Norwegisches Königshaus: Auf dem Abstellgleis – Marius Borg Høiby darf nicht hinter König Haralds Sarg laufen
Marius Borg Høiby darf an der Beerdigung von König Harald teilnehmen. Doch im offiziellen Trauerzug fehlt der Sohn von Mette Marit hinter dem Sarg. Das sorgt für Fragen, hat aber offenbar protokollarische Gründe.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
Suche
- Marius Borg Høiby darf bei König Haralds Beerdigung dabei sein
- Hinter dem Sarg ist er im offiziellen Trauerzug nicht vorgesehen
- Seine fehlende Platzierung dürfte mit dem königlichen Protokoll zusammenhängen
Mehr News rund um die Royals finden Sie am Ende des Artikels.
Am 28. August 2026 ist König Harald von Norwegen verstorben. Beim Abschied von König Harald steht die norwegische Königsfamilie nun besonders im Mittelpunkt. Marius Borg Høiby, der sich nach wie vor unter Hausarrest befindet, darf zwar an der Beerdigung teilnehmen, für die offizielle Prozession durch Oslo ist er jedoch nicht vorgesehen. Dahinter steckt offenbar das königliche Protokoll.
Fester Platz für die engste Königsfamilie
Am Mittwoch, dem 9. September, wird der Sarg von König Harald vom Königlichen Schloss zur Osloer Domkirche gebracht. Der Ablauf der Zeremonie ist genau festgelegt. Unmittelbar hinter dem Sarg sollen König Haakon, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Märtha Louise gehen. Marius Borg Høiby taucht in dieser Reihenfolge dagegen nicht auf.
Auch die drei Töchter von Märtha Louise werden in der offiziellen Aufstellung nicht genannt. Das spricht dafür, dass es bei der Prozession weniger um persönliche Nähe zum Verstorbenen als vielmehr um die protokollarische Stellung innerhalb der Königsfamilie geht.
WarumMarius Borg Høiby nicht hinter dem Sarg läuft
Eine konkrete Erklärung für seine fehlende Erwähnung hat das norwegische Königshaus nicht veröffentlicht. Marius ist zwar der älteste Sohn von Königin Mette Marit und damit Teil der königlichen Familie, gehört jedoch nicht zum norwegischen Königshaus. Anders als die Mitglieder der engeren Thronfolge besitzt er außerdem keinen Prinzentitel. Bei einem offiziellen Staatsakt wie dem Trauerzug dürfte deshalb die Rangordnung des Königshauses entscheidend sein.
König Haralds Sarg wird laut "Bunte" auf einer Lafette von Angehörigen des Adjutantenstabs begleitet. Hinter der Bahre folgen die ausgewählten Mitglieder der königlichen Familie. Königin Sonja und Königin Mette Marit nehmen dagegen in einer Limousine an der Prozession teil. Anschließend folgen Vertreter anderer Königshäuser sowie Staats- und Regierungschefs.
Wenige Tage zuvor durfteMarius Borg Høiby den Sarg tragen
Dass Marius beim Abschied von seinem Großvater keine Rolle spielen darf, lässt sich aus der Prozessionsordnung allerdings nicht ableiten. Bereits am 31. August war er an einer besonders persönlichen Zeremonie beteiligt. Gemeinsam mit anderen Kindern und Enkeln von König Harald trug Marius die Bahre durch das Königliche Schloss zur Schlosskapelle. Das Königshaus veröffentlichte anschließend Bilder dieses Abschieds. Damit wurde deutlich, dass Marius trotz seiner besonderen Stellung innerhalb der Familie in die privaten und familiären Trauerzeremonien eingebunden ist.
Teilnahme an Beerdigung musste genehmigt werden
Auch seine Anwesenheit bei der eigentlichen Beerdigung war nicht selbstverständlich. Marius steht zu diesem Zeitpunkt unter elektronischer Überwachung und darf das Anwesen Skaugum grundsätzlich nicht ohne Genehmigung verlassen. Für den Abschied von König Harald wurde ihm jedoch eine entsprechende Ausnahme gestattet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass Marius Borg Høiby für den 9. September eine Genehmigung erhalten hat. Damit kann er seiner Familie bei der Beerdigung zur Seite stehen. Einen Platz direkt hinter dem Sarg wird er im offiziellen Trauerzug dennoch nicht einnehmen.
Protokoll entscheidet über die Reihenfolge
Dass Marius nicht in der Prozession aufgeführt wird, muss daher nicht als persönliche Zurücksetzung verstanden werden. Entscheidend ist offenbar seine formale Stellung. Der Trauerzug folgt einer festen Rangordnung und konzentriert sich auf die Mitglieder des Königshauses sowie die engste dynastische Linie. Marius bleibt damit bei den familiären Abschiedszeremonien eingebunden, steht bei der offiziellen Prozession jedoch nicht in der ersten Reihe.
Mehr News rund um die Royals finden Sie hier:
- Dänisches Königshaus unter Schock - Königin Margrethe im Krankenhaus
- Royal-Sohn muss weiter zittern – Staatsanwaltschaft beantragt Haftverlängerung
- Freispruch für Marius Borg Høiby ist endgültig ausgeschlossen
- Zusammenbruch vor Gericht – Prinzessinnen-Sohn wegen Vergewaltigung angeklagt
- Düstere Prognose nach Lungen-OP – der Kronprinzessin stehen kritische Monate bevor
mlk/gom/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.