Norwegisches Königshaus: Marius Borg Høiby sorgt bei König Haralds Beerdigung für blankes Entsetzen

Bei König Haralds Beerdigung sorgt Marius Borg Høiby für Aufsehen. Royal-Experte Stefan Blatt kritisiert seine prominente Platzierung scharf und sieht darin einen Fehler, der den Abschied vom Monarchen überschattet.

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König Haralds Beerdigung: Experte kritisiert Marius Borg Høibys prominente Präsenz (Foto) Suche
König Haralds Beerdigung: Experte kritisiert Marius Borg Høibys prominente Präsenz Bild: picture alliance/dpa/AP | Markus Schreiber
  • Marius Borg Høiby sitzt bei König Haralds Beisetzung auffällig prominent in der Kirche
  • Royal Experte Stefan Blatt spricht von "Respektlosigkeit" im norwegischen Königshaus
  • König Haakon steht wegen der Platzierung in der Kritik

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Am 28. August starb König Harald von Norwegen. Der Abschied sollte ganz im Zeichen des verstorbenen Monarchen stehen. Doch bei der Trauerfeier in Oslo rückte auch Marius Borg Høiby in den Fokus. Royal-Experte Stefan Blatt bewertet dessen auffällige Präsenz kritisch und spricht von einem schweren Fehler.

Marius sorgt schon vor der Trauerfeier für Aufmerksamkeit

Tausende Menschen versammelten sich am 9. September in Oslo, um König Harald die letzte Ehre zu erweisen. Die Beerdigung des langjährigen Monarchen sollte ein Moment der gemeinsamen Trauer für Norwegen werden. Doch bereits vor Beginn der offiziellen Zeremonie geriet Marius Borg Høiby erneut ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Der 29-Jährige, Sohn von Königin Mette-Marit und Stiefsohn von König Haakon, wurde gemeinsam mit seinen Stiefgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus im königlichen Fahrzeug fotografiert. Auf den Aufnahmen trägt Marius Kopfhörer. Ob er Musik hörte oder telefonierte, ist laut Stefan Blatt nicht bekannt. Für den Royal Experten ist jedoch bereits seine Anwesenheit im Fahrzeug problematisch. "Dass er überhaupt in diesem Auto saß, würde ich schon als Skandal bezeichnen", erklärt Blatt laut "Bunte".

Warum saß Marius so prominent in der Kirche?

Noch stärker beschäftigt den Experten allerdings die Sitzordnung während der Trauerfeier. Marius nahm in der zweiten Reihe Platz und saß dort neben den Töchtern von Prinzessin Märtha Louise. Damit war er für die anwesenden Kameras und Fotografen deutlich sichtbar. Aus Sicht von Stefan Blatt hätte genau das verhindert werden müssen. Seine Kritik richtet sich dabei nicht grundsätzlich gegen Marius' Teilnahme. König Haakon habe in den vergangenen Tagen mehrfach signalisiert, dass Marius trotz der schweren Vorwürfe Teil der Familie bleibe. Problematisch sei vielmehr gewesen, wie prominent der 29-Jährige bei einem der wichtigsten öffentlichen Abschiedsmomente platziert wurde.

Royal-Experte zieht drastischen Vergleich

Marius Borg Høiby ist im Zusammenhang mit einem schweren Strafverfahren international bekannt geworden. Im Juni wurde er in Norwegen wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt. Für Blatt überschattet diese Vorgeschichte die öffentliche Wahrnehmung des Trauertages. Statt sich ausschließlich auf den verstorbenen König Harald zu konzentrieren, werde nun auch über Marius gesprochen. "Marius' Präsenz lenkt davon ab", sagt der Royal-Experte und zieht einen drastischen Vergleich: "Das ist so, wie wenn auf einer Hochzeit plötzlich jemand in Weiß kommt, das geht einfach nicht."

