Sodomie Deutsche Tierbordelle beunruhigen Bundesrat

Es ist viel mehr als gewöhnliche Tierliebe. Wenn Menschen Sex mit Pferden, Kühen oder Hunden haben, gehen sie in Deutschland meist straffrei aus. Aus Tierschutzgründen will die schwarz-gelbe Bundesregierung nun Sanktionen gegen Sodomisten durchsetzen. Auch wegen aufkommender Tierbordelle.

Gemischte Tiere: Ziesel, Liger und Schiege
zurück Weiter Zonkey (Foto) Zur Fotostrecke Foto: CreativeCommonsLicensed/Flickr/Chris_Hertel

Sexualverkehr mit Tieren wird hierzulande seit 1969 nicht mehr verfolgt. Anders als etwa in England, der Schweiz oder den USA ist der, wenn man so will, einvernehmliche Beischlaf mit Schaf oder Pferd nicht strafbar. Nur, wenn dem Tier nachweisbar Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, bietet das Tierschutzgesetz eine Handhabe – bisher.

Denn das soll sich jetzt ändern, fordert der Bundesrat. Die Sodomie, genauer mit dem griechischen Wort Zoophilie für Tierliebe bezeichnet, soll künftig unter Strafe gestellt werden. Im Zuge der Reform des Tierschutzgesetzes soll ein Bußgeld gegen Sodomisten verhängt werden können. «Auch die Tatsache der inzwischen wohl auch in Deutschland aufkommenden ‹Tierbordelle› unterstreicht einen bestehenden Regelungsbedarf», schreibt der Bundesrat in seinem Vorstoß. Die Länderkammer sorgt sich vor professionellen Puffs für zoophile Menschen. Gibt es die tatsächlich?

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zurück Weiter Mensch, Hund und Schaf glücklich vereint. (Foto) Zur Fotostrecke Foto: Screenshot (petsami.com)

Oft tödlicher sexueller Missbrauch von Tieren

Der Deutsche Tierschutzbund kann sich solche Bordelle vorstellen. «Da es auch hierzulande Kreise organisierter Zoophiler gibt, wären zum Beispiel private Tierhalter denkbar, die entgeltlich ihr Haustier zur Verfügung stellen oder Landwirte, die Geld für den Zugang zu Nutztieren nehmen», sagte Tierschutzbund-Sprecher Marius Tünte in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.

Auch Tierärzte glauben an solche Bordelle. «In speziellen Internet-Foren tauschen sich viele Tausend angemeldete Mitglieder über diverse Techniken aus. Diese so genannten Zoophilen stehen offen zu ihren perversen Neigungen und halten sich Tiere zum Zweck des Geschlechtsverkehrs. Auch werden Tiere für solche Praktiken vermietet», schreibt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte in einer Stellungnahme. Die betroffenen Tiere würden starke körperliche und seelische Verletzungen erleiden und überlebten den sexuellen Missbrauch oft nicht.

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Die Zoophilen selbst bestreiten, dass es solche Tier-Puffs in Deutschland gebe. «Die Behauptungen, Tiere würden in zoophilen Haltungen vermietet oder zum Missbrauch gehalten werden, sind durch keinerlei wissenschaftliche oder kriminalistische Erkenntnisse belegt», behauptet der Verein Zeta - Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung – in seiner Stellungnahme. Deshalb seien die Tierbordelle dem Bereich der Mythen und Legenden zuzuordnen. Zudem sei Zoophilie nicht zwangsläufig sexuell.«Dieses Bild entspricht nicht der Realität, da Zoophile Tiere als Lebenspartner sehen und die Sexualität nur ein Teilaspekt dieser Beziehung ist», schreibt Zeta.

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Das Märchen der deutschen Tiersex-Bauernhöfe, wie es Zeta nennt, basiere auf einer Internet-Betrugsmasche, die bereits einige Jahre zurückliege, aber noch immer als Beweis für die Tierbordelle herangezogen werde. Damals gab es Online-Anzeigen unter dem Namen «Zoos4Zoos» und «Zoogruppe Deutschland», bei dem Zoophile gegen Vorkasse angeblich Mitglied in der Gruppe werden und mit Tieren sexuell verkehren könnten. Einige zahlten offenbar, doch zum Tiersex sei es nicht gekommen, betont Zeta. Stattdessen hätten sich die Initiatoren mit dem Geld aus dem Staub gemacht – und konnten trotz mehrerer Anzeigen und folgenden Ermittlungen nicht aufgespürt werden.

Ob es nun Tierbordelle gibt oder nicht: Nachdem der Bundesrat und zuletzt auch die Bundesregierung einer Novelle des Tierschutzgesetzes zustimmten, sind in den kommenden Wochen die Abgeordneten des Bundestages am Zug. Dort wird über die Änderungen im Tierschutzgesetz beraten, in dem neben der Sodomie auch die Ferkelkastration ohne Betäubung verboten werden soll. Ebenfalls soll der Schutz von Versuchstieren verbessert und Eingriffsmöglichkeiten bei ausufernder Population von freilaufenden Katzen ermöglicht werden.

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iwi/boi/news.de

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Leserkommentare (80) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ruth
  • Kommentar 80
  • 22.11.2014 12:52

Meines Erachtens ist auf unserer Welt nichts unmöglich. Der Mensch ist eine Bestie - egoistisch, selbstsüchtig und voll mangelnder Verantwortung. Rücksichtslos gegenüber Kindern und Tieren. Beide sind für ihn Mittel zum Zweck. Wer sich dieser Vergehen schuldig macht gehört weggesperrt, denn er ist und bleibt Gefahr für das Gemeinwohl. Wer ein Tier vergewaltigt, hat m.E. - schon bedingt durch seine Sucht - auch keine Scheu ein Kind oder einen Menschen zu vergewaltigen. Vergehen an Mensch und Tier - egal welcher Art - gehört extrem hoch bestraft.

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  • petra
  • Kommentar 79
  • 06.12.2013 10:51

Leider zeigt das mal wieder, dass eigentlich der Mensch die schlimmste Bestie die es auf der Welt gibt ist, denkt er kann alles machen, ohne auf irgendwas Rücksicht zu nehmen, so was gehört bestraft, so wie Sex mit Minderjährigen und Kindern, denn Tiere können sich genau so wenig wehren.

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  • Peiniger
  • Kommentar 78
  • 06.12.2013 09:03

An jeden der auch nur Ansatzweise solche Dinge toleriert, man sollte euch dafür verfolgen und sehr wehtun. lieber die armen Tiere vergewaltigen, die eh machtlos sind, weil der Mensch sich als Göttliches Wesen sieht, dass über alles und jeden bestimmen darf. perverse-orgie-paerchen-beim-sex-mit-hund-erwischt Der Mensch sollte langsam aussterben, man schämt sich einer von euch zu sein. Warum habt ihr nicht mit euren Kindern Sex oder ist das krank? Vllt hat das Kleinkind auch spaß, nur weil es in so´nem Alter noch nicht reden kann oder ist das krank?

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