Prinz Harry gibt absurdes Interview: Er pocht auf Versöhnung mit Prinz William - der Grund ist fragwürdig

Prinz Harry ist weiter auf Versöhnungskurs - und meldet sich nun öffentlich in einem Interview zum Thema Versöhnung mit Prinz William und seinem Vater. Dabei sorgt der Grund für die Aussprache für Augenrollen. Echt jetzt?!

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Prinz Harry (42) pocht auf Versöhnung. Der kuriose Grund: seine Vorbildfunktion. (Foto) Suche
Prinz Harry (42) pocht auf Versöhnung. Der kuriose Grund: seine Vorbildfunktion. Bild: Jordan Pettitt/PA Wire/dpa/dpa
  • Harrys öffentlicher Versöhnungsappell sorgt im Königshaus für genervtes Augenrollen
  • Unglückliches Timing: Prinz Harry stiehlt Charles und William beim Staatsbesuch die Show
  • Nach Oprah-Interview und "Spare"-Enthüllungen – Familienfrieden rückt in weiter Ferne
  • Kollektive Amnesie? Was hinter den genervten Reaktionen aus Palastkreisen steckt

Prinz Harry möchte den Familienstreit mit seinem Bruder William und Vater König Charles endlich beilegen – zumindest sagt er das. In einem umfangreichen Interview mit dem "GQ"-Magazin beteuerte der 42-Jährige, dass eine Versöhnung für ihn oberste Priorität habe. "Ich will eine Lösung finden", erklärte der Herzog von Sussex.

Doch in den Kreisen des Königshauses löste sein öffentlicher Friedensappell alles andere als Begeisterung aus. Statt Rührung erntete Harry vor allem genervtes Augenrollen, wie mehrere britische Medien berichten. Besonders pikant: Das Gespräch wurde ausgerechnet an jenem Tag veröffentlicht, an dem Charles, Camilla, William und Kate den Sultan von Oman zum Staatsbesuch auf Schloss Windsor empfingen. Damit rückte Harry sich einmal mehr selbst ins Rampenlicht – auf Kosten der offiziellen royalen Agenda.

"Wie wollt ihr das hinkriegen?" – Harry als Familien-Therapeut der Nation

Im "GQ"-Interview zeichnete Harry das Bild eines Mannes, der den Zwist in der eigenen Familie als universelles Problem begreift. Streitigkeiten unter Geschwistern und zerbrochene Eltern-Kind-Beziehungen – das seien Themen, die ihm ständig begegneten, wenn er mit Menschen ins Gespräch komme. "Es gibt Konflikte zwischen Geschwistern. Es gibt kaputte Beziehungen zwischen Kindern und ihren Eltern", so der Prinz.

Genau darin liege auch die enorme öffentliche Faszination für den Windsor-Zwist, glaubt Harry. Viele Beobachter fragten sich: "Wie wollt ihr das hinkriegen?" – und erhofften sich davon womöglich Impulse für die eigenen familiären Baustellen. Der Herzog von Sussex sieht sich offenbar in einer Art Vorbildfunktion - ein äußerst fragwürdiger Grund für eine wirklich ernst gemeinte Versöhnung mit seinem Vater und Bruder William.

Gleichzeitig räumte er ein, dass nicht alle Beteiligten an einer Lösung interessiert seien. Eine milde Anspielung auf das, was Medien seit Wochen berichten. Prinz William soll regelrecht getobt haben, als er von der Rückkehr seines Bruders nach England erfuhr. Andere, ehemalige Weggefährten aus England sollen Harry und Meghan schlichtweg geghostet haben.

Prinz Harry stellt klar: "Versöhnung ist das Wichtigste"

Dennoch stellte er unmissverständlich klar: "Mit all dem, was in der Welt vor sich geht, ist Versöhnung das Wichtigste."

Das Timing hätte kaum unglücklicher sein können. Während das 42-minütige "GQ"-Gespräch am Dienstag online ging, saßen König Charles, Königin Camilla, Prinz William und Prinzessin Kate gerade mit Sultan Haitham bin Tariq Al Said beim privaten Mittagessen auf Schloss Windsor zusammen. Der Staatsbesuch des omanischen Herrschers – inklusive zeremonieller Begrüßung und abendlichem Galabankett – hätte eigentlich der royale Höhepunkt des Tages sein sollen.

Stattdessen dominierte Harrys Versöhnungsappell die Berichterstattung. Das Interview war bereits Ende September aufgezeichnet worden, doch die Veröffentlichung fiel exakt auf den Tag des diplomatischen Großereignisses.

Der Tiefe Fall von Prinz Harry - von der Oprah-Beichte bis zur Rückkehr auf die Insel

Der Bruch zwischen Harry und dem Königshaus zieht sich mittlerweile über Jahre. Anfang 2020 sagten sich der Herzog und Herzogin Meghan (45) vom inneren Zirkel der Royals los und zogen nach Kalifornien. Was folgte, vertiefte die Kluft dramatisch: Im aufsehenerregenden Oprah-Winfrey-Interview erhoben die Sussexes Rassismusvorwürfe gegen die königliche Familie, eine Netflix-Dokumentation legte nach.

Den endgültigen Tiefpunkt markierte Harrys 2023 erschienene Autobiografie "Spare" ("Reserve"), in der er seinen Bruder als "Erzfeind" bezeichnete und behauptete, William habe ihn bei einem Streit über Meghan zu Boden geworfen. Seit vier Jahren sollen die Brüder kein Wort mehr miteinander gewechselt haben.

Im Spätsommer 2026 kehrten Harry und Meghan mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) überraschend nach Großbritannien zurück – Berichten zufolge in die Cotswolds-Region. Eine erhoffte Annäherung an Charles blieb trotz vorsichtiger Signale bislang aus.

Kollektive Amnesie? Palast reagiert mit demonstrativer Stille

Offiziell hüllten sich sowohl der Buckingham Palace als auch der Kensington Palace in Schweigen. Hinter den Kulissen sieht das anders aus: Hochrangige Quellen im royalen Umfeld zeigen sich zunehmend erschöpft von Harrys medialen Friedensoffensiven. "Glaubt er wirklich, dass alle nach den letzten Jahren an kollektiver Amnesie leiden?", fragte eine Palastquelle bereits vergangene Woche, als Harry und Meghan erstmals nach ihrer Rückkehr öffentlich auftraten.

Besonders Harrys Bemerkung, "manche Leute" wollten keine Versöhnung, sorgte für Spekulationen. Ein Sprecher der Sussexes beeilte sich zu dementieren: Die Aussage sei keineswegs auf William oder andere Familienmitglieder gemünzt gewesen, sondern allgemein gemeint.

Ob der öffentliche Appell tatsächlich Türen öffnet oder sie weiter verschließt, bleibt abzuwarten. Die royale Tradition, persönliche Angelegenheiten nicht öffentlich zu verhandeln, steht jedenfalls in deutlichem Kontrast zu Harrys Kommunikationsstrategie.

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/sfx/news.de/dpa/stg

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