Wenn Schwiegermama im Schlafzimmer schnüffelt
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Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
Artikel vom 16.01.2011
Jaja, die Schwiegermutter. Sie nervt manchmal. Aber nicht immer lässt sich das Problem so leicht abtun. Überwachung und Verleumdung - Ruth Gall hat erlebt, wie eine Frau ihr Leben zur Hölle machte. Und seitdem mehr als 100.000 leidende Schwiegertöchter beraten.
Alles fing an mit einer Mutter. Mit der Mutter ihres Mannes. Vor 15 Jahren war Ruth Gall am Ende. Dabei war ihre Schwiegermutter immer lieb und gut zu ihr. Aber hintenrum ging es ganz anders zu, Gall spricht heute von Verleumdung und Rufmord. Damals suchte sie einfach ein paar Leute zum Reden. Seitdem hat sie mehr als 100.000 verzweifelte Schwiegerkinder - viele Töchter und auch ein paar Söhne - getröstet und beraten.
Die Figur Schwiegermutter rangiert auf der Unbeliebtheitsskala gleich hinter der bösen Stiefmutter. Warum gerade die Mütter von Söhnen der Jungfamilie schaden, darüber gibt es inzwischen sogar wissenschaftliche Erkenntnisse, wie die Wochenzeitung Die Zeit kürzlich aufschrieb: Der Gießener Evolutionsphilosoph Eckart Voland untersucht seit Jahren die Ursachen familiären Zwists und ist durch die Auswertung historischer Daten auf einen Störenfried gestoßen, der sich in vier Jahrhunderten und sieben Regionen von Friesland bis nach Gambia manifestiert: Die Schwiegermutter der Ehefrau. Warum das so ist? Die Mutter des Sohnes ist traditionell daran interessiert, die «sexuellen Monopolisierungsversuche der Söhne zu unterstützen», erklärt Voland der Zeit. Um zu vermeiden, dass die Schwiegertochter etwa fremdgeht - und ein Kuckuckskind ins Familiennest legt. Ein evolutionäres Misstrauen, wie er es nennt, führt zur Überwachung der Schwiegertochter.
Für Ruth Gall, die seit 15 Jahren von Kopf bis Fuß in der Materie steckt, ist jedoch gar nicht das Schwiegerelement die Wurzel des Übels. «Es ist ein Problem zwischen Eltern und Kind, das bekomme ich als Schwiegertochter nur alles mit», lautet ihre Theorie. Besitzansprüche und das Nicht-Loslassen-Können seien keine Probleme von gestern: «Es werden Kinder geboren, die haben schon eine Funktion, bevor sie auf der Welt sind. Als Erben und auch als Rentensicherer.» Mit der steigenden sozialen Unzufriedenheit nehme das Problem eher noch zu: «Die Kinder sollen es wieder wettmachen und werden als Leibeigene herangezogen.»
Ein Schwiegerkind wird da zum Störfaktor. Dabei lässt sich für Gall das Elend nicht auf die arme -tochter fokussieren. Auch Männer hätten unter den Müttern ihrer Frauen zu leiden - aber sie sprächen weniger darüber und gestünden vor allem die Niederlage nicht ein, wenn die Mütter ihre Töchter zurückerobern.
Der schlimmste Terror ist das Gutmeinen
Die an der eigenen Erfahrung geschulte Therapeutin beschreibt ein üppiges Schwiegermutter-Repertoire: Zum Basisprogramm gehöre die Stichelei wegen zu großer Nase, blöder Lache oder mangelnder Kochkünste genauso wie das Lästern hinter dem Rücken und das eigenmächtige Betreten des Schlafzimmers, Durchwursteln von Schränken und Öffnen der Kontoauszüge.
Systematischer wird der Psychoterror durch ständige Kontrollanrufe. «Das kann man schon als Stalking auslegen», findet Gall. Die Verleumdungen können sich bis ins berufliche Umfeld der Schwiegertochter ausdehnen. Und es gehe so weit, dass das junge Paar in Angst und Schrecken versetzt wird. «Da wird zum Beispiel der Strom abgedreht und dann gesagt, es war doch gar nichts.»
