele das Amt des Cheftrainers bei Hannover 96. Bild: dpa

Viel Zeit hatte er nicht, um sich einzugewöhnen und sein Team auf das Freitagabendspiel in Berlin gegen Hertha vorzubereiten. Doch die braucht Daniel Stendel, der neue Trainer von Hannover 96, vielleicht auch nicht. Schließlich kennt der 42-Jährige den Verein in- und auswendig. Stendel spielte über acht Jahre in der niedersächsischen Hauptstadt und war im Anschluss weiterhin in verschiedenen Trainerposten involviert. Und jetzt also als Sechs-Spiele-Trainer. Denn nach der Saison soll schon wieder Schluss sein als Bundesliga-Trainer. Doch ist er damit der Trainer mit der kürzesten Amtszeit? Und wie tickt Daniel Stendel privat? Das wussten Sie noch nicht über den neuen Hannover-96-Trainer...

1. Daniel Stendel: Trainer-Stippvisite in der Bundesliga

Daniel Stendel wird, wenn er den Trainerposten doch nicht länger als bis Saisonende begleiten wird, genau 40 Tage Cheftrainer von Hannover 96 sein. Damit ist er fast so lange Chef wie einst der legendäre "Feuerwehrmann" Jörg Berger, der nach sechs Wochen Hannover wieder verlassen musste. Udo Lattek wurde einst bei Borussia Dortmund für nur fünf Spiele engagiert und erhielt eine halbe Million D-Mark. Noch kürzer machte es die Trainer-Legende bei seiner Station in Köln. Den FC führte er nur für ein einziges Spiel aufs Feld.

2. Chef-Trainer und andere Geschenke

An seinem Geburstag, dem 4. April, stellte Hannover 96 Daniel Stendel offiziell als neuen Trainer vor. Seine Geburtstagsplanungen musste er kurzfristig wohl ändern, schließlich stand seine erste Trainer-Pressekonferenz und im Anschluss die erste Trainingseinheit an. Ob der Posten allerdings als Geschenk zu werten ist, ist fraglich. Denn der Verbleib in der Bundesliga scheint unmöglich. Zu groß ist der Abstand mit 10 Punkten auf den (vorerst) rettenden Relegationsplatz.

3. Tore, Tore, Tore

Als Spieler machte er das für Hannover, was der Verein jetzt so dringend benötigt: Tore schießen. Von 1999 bis 2006 ging er für die Roten auf Torejagd in der Bundesliga und war später auch für die zweite Mannschaft im Einsatz. Insgesamt bringt es der gebürtige Brandenburger aus Frankfurt/Oder auf 96 Spiele im Oberhaus und zwölf Tore. Doch sein Karriere-Highlight dürfte die Zweitligasaison 2001/02 sein, als er 96 mit 16 Treffern fast im Alleingang in die Bundesliga schoss. Später spielte er unter anderem auch mit dem späteren Weltmeister Per Mertesacker zusammen.

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