Natürlich gesund Die besten Hausmittel bei Erkältung

Die Nase läuft, der Hals schmerzt, ein lautes Niesen bahnt sich seinen Weg. Wer erkältet ist, muss sich mit lästigen Symptomen herumschlagen. Wir verraten Ihnen, was Sie schnell wieder auf die Beine bringt - und das ganz ohne Rezept vom Arzt.

Heilmittel (Foto)
Inhallation hilft bei Erkältungen. Bild: DAK/ Hanuschke und Schneider

Omas Hausrezepte gegen Erkältungen erfeuen sich großer Beliebtheit, denn sie wirken. Das Beste daran: Sie lindern lästige Symptome wie Schnupfen und Husten auf natürliche Weise. Die meisten Zutaten wie Zwiebeln, Essig und Salz hat zudem jeder zu Hause, da sie zur Grundausstattung des Vorratsschrankes gehören. Wer auf Chemie aus der Apotheke verzichten will, probiert's mit folgenden Hausmitteln:

Ingwer hat einen wärmenden Effekt und löst therapeutisches Schwitzen aus. Die unscheinbare Wurzel enthält den Scharfstoff Shogaol, der Hustenreiz lindert. Darüber hinaus soll Ingwer leicht antibakteriell wirken und gut gegen Schnupfen, Halsentzündungen und Schüttelfrost helfen. Wer erkältet ist, genießt daher alle drei bis vier Stunden einen Ingweraufguss. Dafür drei Scheiben Ingwer mit heißem Waser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen.

Natürliche Hilfe: Gesund und schön mit Omas Hausmitteln

Inhalieren hilft sehr gut gegen eine Schniefnase, Husten und Heiserkeit. Dafür geben Sie einige Tropfen Eykalyptus- oder Kamilleöl in eine Schüssel und gießen kochendes Wasser auf. Danach einfach den Kopf darüber halten, mit einem Tuch abdecken und die Dämpfe einatmen. Die feuchte Wärme löst Schleim in Bronchien und Nebenhöhlen. Statt des Öls können Sie auch einen Esslöffel Thymian oder Kamilleblüten (Apotheke) verwenden. Achtung: Es besteht Verbrühungsgefahr.

Tee aus Holunderblüten, Pfefferminze und Ingwer wirkt besonders wohltuend auf den entzündeten Rachen und ist zudem fiebersenkend. In der Apotheke und in Drogerien gibt es bereits fertige Teemischungen. Gießen Sie diese nach Packungsangabe mit drei bis vier Scheiben Ingwer auf und trinken Sie den Sud. Beruhigend und antibakteriell wirkt frischer Ysop-Tee.

Senfbäder heizen Erkältungen richtig ein. Vor allem Schnupfen und Kopfschmerzen werden gelindert. Dafür 150 bis 200 Gramm Senfmehl ins warme Wasser geben und zehn bis 15 Minuten darin relaxen. Sobald es auf der Haut brennt oder diese kribbelt, sollten Sie lieber aus der Wanne steigen. Doch zuerst die Senfreste gründlich mit warmem Wasser vom Körper spülen. Alternativ machen Sie morgens und abends ein Senffußbad. Dafür rühren Sie drei Teelöffel Senfpulver in drei Liter heißes Wasser und gießen das in eine Plastikschüssel. Wenn die Wohlfühltemperatur (35 Grad Celsius) erreicht ist, baden Sie darin Ihre Füße etwa zehn Minuten lang. Bedecken Sie zudem den Kopf mit einem Handtuch. Das steigert die Wärme im Kopfbereich. Variante: Mit kaltem Wasser anfangen und nach und nach mit heißem Wasser auffüllen. Die Senfreste anschließend gründlich mit warmem Wasser abspülen.

Tigerbalsam hilft gut bei verstopfter Nase. Dafür die Salbe auf die Brust und den Nacken auftragen und danach gründlich die Hände waschen. Die Dämpfe aus Menthol, Kampfer, Cajeputöl und ätherischen Ölen werden eingeatmet, lockern den Husten und machen die Nase frei. Sie können aber auch ätherische Öle wie Eukalyptus, Kampfer und Fichtennadel zum Einreiben verwenden. Verschiedene Kombinationen gibt es in der Apotheke. Lassen Sie sich beraten!

Essigwickel kommen traditionell bei Fieber zum Einsatz. Dafür einen Liter kaltes Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig mischen, Tücher darin tränken, ausdrücken und um die Waden wickeln. Schlagen Sie um die Beine ein Handtuch, damit diese nicht auskühlen. Nehmen Sie die Wickel ab, sobald sie sich auf Körpertemperatur erwärmt haben. Drei bis vier Vorgänge genügen meist, um den Körper wieder in Richtung Betriebstemperatur zu bringen.

Quarkwickel lindern Halsentzündungen und helfen bei Heiserkeit. Dafür den kalten (nicht kühlschrankkalten) Quark einen halben Zentimeter dick auf eine Kompresse streichen und von den Seiten her einschlagen. Legen Sie das Päckchen mit der einlagigen Seite auf den Hals. Sie können den Wickel nach etwa 15 Minuten wieder entfernen - oder wenn er trocken geworden ist.

Zwiebelsaft kann das Abhusten von hartnäckigem Schleim in den Bronchien erleichtern. Kochen Sie dafür je 100 Gramm gehackte Zwiebeln und Kandiszucker, bis sich der Zucker löst. Danach den Saft abseihen und abkühlen lassen. Nehmen Sie davon täglich je einen Esslöffel ein.

Hühnersuppe wird eine infektlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Eine US-Studie bestätigt: Die Inhaltsstoffe der Suppe wirken antibakteriell und erhöhen die Körpertemperatur. Dafür ein Suppenhuhn und kleingeschnittenes Gemüse wie Lauch, Sellerie und Karotten sowie Lorbeerblätter, Wachholderbeeren und Petersilie in ausreichend Gemüsebrühe eineinhalb Stunden köcheln lassen. Suppenhuhn aus der Brühe nehmen, zerkleinern. Das Fleisch und die gegarten Suppennudeln in die Brühe geben und servieren.

Eine Nasendusche mit Salz lindert Schnupfen, da es das Abschwellen der Nasenschleimhäute fördert. Mischen Sie dafür neun Gramm Salz mit einem Liter abgekochtem Wasser und verwenden Sie eine handelsübliche Nasendusche zur Spülung der Nasenhaupthöhle.

sca/zij/news.de

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