Doch auf Ruth Galls persönlicher Terrorskala ganz oben steht das «Gutmeinen». Das hat sie auch auf ihrer Website manifestiert, wo unter «Was ich nicht gerne mag» steht: «Penetrantes «gut meinen», Intrigen, aggressive Märtyrer, Manipulation...» Jemand, der es immer gut meine, sei dominant und versuche, anderen seinen Willen aufzuzwingen, sagt sie im Gespräch mit news.de. «Damit können sie jemanden beherrschen, und man kann sich nicht wehren, weil: Sie meint's ja nur gut. Wenn man ständig bewacht und bevormundet wird, das ist Horror pur.» Solche Fälle machen in ihrer Statistik 95 Prozent aus.
Damit die Partner begreifen, was ihre Mütter eigentlich anrichten mit dem Gutgemeine, schlägt Gall in ihren Beratungen vor, ihnen einen Gutmein-Tag zu schenken. Der beginnt dann am Morgen gleich mit einem Kräutertee statt dem geliebten Kaffee - und dem Satz: «Ich mein's doch nur gut.»
Ihre Antwort darauf ist inzwischen knallhart: «Dann mein's mal nicht gut.» Härte und Konsequenz sind für sie der einzige Weg, mit dem Schwiegerproblem fertig zu werden. Abgrenzen und deutlich «nein» sagen. Und wenn am Abend doch wieder das Essen vor der Tür steht, soll man es zurückgeben. «Die Botschaft muss sein. Ich hol mir gern einen Rat, wenn ich dich brauche. Aber: Ich mach meine Sachen selbst.»
Schwiegermütter stellen -töchtern bis in die Selbsthilfegruppe nach
Ruth Gall ist als Schwiegerterror-Beraterin eine Kapazität - und wird ganz davon aufgesogen. Wenn sie morgens aufsteht, schaltet sie als erstes den Rechner an, schaut in ihre Mails und ins Forum und beginnt, Anfragen zu beantworten. «So geht es mit Unterbrechungen den ganzen Tag über, sieben Tage die Woche.» Zu Weihnachten seien es täglich über 100 gewesen, manchmal nur fünf oder zehn. Als sie vor 15 Jahren anfing, brach bei ihr in Augsburg regelmäßig die Telefonleitung zusammen.
Damals gab es auch echte Selbsthilfetreffen, bundesweit. Doch sie sei irgendwann nicht mehr in der Lage gewesen, die Sicherheit für die Teilnehmer zu gewährleisten. «Es gab Schwiegermütter, die haben ihren Schwiegertöchtern nachgestellt bis in die Gruppen rein, Gruppenleiterinnen wurden von Männern angegriffen, die nicht wollten, dass sie Interna erführen.» Häufig geht es auch um körperliche Gewalt. Fälle, wo der Sohn als Kind von der Mutter mit dem Kleiderbügel blutig geschlagen wurde und sich anschließend dafür bedanken musste. «So etwas höre ich viel», sagt Gall.
Zum 85 Prozent sei ihre Unterstützung erfolgreich. Damit meint sie, dass ein Weg gefunden werde, mit dem Problem zu leben. Die radikalste Lösung fand Ruth Gall für sich selbst. Sie habe sich von ihrer Schwiegermutter «scheiden» lassen - mit deren Sohn ist sie weiter glücklich verheiratet.
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Die Kinder nicht ihr eigenes Leben leben lassen, den eigenen Maßstab auch einzugrenzen und nicht auf die längst erwachsenen Kinder und noch deren Kinder und Wohnung auszudehnen. Mein Mann redet zur Zeit unseren Kindern in das Studium rein, weil ihn da selbst etwas interessiert und setzt sich damit einfach über ihre Eigeninteressen (man braucht auch Ruhe um sich selbst zu entscheiden) hinweg. Das wird so nicht gut gehen. Räumlicher Abstand ist immer ein gutes Hilfsmittel und eine undurchdringliche abschließbare Tür, zu der der/die Chefobersorger/in KEINEN Schlüssel hat!!!
