Prinz Harry muss zahlen: Millionenrechnung für den Königssohn - woher nimmt Harry das viele Geld?

Im Gerichtsprozess gegen den Verlag der "Daily Mail" haben Prinz Harry und andere Prominente eine Niederlage einstecken müssen - jetzt wird's für den Königssohn und seine Mitkläger richtig teuer. Woher nimmt der Sussex-Herzog die Millionen?
 

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Kurz vor seinem geplanten Umzug zurück nach Großbritannien trifft Prinz Harry eine saftige Rechnung: Rund 11 Millionen Euro soll er mit anderen Klägern innerhalb einer Woche an den Daily-Mail-Verlag überweisen – und das ist erst der Anfang. (Foto) Suche
Kurz vor seinem geplanten Umzug zurück nach Großbritannien trifft Prinz Harry eine saftige Rechnung: Rund 11 Millionen Euro soll er mit anderen Klägern innerhalb einer Woche an den Daily-Mail-Verlag überweisen – und das ist erst der Anfang. Bild: Aaron Chown/PA Wire/dpa/dpa
  • Prinz Harry zur Kasse gebeten nach Niederlage vor Gericht
  • Herzog von Sussex und Promi-Mitkläger sollen mindestens 11 Millionen Euro zahlen
  • Ihm bleiben nur wenige Tage - Woher nimmt Prinz Harry die XXL-Summe?

Niederlagen vor Gericht ist Prinz Harry inzwischen gewohnt - doch die Schlappe, die der Herzog von Sussex nebst anderen prominenten Klägern im Prozess gegen den Verlag der "Daily Mail" hat einstecken müssen, könnte Harry nun auch das Konto leerräumen. Ein Londoner Gericht hat den jüngeren Sohn von König Charles III., Popstar Elton John (79) und fünf weitere prominente Kläger jetzt dazu verurteilt, vorläufig rund 11 Millionen Euro (9,5 Millionen Pfund) an den Verlag Associated Newspapers Limited zu zahlen.

Prinz Harry muss blechen: Königssohn und Promi-Kläger müssen mindestens 11 Millionen Euro berappen

Die Summe ist eine erste Abschlagszahlung für die Prozesskosten des gescheiterten Bespitzelungsverfahrens gegen Associated Newspapers – die endgültige Rechnung dürfte nach Experteneinschätzung noch erheblich höher ausfallen. Innerhalb von sieben Tagen muss das Geld fließen, so die Anordnung des High Court.

Neben Harry und Elton John trifft die Kostenentscheidung auch dessen Ehemann David Furnish (63), die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley (61) und Sadie Frost (61), Baroness Doreen Lawrence (73) sowie den früheren Politiker Sir Simon Hughes (75). Anfang Juli hatte der zuständige Richter ihre Klage wegen angeblich illegaler Recherchemethoden vollständig abgewiesen.

Herzog von Sussex unterliegt nach jahrelangem Rechtsstreit und bekommt MIllionenrechung

Die sieben prominenten Kläger hatten den Verlag Associated Newspapers Limited bereits 2022 vor den High Court in London gebracht. Ihr Vorwurf: Der Herausgeber von "Daily Mail" und "Mail on Sunday" habe sich über Jahre hinweg mit kriminellen Mitteln Zugang zu ihrem Privatleben verschafft. Im Raum standen Anschuldigungen wie das Mithören von Telefongesprächen und Mailboxnachrichten, der Einsatz von Privatdetektiven sowie das betrügerische Beschaffen vertraulicher Unterlagen.

Associated Newspapers bestritt sämtliche Vorwürfe von Anfang an kategorisch. Nach einem elfwöchigen Verfahren gab Richter Nicklin dem Verlag am 7. Juli vollumfänglich recht: Keiner der prominenten Kläger habe die schwerwiegenden Beschuldigungen hinreichend belegen können. Harry selbst war im Januar ins Kreuzverhör nach London gekommen und hatte dabei emotional ausgesagt: "Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren."