Experte sieht Verantwortung bei Norwegens König Haakon

Besonders kritisch bewertet Blatt die Entscheidung, Marius auf diese Weise sichtbar in die Zeremonie einzubinden. Er spricht davon, dass die familiäre Verbundenheit offenbar höher gewichtet worden sei als die protokollarische Wirkung des Auftritts. "Marius wurde auf das königliche Podest gehoben", lautet seine Einschätzung. Für den Experten stellt sich damit die Frage, warum die Verantwortlichen keine diskretere Lösung gewählt haben. Gerade bei einer Trauerfeier für einen so beliebten Monarchen hätte es aus seiner Sicht darum gehen müssen, jede mögliche Ablenkung zu vermeiden.

Kronprinzessin Ingrid Alexandra sollte eigentlich im Mittelpunkt stehen

Blatt sieht die Verantwortung dafür vor allem bei König Haakon. Der neue Monarch hatte seine Tochter Ingrid Alexandra als Kronprinzessin an seiner Seite im offiziellen Trauerzug vorgesehen. Diese Bilder sollten die Zukunft des norwegischen Königshauses symbolisieren. Haakon und Ingrid Alexandra standen damit für die nächste Generation der Monarchie. Durch Marius' auffällige Platzierung sei diese Botschaft jedoch in den Hintergrund geraten, kritisiert der Royal-Experte.

Harte Worte zum Abschied von König Harald

Stefan Blatt kommt deshalb zu einem ungewöhnlich scharfen Urteil über den Auftritt. Für ihn hätte der persönliche Wunsch, Marius als Familienmitglied einzubeziehen, hinter den Anforderungen eines staatlichen Traueraktes zurückstehen müssen. "Ich habe dafür kein Verständnis und weiß noch nicht, was das soll."

Prozess von Marius Borg Høiby geht weiter

Der Fall Marius Borg Høiby ist währenddessen noch nicht abgeschlossen.Nur einen Tag nach der Beerdigung von König Harald ließ das Berufungsgericht in Oslo laut "Bild" eine neue Verhandlung zu.Damit wird der Strafprozess gegen den 29-Jährigen erneut aufgerollt. Marius war am 15. Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich in zwei Fällen der Vergewaltigung sowie der Misshandlung in einer engen Beziehung schuldig gemacht hatte. Hinzu kamen weitere Straftaten. Von insgesamt vier Vergewaltigungsvorwürfen wurde er in zwei Fällen freigesprochen. Nach dem Urteil legte Marius Berufung gegen die beiden Schuldsprüche wegen Vergewaltigung sowie gegen seine Verurteilung wegen Misshandlung in einer früheren Beziehung ein.

Um diese Vorwürfe geht es

Im Mittelpunkt der Berufung stehen die Fälle einer Frau aus dem Umfeld von Gut Skaugum und einer weiteren Frau aus Oslo. Im ersten Fall soll Marius die Frau nach einer Weihnachtsfeier im Dezember 2018 mit nach Skaugum genommen haben. Nachdem sie eingeschlafen war, soll er sie missbraucht und dabei fotografiert haben. Der zweite Vorwurf bezieht sich auf eine Begegnung im März 2024. Auch hier soll Marius die Frau nach einer Feier begleitet haben. In beiden Fällen kam es nach den vorliegenden Angaben nicht zu Geschlechtsverkehr. Zusätzlich richtet sich seine Berufung gegen die Verurteilung wegen Misshandlung in einer engen Beziehung. Dabei geht es um seine damalige Partnerin Nora Haukland, die nach dem Urteil mit dem Sohn von Mette-Marit abrechnete. Laut Urteil soll Marius sie in den Jahren 2022 und 2023 mehrfach misshandelt haben.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Der Prozess umfasst insgesamt eine Vielzahl von Vorwürfen. Marius war in rund 40 Fällen angeklagt, darunter wegen Verkehrsdelikten, Drogentransport, Körperverletzung, Bedrohungen und sexueller Straftaten. Nicht gegen alle Schuldsprüche aus dem ursprünglichen Urteil legte er Berufung ein. Wann die neue Verhandlung vor dem Berufungsgericht beginnt, steht derzeit noch nicht fest. Bis eine endgültige Entscheidung getroffen wurde, ist das Urteil vom 15. Juni nicht rechtskräftig.

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