jetzt antwortenKommentar meldenSchlüsselfigur ist meiner Meinung nach der Sohn der Schwiegermutter - der eigene Ehemann. Ich stand dem Gutmeinen ziemlich hilflos gegenüber, weil wir keine Wohnungstür zum Schließen hatten, meine "Waffe" war allein das Kindergitter (Omagitter) an der Treppe, um etwas Übersicht zu behalten. Ständig ein Schälchen selbstgekochten Apfelmus von den selbst zusammengeklaubten Äpfeln aus dem Garten... Weckkdienst spätestens um 8 Uhr, denn "es könnte ja etwas passiert sein". Und tötliches Beleidigtsein, wenn man mal "nein, muß das jetzt sein" sagt. Die Kinder bei sich "haben wollen", es war ätzend.
jetzt antwortenKommentar meldenDie alte Einsicht:zum Terrorisieren braucht es immer mindestens zwei.-Ludwig XIV soll als junger Mensch zu seinen Räten,die schon unter seinem Vater im Amt waren,gesagt haben:Danke,dass Sie meinen Vater beraten haben.-Sie werden auch mich beraten,WENN ICH SIE DARUM BITTE.-Sollten Sie mich ungefragt beraten,kommen Sie ins Gefängnis.-Soviel dazu. x8p6b
jetzt antwortenKommentar meldenTja, manchmal ist es auch der Schwiegervater, der andauernd in unserer Wohnung war und (auch in unserer Abwesenheit) diverse Dinge ohne Aufforderung oder Bitte in die Hand genommen hat: Beispiel:Bilder aufhängen, Möbel zusammen bauen usw. usf. Mein Tipp: Nicht mit Eltern oder Schwiegereltern in ein Haus ziehen, mindestens "Hausschuhabstand"
jetzt antwortenKommentar meldendas ist alles irgendwie lustig und dabei auch schlimm, wenn man selbst betroffen ist. Es ist die Langeweile der älteren Menschen und die fehlende Liebe. dadurch ist es schwer loszulassen, obwohl die Alten es selber merken, wie nervend sie sind. öfter mal Danke sagen und ein Kärtchen aus dem Urlaub senden, oder mal Blumen schicken. Aber am Besten, man wohnt weiter weg, dann hat man Ruhe. Wenn das Ehepaar unglücklich lebt, dann fehlt aber wieder die Mutti zum Ausheulen, gelle ? Wie machen es bloß die Großfamilien in Italien ? Da ist die Mama der anerkannte Boss und will dies vielleicht garnicht
jetzt antwortenKommentar melden...das ist ja schon heftig! Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber aus der Ferne sieht es so aus, wie die berühmte "Kehrseite der Medaille"- der Artikel benennt es: "...ich habe es doch nur gut gemeint!"! Kann es sein, dass dem Sohn der Umgang mit der Schwiegertochter - offen oder insgeheim - vorweg verübelt wurde ("die is' nix für dich!")? Eigentlich hätte der Sohn von vornherein für klare Verhältnisse sorgen müssen, aber wie soll das gehen, wenn er vermutlich immer unselbstständig gehalten wurde? So entstand unnötiges Konfliktpotential, und die Schwiegertochter macht die "Schotten dicht"
jetzt antwortenKommentar meldenSo ist es , wenn man sein Vermögen nicht schnell genug übergeben kann. Eine Übergabe wäre nach dem Tot noch früh genug gewesen. Um etwas möglichst bald zu bekommen wäre im anderen Fall Enkel und Eltern fast jeden Tag gekommen. So aber, ärgert man sich und holt sich einen Herzinfarkt. Man konnte sich noch nie eine Liebe erkaufen.
jetzt antwortenKommentar meldenWeil Sie ja beten, möchte ich Ihnen etwas wichtiges sagen. Gott vergilt nicht, er vergibt. Sie sollten für die Familie Ihres Sohnes um Segen bitten. Vielleicht heilen dann sogar Ihre Verletzungen. Bitte geben Sie nicht auf!
