Fürst Albert und Charlène von Monaco: Tod war "kein Unfall" – Fürstentum von rätselhaften Verbrechen überschattet

Sein Vater schließt sowohl einen Unfall als auch Suizid kategorisch aus – der Tod von Antoine de Massy, Cousin von Fürst Albert, wirft weitere Fragen auf. Ein 42-Jähriger sitzt derweilen in Untersuchungshaft. Die Hintergründe.

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Sein Tod hinterlässt eine Lücke: Fürst Albert und Fürstin Charlène (hier mit ihren Kindern) trauern um Antoine de Massy, der im Alter von 29 Jahren aus noch ungeklärten Gründen verstarb. (Foto) Suche
Sein Tod hinterlässt eine Lücke: Fürst Albert und Fürstin Charlène (hier mit ihren Kindern) trauern um Antoine de Massy, der im Alter von 29 Jahren aus noch ungeklärten Gründen verstarb. Bild: picture alliance/dpa/Philipp von Ditfurth
  • Monaco trauert um Fürst-Albert-Cousin Antoine de Massy (29)
  • Vater Christian de Massy bricht sein Schweigen – "Er war mein Leben"
  • Baron schließt Unfall und Suizid kategorisch aus
  • Nach tödlichem Sturz aus 13 Metern – Ermittlungen gegen 42-Jährigen dauern an

Monaco nimmt heute Abschied von Antoine de Massy. Der 29-Jährige, ein Cousin von Fürst Albert (68), war am 25. Oktober leblos in einem Park des Fürstentums entdeckt worden. Die Trauerfeier findet in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée statt.

Fürst Albert und Fürstin Charlène von Todesfall tief erschüttert

Der Tod des jungen Mannes erschütterte die gesamte Fürstenfamilie zutiefst. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène reagierten mit einer bewegenden Stellungnahme auf den Verlust. Darin betonten sie, dass Antoine der Enkel von Prinzessin Antoinette war – der älteren Schwester von Fürst Rainier III.

Sein Vater, Baron Christian de Massy (77), äußerte sich nun erstmals in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zum Tod seines einzigen Sohnes. Seine Worte lassen dabei aufhorchen – denn er schließt sowohl einen Unfall als auch Suizid kategorisch aus.

"Er war mein Leben" – Vater vonAntoine de Massy bricht sein Schweigen

Die Trauer des 77-jährigen Barons ist grenzenlos. Seinen Sohn beschrieb er als "Jungen mit einem großen Herzen" und machte unmissverständlich klar: "Er war mein Leben." Jeden einzelnen Tag habe er mit Antoine verbracht – 29 Jahre lang seien sie unzertrennlich gewesen.

Besonders erschütternd schilderte Christian de Massy den Augenblick, in dem die Nachricht ihn erreichte. Sein Neffe Sébastien habe ihm mitgeteilt, dass es für Antoine keine Hoffnung mehr gebe. Der Baron konnte den Verlust nicht fassen und antwortete: "Aber wenn er verschwunden ist, dann lass uns ihn suchen gehen." Diese Worte verdeutlichen, wie unfassbar der plötzliche Tod für den Vater bis heute bleibt.

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"Es war absolut kein Unfall" – Fürstentum Monaco von möglichen Verbrechen überschattet

Bei der Frage nach den Todesumständen wurde der Baron unmissverständlich. "Es war absolut kein Unfall und auch kein Suizid, nichts dergleichen", erklärte er gegenüber dem "Corriere della Sera". Nähere Details könne er jedoch nicht nennen, da die Ermittlungen noch andauerten.

Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte Antoine aus rund 13 Metern Höhe in einen Garten an der Larvotto-Promenade. Seine Familie hatte die Polizei verständigt, nachdem er nicht zu einem gemeinsamen Essen erschienen war. Lokalen Medienberichten zufolge war der 29-Jährige in den frühen Morgenstunden zusammen mit einem 42-jährigen Mann beim Verlassen des Clubs "Sass' Café" gesehen worden.

Dieser Mann wurde anschließend festgenommen und wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, berichtet die "Bunte". Da er jegliche Aussage verweigerte, ordneten die Behörden Untersuchungshaft an.

Obduktion noch nicht abgeschlossen – Ermittlungen gehen weiter

Staatsanwalt Stéphane Thibault stellte gegenüber der Zeitung "Monaco-Matin" allerdings klar, dass der Festgenommene bislang lediglich als Verdächtiger gelte. Auch die rechtsmedizinische Untersuchung von Antoines Leichnam ist noch nicht beendet. Die Ermittlungen dauern somit weiterhin an.

Trotz der ungeklärten Umstände traf die Familie bereits Vorbereitungen für die Beisetzung. Am gestrigen Dienstagabend versammelten sich Angehörige und Trauergäste zu einer Totenwache in der Kapelle des Fürstenpalastes. Heute folgt nun die Trauerfeier in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée – jenem Gotteshaus, in dem auch Fürst Rainier III. und Fürstin Gracia Patricia ihre letzte Ruhestätte fanden. Für Baron Christian de Massy ist es der Abschied von seinem einzigen Sohn.

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