Frank Elstner

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Schlaganfall: Alarm bei kurzen Aussetzern

Meistens dauert der Aussetzer nur einen kurzen Moment. Ein taubes Gefühl schleicht sich etwa in Hände und Finger, dazu gesellt sich ein Kribbeln und der Arm will nicht mehr gehorchen. Solche Beschwerden können Vorboten eines Schlaganfalls sein.

Wer nach den ersten Vorboten sich auf einer neurologischen Station behandeln lässt, kann einen Schlaganfall verhindern. Bild: dpa

Nach wenigen Minuten ist der Spuk schon wieder vorbei und die Beschwerden sind wie weggeblasen. "Solche kurzzeitigen Taubheits- und Lähmungserscheinungen werden oft nicht ernst genommen", bemängelt Professor Otto Busse, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Dabei: Wer früh reagiert, kann das Risiko für einen sich ankündigenden Schlaganfall deutlich senken.

Kleiner Schlaganfall: Vorsicht bei kurzen Aussetzern im Kopf (TIA)

Die kurzen Aussetzer sind unter dem Namen TIA (Transitorisch-ischämische Attacke) bekannt. Ein kleiner Blutpfropfen verstopft für kurze Zeit eine Arterie, bestimmte Hirnareale werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und die von dort gesteuerten Körperfunktionen fallen aus. "Eine TIA ist im Grunde ein kleiner Schlaganfall", erläutert Professor Ulrich Sliwka, Neurologe am Remscheider Sana-Klinikum und Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.

Die Verstopfung löse sich bei der Attacke in den meisten Fällen innerhalb weniger Minuten. Dies sei allerdings kein Grund, sich in Sicherheit zu wiegen: Denn laut Studien erlitten etwa 15 Prozent der nicht behandelten TIA-Patienten schon innerhalb eines Monats einen sogenannten großen Hirninfarkt.

Gehirnaussetzer-Symptome für Transitorisch-ischämische Attacken

Die kurzen Ausfälle können sich sehr unterschiedlich äußern. Neben Lähmungen in Armen und Beinen kann auch das Berührungsempfinden versagen oder das Sehvermögen ist beeinträchtigt. Häufig ist auch ein taubes Gefühl in einer Gesichtshälfte. Typisch ist zudem ein nuschelndes Sprechen. "Bei manchen Patienten löst sich auch buchstäblich die Grammatik auf", berichtet Sliwka. Die gesprochenen Wörter seien zwar klar verständlich, die Sätze ergeben aber keinen Sinn.

Neurologische Aussetzer schnell behandeln

Selbst von Ärzten würden die Symptome immer mal wieder falsch beurteilt, bemängelt Sliwka. Dabei gehörten Patienten mit einer TIA in eine Klinik mit einer speziellen neurologischen Abteilung, einer sogenannten Stroke Unit. Sind die Symptome noch nicht abgeklungen, kommt auch eine spezielle Lyse-Therapie in Frage, die Verstopfungen in den Gefäßen lösen kann. Eine solche Behandlung ist allerdings nur bis zu viereinhalb Stunden nach Einsetzen der ersten Anzeichen möglich, betont Sliwka: "Deshalb ist schnelles Handeln gefragt."

Risiko für weitere Schlaganfälle kann um 80 Prozent gesenkt werden

Nach Angaben der DSG kann die schnelle Behandlung einer TIA in einer Stroke Unit das Risiko weiterer Schlaganfälle um bis zu 80 Prozent senken. Dort könne auch mit speziellen Reha-Maßnahmen wie Krankengymnastik oder einer logopädischen Behandlung begonnen werden, sagt Sliwka.

Schlaganfall vorbeugen

Gegen einen Schlaganfall lässt sich indes bereits einiges tun, bevor Warnzeichen wie eine TIA auftreten. Besonders ein zu hoher Blutdruck begünstige Hirninfarkte, warnt Busse: "Wird der Blutdruck gesenkt - etwa durch regelmäßige Bewegung - sinkt auch das Risiko beträchtlich." Schädlich sei zudem fettreiche Ernährung, die zu Übergewicht und hohen Cholesterinwerten führe. Dazu sollten insbesondere Patienten mit Herzerkrankungen, Diabetes, Durchblutungsstörungen in den Beinen und Thrombose besonders aufmerksam sein.

Von der Vorbeugung mit Vitaminpräparaten und speziellen Bluttests, bei denen der sogenannte HomocysteinHomocystein ist eine Aminosäure. Erhöhte Blutwerte für Homoystein können eine Schädigung der Blutgefäße zur Folge haben und damit zu einer erhöhten Thromboseneignung führen. Das kann sowohl einen Herzinfarkt sowie auch einen Schlaganfall herbeiführen. -Wert bestimmt wird, halten derweil beide Experten wenig. "Der Homocystein-Wert allein ist zur Bestimmung des Schlaganfall-Risikos nicht aussagekräftig", betont Sliwka. Zudem sei durch Studien erwiesen, dass die Einnahme von Präparaten wie Folsäure oder Vitamin B12 das Hirninfarkt-Risiko nicht senken könne. Busse: "Regelmäßiger Sport nützt in jedem Fall mehr als teure Vitamintabletten."

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kat/ruk/kns/news.de

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