jetzt antwortenKommentar meldenMänner müssen sich endlich emanzipieren und dagegen ankämpfen, dass allein die "Frauen-Sicht" der Dinge das stets "Richtige" auf der Welt sowie im gemeinsamen Umgang miteinander sind. . Frauen sind nicht die "Unschuld", sie tragen den gleichen Anteil an Mißverständnis, Leid, Kummer und Gewalt... ...mit dem Unterschied, dass Frauen oftmals der "Auslöser" von Gewalttätigkeiten sind, sie reizen bis zur Weißglut und finden erst dann ein Ende, wenn z.B. Gewalt ausbricht. . Dann allerdings heucheln Sie Unschuld und Untegerlegenheit. . Ich bin gegen Gewalt, aber auch Frauen sind gewalttätig vor allem
jetzt antwortenKommentar meldenBerät diese Dame auch Eltern von Söhnen die von Ihren Schwiegertöchtern tyrannisiert wurden oder werden? 7 Jahre haben wir nun schon unsere geliebten Enkel nicht mehr gesehen. Wurden sogar von einem Rechtsanwalt bedroht obwohl wir alles für unseren Sohn und seine Familie getan haben. Immobilien überschrieben für mehrere 100.000 Euro und auch Bargeldgeschenke gemacht. Aber eine Hexe bleibt eine Hexe. Dieser Frau verdanke ich sogar einen Herzinfarkt. Irgenwann wird sie und auch der Sohn dafür bestraft. Wir beten täglich dafür.
jetzt antwortenKommentar meldenHihi, gut erkannt.. und so schliesst sich der Kreis, denn die Frauen beklagen sich immer über die verhaltensweisen mancher Männer... dabei sind sie letztlich selbst dafür verantwortlich... Wer das Glück hatte von einer Mutter erzogen worden zu sein, die nicht in das "Standardschema" von vor 50 Jahren passte, wird über solche "Auswüchse" sicher eher schmunzeln
jetzt antwortenKommentar meldenEin Paradoxon: wenn Frauen ihre Männer oder Söhne beHERRschen wollen! Das ist ihnen offenbar angeboren, denn sie kümmern sich ja zuerst um die Babys und Kleinkinder - und sagen denen natürlich, wo es langgeht. Werden die Kinder dann größer, bleibt es bei der Gewohnheit. Ergo gehen viele Frauen davon aus, die Männer seien eine unterentwickelte Spezies, und nur die Frauen hätten weiterhin das Sagen.
jetzt antwortenKommentar meldenEbenso schlimm und ehezerstörend ist aber, wenn Väter nicht von ihren Töchtern loslassen können, da könnnen wir ein Lied davon singen und wenn dann der Schwiegervater dann einst noch bei der Stasi der DDR gearbeitet hat, dann hatte dessen Schwiegersohn nichts zu lachen! Das Ehepaar zog dann 400 km weg, um Abstand zu gewinnen, doch bekanntlich gibt es auch Telefon und dann ging der Terror zur Rückführung der Tochter weiter. Nach 2 Jahren ging diese zunächst harmonische Liebes-Ehe dann in die Brüche! Sie "mußte" dann wieder zu ihrem Vater ziehen, danach hörte man nie wieder etwas von ihr...
jetzt antwortenKommentar meldenSchade........oder bist du im Selbstbedienungsladen gross geworden
jetzt antwortenKommentar meldenDas Problem mit schnüffeln hat man nur wenn Schwiegermama mit im Haus wohnt oder sie den Schlüssel für die Wohnung hat.Also wen das nervt schmeisst sie raus, zieht ausoder nehmt ihr den Schlüssel weg und Ruhe ist.
jetzt antwortenKommentar meldenEs gibt auch sehr gute Schwiegermütter ! Nicht nur böse!
jetzt antwortenKommentar meldenMein Gott,--- Lasst doch die Schwiegermütter im Schlafzimmer schnüffeln,vielleicht wollen sie ja nur einen gepflegten Dreier. Eventuell wollen sie ja auch ihrem hilflosen und unselbst- ständigen Sohn / Tochter zeigen,wie es in letzter Konsequenz geht.Da solcherart Mütter ihre Kinder als Eigentum betrachten und nicht loslassen können. Ihr ganzer Stolz ist offenbar ein unselbstständiges Kind,was immer nach Mammi ruft,weil nie abgenabelt.
jetzt antwortenKommentar meldenWie gut, dass ich nicht verheiratet bin.
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