Tod von Ben Wettervogel: Suizid war von langer Hand geplant

Vor der Kamera wirkte Wettermoderator Ben Wettervogel, bürgerlich Benedikt Vogel, stets gut gelaunt und fröhlich. Doch nach seinem tragischen Selbstmord wird immer deutlicher, dass er privat sehr einsam gewesen sein muss, was offenbar auch Freundin Ilona Geissler nicht ahnte. Medienberichten zufolge war der Suizid lange geplant.

Vor der Kamera war Ben Wettervogel stets gut gelaunt. Bild: dpa

Zwei Tage ist es inzwischen her, dass Wettermoderator Ben Wettervogel tot in seiner Berliner Wohnung gefunden wurde. Nicht nur Fernseh-Deutschland ist von dieser Nachricht schockiert, sondern vor allem seine Freundin Ilona Geissler, seine Familie und seine engsten Freunde dürften noch immer schwer erschüttert sein. Denn wie es hinter der fröhlichen Fassade von Benedikt Vigel tatsächlich aussah, hatte offenbar niemand geahnt.

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Ben Wettervogel: Selbstmord von langer Hand geplant

Vier seiner engsten Freunde Hotta (68), Frank (53), Diethelm (56) und Pitti (68) sprachen mit der "Bild-Zeitung" und verrieten, wie Ben Wettervogel wirklich war, wenn die Kameras ausgeschaltet waren. Spendabel sei er gewesen, weshalb seine Freunde ihn liebevoll "Portemonnaie" nannten. Hatte einer von ihnen Geldsorgen, sei er stets hilfsbereit gewesen. Selbst Wanderschuhe und Balkonmöbel soll er einem der Freunde spendiert haben.

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Freunde in der Kneipe nannten Benedikt Vogel "Portemonnaie"

Kennengelernt hatten sich die fünf vor gut acht Jahren in der Kneipe "Steppender Bär" in Berlin. Vor allem in den letzten Monaten soll dies der Zufluchtsort von Ben Wettervogel gewesen sein. Hier soll er oft gesessen und vor sich hingestarrt haben.

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Erhielt Ben Wettervogel nicht genug Anerkennung im Job?

Ab und an sickerte in einem der zahlreichen Gespräche durch, dass Benedikt Vogel wohl unzufrieden mit seinem Job war. Zwar hat er seinen Job geliebt, doch nach Ansicht von Taxifahrer Wolfgang Herberer zu wenig Anerkennung erhalten. "Wenn er einen guten Tag hatte, hat er davon in der Kneipe geschwärmt."

Mit dem ZDF ging Ben Wettervogel in Frieden auseinander

Wie die "Bild-Zeitung" aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, habe der Jobverlust von Ben Wettervogel nicht zu seinem Freitod geführt. Mit dem ZDF soll er seinen Frieden geschlossen haben. Sein berufliches Scheitern schrieb er der Alkoholsucht und nicht dem Mainzer TV-Sender zu.

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Suizid von Benedikt Vogel über Monate hinweg geplant

Weiterhin will die "Bild-Zeitung" erfahren haben, dass der Freitod bereits monatelang geplant war. Die Tatwaffe besorgte sich Benedikt Vogel außerhalb von Berlin. Den Schalldämpfer benutzte er, um seine Nachbarn nicht zu stören. Auch die Freunde bemerkten Tage vor dem Selbstmord eine Veränderung an dem Moderator. Er habe öfter allein in der Kneipe gesessen und habe vor sich hingestarrt. Auch Fragen nach einem neuen Job in Mainz sei er ausgewichen. Am Montag dann die schreckliche Erkenntnis: Ben Wettervogel hat sich das Leben genommen.

Eine Obduktion hat laut "Bild-Zeitung" noch nicht stattgefunden.

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fro/zij/news.de

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