Chef-Weisheiten Einblicke in den Büro-Horror

Wer lacht, hat noch Reserven (Foto)
Wer lacht, hat noch Reserven zeigt: Viele Chefs haben ein seltsames Humorverständnis. Bild: KiWi

Von news.de-Redakteur Michael Kraft
Motivation? Fairness? Kompetenz? Fehlanzeige! Viele Chefs sind ein Ekel, und sie lassen ihren Frust besonders gerne an ihren Mitarbeitern aus. Stefan Schultz hat für Wer lacht, hat noch Reserven die fiesesten Chefsprüche gesammelt - und nach den Ursachen geforscht.

«Büro ist Krieg und Krieg ist immer ungerecht.» Diese unsterbliche Spruchweisheit stammt von einem, der es wissen muss: Bernd Stromberg. Als Abteilungsleiter der Capitol-Versicherung versetzte er bei Pro7 in fünf Staffeln seine Kollegen, Kunden und Vorgesetzten in Angst und Schrecken - und sorgte beim Fernsehpublikum für reichlich Lacher.

Mittlerweile ist gar ein Stromberg-Kinofilm in Arbeit. Zum Erfolgsrezept gehört, wie nah das Treiben in der Capitol-Versicherung am real existierenden deutschen Büroalltag ist. Dafür liefert nun Stefan Schultz einen weiteren Beweis. Er hat für Wer lacht, hat noch Reserven echte Chef-Sprüche gesammelt und kommt zu der Erkenntnis: Wir leben in einer Stromberg-Republik.

Schultz, im Hauptberuf Wirtschaftsredakteur bei Spiegel Online, hat dabei mit seinen Usern zusammengearbeitet. Tausende Arbeitnehmer kamen seinem Aufruf nach, die Weisheiten und Gemeinheiten ihrer Chefs einzuschicken. Schultz hat sie für das Buch zusammengestellt, ergänzt um kurze Kommentare. Die besten Sprüche haben wir für Sie herausgesucht:

Das ist ein großes Lesevergnügen, durchaus vergleichbar mit dem Spaß, der Lehrersprüche zu einem festen Bestandteil von Abizeitungen gemacht hat. Auch hier erwächst der Humor oft aus der Tatsache, dass der ach so eloquente Boss völlig schiefe Sprachbilder benutzt, dass der allmächtige Vorgesetzte seine eigene Unfähigkeit offenbart oder dass der Chef treffsicher und gnadenlos die Schwächen seiner Mitarbeiter ins Visier nimmt. Hier können Sie das Buch für 7,99 Euro direkt bestellen.

Mitunter wirkt Wer lacht, hat noch Reserven zwar arg wahllos zusammengestellt. Neben den Chef-Sprüchen gibt es nämlich thematisch mehr oder weniger passende Zitate von historischen Figuren und aktuellen Prominenten. Dazu kommen ein Interview mit Stromberg-Erfinder Ralf Husmann und am Ende plötzlich zwei Ratgeberkapitel mit Tipps zur Selbstverteidigung gegen fiese Chefs.

«Stromberg»
Seine schlimmsten Sprüche
Stromberg (Foto) Zur Fotostrecke

Aber dank des Ansatzes, mehr zu bieten als nur schockierende, entlarvende oder amüsante Aphorismen, wartet das Buch auch mit ein paar ernsthaften und lesenswerten Hintergründen zur Arbeitswelt auf. Schultz ergründet, was Steve Jobs zu einem so vorbildlichen Chef machte. Er macht deutlich, warum viele Chefs so schlecht aufs Führen ihrer Mitarbeiter vorbereitet sind. Er lässt einen Psychologen erklären, warum es normal und sogar gut für die Firma ist, wenn der Chef ein Angeber ist, der sich selbst überschätzt. Und er liefert spannende Zahlen über das Ausmaß, in dem Angestellte längst innerlich gekündigt haben - und welchen wirtschaftlichen Schaden das anrichtet.

Das Highlight bleiben trotzdem die Einblicke in die Abgründe deutscher Büros. Am Ende der Lektüre von Wer lacht, hat noch Reserven muss man sicher sein: Dort herrschen nicht Motivation, Fairness und Kollegialität, sondern Sexismus, Inkompetenz und Arroganz. Das Arbeiten in der Stromberg-Republik ist der blanke Horror. Und manch ein Angestellter wird womöglich froh sein, wenn der Chef selbst die Kündigung in einen Kalauer verpacken möchte: «Kommen Sie doch bitte mal in mein Büro. Es ist auch das letzte Mal.»

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Autor: Stefan Schultz
Titel: Wer lacht, hat noch Reserven. Die schönsten Chef-Weisheiten
Verlag: KiWi
Umfang: 160 Seiten
Preis: 7,99 Euro
Erscheinungsdatum: bereits erschienen

ham/news.de

Leserkommentare (36) Jetzt Artikel kommentieren
  • Siegfried Kunze
  • Kommentar 36
  • 27.04.2012 09:22
Antwort auf Kommentar 35

Ja, ja immer dass letzte Wort, typisch für Ihregleichen. Ich weiß sehr wohl zu selektieren aber bei dem ganzen Gedöns kommen mir die Tränen. Mit der Unzufriedenheit Ihrerseits ist das so eine Sache auf der einen Seite ja, aber auf der anderen Seite klingt auch Opportunismus an. bezüglich meines Geistes machen Sie sich mal keine Sorgen, ich habe da schon anderen gezeigt was dahinter steckt. Wenn ich hier über gewisse Leute ein Piktogramm anfertigen müßte ,so wäre dies ein durchgestrichenes Gehirn. Na dann frohes Nachdenken!

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  • hpklimbim
  • Kommentar 35
  • 27.04.2012 08:06
Antwort auf Kommentar 34

Sie belegen zum nunmehr wiederholten Male, dass Sie grundsätzlich nicht in der Lage sind, Kommentatoren mit zum Teil völlig unterschiedlichen Meinungen auseinander zu halten. Von den jeweiligen Themen brauche ich erst gar nicht zu reden. Daran ändern auch Ihre lateinischen Zitate nichts. Denn über den Geist, den Sie damit beanspruchen wollen, verfügen Sie nicht. Sie können damit auch Ihre Stammtischparolen nicht überdecken. Und dass ich mit diesem Staat nicht zufrieden bin, haben Sie anscheinend auch noch nie begriffen oder begreifen wollen. So bringt das nichts. Und Tschüss bei diesem Thread.

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  • Siegfried Kunze
  • Kommentar 34
  • 25.04.2012 18:36

Aus Ihrem Gelaber spricht voll der Klugsch...-Wessi ! Wenn ich Zitate bringe, dann habe ich auch überprüft ob sie passen! Da ich mich nur von Menschen beleidigen lasse ignoriere ich den Spießer und ich mache meinen Mund auch an anderer Stelle gegen diesen Verbrecherstaat auf, hier bringt das nichts ,denn ein großer Teil der " Kommentatoren" will sich nur selbst profilieren. Für mich ist es egal ob Sie, Rag, JR oder sonstige Witzfiguren, alles läuft nur auf einen Punkt, stoisches BLABLA zu allen Themen ob`s passt oder nicht, alles Abbilder dieser pervertierten Gesellschaft die man hassen muß!

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