Prinz Harry am Pranger: Richter spricht von "in hohem Maße unvernünftigem" Vorgehen

Besonders pikant: Richter Nicklin verhängte eine sogenannte "Indemnity Order" – eine seltene Kostenentscheidung, die normalerweise nur bei gravierendem Fehlverhalten einer Prozesspartei zum Einsatz kommt. Die Klage sei "weit außerhalb der Norm" gewöhnlicher Zivilverfahren geführt worden, begründete er seinen Beschluss. Die Art, wie die Vorwürfe erhoben, aufrechterhalten und öffentlich verbreitet worden seien, sei "in hohem Maße unvernünftig" gewesen.

Prinz Harry will gemeinsam mit Herzogin Meghan (45) und den beiden Kindern Archie (7) und Lilibet (5) noch im August 2026 nach Großbritannien zurückkehren. (Foto) Suche
Prinz Harry will gemeinsam mit Herzogin Meghan (45) und den beiden Kindern Archie (7) und Lilibet (5) noch im August 2026 nach Großbritannien zurückkehren. Bild: Joel Carrett/AAP/dpa/dpa

Schwere strafrechtliche Anschuldigungen seien gegen unschuldige Journalisten ohne jede Grundlage vorgebracht worden, argumentierte die Gegenseite. Ein Sprecher von Associated Newspapers bezeichnete das Urteil als "vernichtende Kritik an dem Versuch, eine Zeitung und den Ruf ihrer Journalisten, Redakteure und Führungskräfte zu zerstören". Allein die Verteidigungskosten des Verlags beliefen sich über vier Jahre auf rund 34,5 Millionen Pfund – umgerechnet etwa 40 Millionen Euro.

Für Prinz Harry wird's richtig teuer - woher nimmt der Königssohn die Millionen?

Die vorläufigen 11 Millionen Euro sind dabei nur der Anfang. Durch die "Indemnity Order" steht es dem Verlag frei, einen weitaus größeren Anteil seiner insgesamt 34,5 Millionen Pfund schweren Anwaltsrechnung geltend zu machen. Die Prozesskostenversicherung der sieben Kläger deckt laut britischen Medienberichten lediglich 16,2 Millionen Pfund ab – eine Summe, die angesichts der möglichen Gesamtforderungen schnell aufgebraucht sein könnte.

Hinzu kommen die eigenen Anwaltskosten der Klägerseite, die sich Schätzungen zufolge auf mindestens 20 Millionen Pfund belaufen dürften. Zwar sollen die Anwälte zumindest teilweise auf Basis einer Erfolgshonorar-Vereinbarung gearbeitet haben. Doch sollte die Versicherungssumme nicht ausreichen, müssten Harry und seine Mitstreiter die Differenz aus dem eigenen Vermögen begleichen.

Prinz Harrys Umzug in die britische Heimat von empfindlichem finanziellen Rückschlag begleitet

Das Timing der Kostenentscheidung könnte für Prinz Harry kaum ungünstiger sein. Erst wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass der 41-Jährige gemeinsam mit Herzogin Meghan (45) und den beiden Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) noch in diesem Monat nach Großbritannien zurückkehren will. Die Nachricht schlug in den britischen Medien ein wie eine Bombe. Mehr als sechs Jahre nach dem Bruch mit der Königsfamilie und dem Wegzug in die USA planen die Sussexes ein neues Leben außerhalb von London. Die millionenschwere Prozessrechnung ist dabei alles andere als ein verheißungsvoller Neuanfang in der alten Heimat. Für zusätzlichen Zündstoff dürfte sorgen, dass die notorisch hartnäckige britische Boulevardpresse den Umzug mit Sicherheit auf Schritt und Tritt begleiten wird – was weiteren Konfliktstoff zwischen Harry und den Medien geradezu vorprogrammiert erscheinen lässt.

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