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Queen Elizabeth II.: Knigge royal! Diese Hof-Etikette sollten Gäste der Königin kennen

Sie dürfen Queen Elizabeth II. persönlich treffen? Glückwunsch! Doch bevor man sich auf den Weg in den Buckingham Palace macht, sollte man die Etikette und das Hofprotokoll genau studieren, um sich Peinlichkeiten bei den Royals zu ersparen.

Wer Queen Elizabeth II. persönlich trifft, tut gut daran, sich an die höfische Etikette zu halten. Bild: Michael Kappeler / picture alliance / dpa

Wer das immense Glück hat, ein persönliches Treffen mit Queen Elizabeth II. oder einem anderen Mitglied der britischen Königsfamilie zu ergattern, der denkt vielleicht zuerst darüber nach, welche Kleidung und welche Kopfbedeckung angemessen für ein royales Treffen sein mögen. Doch eigentlich ist es ein anderer Punkt, der potentiellen Gästen von Queen Elizabeth II. Kopfzerbrechen bescheren müsste: nämlich das Hofprotokoll mit all seinen Feinheiten, von denen Otto Normalverbraucher keinen Schimmer hat.

Queen Elizabeth II.: Wann muss man laut Protokoll einen Knicks machen?

Denn der Queen gegenüberzutreten und ihr herzhaft die Hand zu schütteln kommt nicht in die Tüte - vielmehr ist schon der erste Kontakt mit der britischen Königin ein Akt für sich. Zunächst einmal stellt sich die Frage: Wann muss eine Dame einen Hofknicks vollführen und wann verneigt sich ein Herr höflich vor einem Royal? Pauschal ist die Frage nicht zu beantworten, richtet sich die Knicks-Pflicht doch nach dem Rang des Mitglieds der Königsfamilie. Vor Königin Elizabeth II. hat schlichtweg jeder zu knicksen, um nicht als ungehobelter Klotz durchzugehen. Allerdings muss niemand eine tiefe Kniebeuge wie im Fitnessstudio vollführen, eine dezente Andeutung genügt vollkommen.

Sogar Familienmitglieder wie Camilla Parker-Bowles oder Kate Middleton beugen leicht das Knie, wenn die Queen den Raum betritt, während männliche Verwandte wie Prinz Charles, Prinz William oder Prinz Harry eine dezente Verbeugung vollführen. Dabei genügt es schon, wenn der Herr den Kopf leicht senkt, bevor der Queen die Hand zum Gruße gedrückt wird. Übrigens ist es ein absolutes No-Go, selbst die Hand der Monarchin zu ergreifen - egal ob Herr oder Dame, man hat abzuwarten, bis die Queen einem die Hand entgegenstreckt. Besonders nahen Familienmitgliedern ist es zudem erlaubt, der Königin ein Küsschen auf die Wange zu hauchen - hüten Sie sich aber vor dieser innigen Begrüßung, wenn Sie die Queen als Durchschnittsbürger zu Gesicht bekommen!

Etikette im britischen Königshaus: So begrüßen sich Kate Middleton, Camilla Parker-Bowles und Co. untereinander

Auch untereinander begrüßen sich die Royals unter Queen Elizabeth II. nicht einfach mit einem freundlichen Handschlag - auch hier wird geknickst, was das Zeug hält, und zwar schön der Thronfolge entsprechend. So sieht es das Protokoll beispielsweise vor, dass Kate Middleton ihrer Stiefschwiegermutter Camilla Parker-Bowles mittels Knicks Respekt zollt, wenn sie diese ohne ihren Mann Prinz William antrifft. Ist der ältere Sohn von Prinz Charles allerdings anwesend, hat Herzogin Camilla das Knie zu beugen - gar nicht so leicht, das höfische Protokoll zu durchblicken.

"Lillibeth" oder "Königliche Hoheit"? Wie spricht man Queen Elizabeth bloß korrekt an?

Vielen Normalsterblichen dürfte ein Treffen mit Queen Elizabeth II. die Sprache verschlagen - doch ein kleiner Plausch mit der Queen ist eine Gelegenheit, die sich maximal aller Jubeljahre bietet und deshalb nicht ungenutzt verstreichen sollte. Eines vorneweg: Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, die Queen von sich aus anzusprechen. Üben Sie sich in Geduld und warten Sie ab, bis Sie der Königin vorgestellt werden, dann steht einem entspannten Smalltalk nichts mehr im Wege. Und prompt kommt die nächste Frage auf: Wie redet man die Queen bloß korrekt an? Des Rätsels Lösung: Beim ersten Mal wird die Regentin mit "Your Majesty", also "Eure Majestät" angeredet, im Anschluss darf man die Königin mit "Ma'am" ansprechen, wobei sich diese Anrede auf "Ham", das englische Wort für "Schinken" reimen sollte.

FOTOS: Queen Elizabeth II. Keiner ist so stilvoll wie die Queen
zurück Weiter Queen Elizabeth II. tritt nie ohne ein wichtiges Accessoire aus dem Haus: ihren Lippenstift. In Kombination mit ihrem strahlenden royalen Lächeln kommt die korallene Lippenfarbe besonders gut zur Geltung. (Foto) Foto: Philip Toscano / dpa Kamera

Tischmanieren bei Hofe - So speisen Sie formvollendet mit Queen Elizabeth II.

Apropos Schinken: Ihnen wird die Ehre zuteil, mit Queen Elizabeth II. speisen zu dürfen? Dann kommt die nächste Lektion in Sachen Hofetikette auf Sie zu. Wer mit der Queen isst, tut gut daran, unentwegt auf die Monarchin zu schielen, denn ihre Essgewohnheiten geben den Takt für die anwesenden Gäste vor. Greift die Queen zu Messer und Gabel, dürfen es auch die Gäste tun - doch sobald die Königin satt ist und das Besteck sinken lässt, ist es auch für die geladenen Gäste an der Zeit, das Mahl zu beenden. Wer mit einem Nachschlag liebäugelt, wird bei Queen Elizabeth II. enttäuscht, denn die Monarchin ist bekannt dafür, kulinarischen Genüssen wenig Bedeutung beizumessen und eher kleine Portionen zu verdrücken. Dafür ist Queen Elizabeth II. umso fröhlicher dabei, wenn es um den einen oder anderen Drink geht.

Einladung bei der Queen - Dieses Outfit schreibt der royale Knigge vor

Doch das hat auch sein Gutes: Wenn man sich im Palast nicht kugelrund futtern kann, passt man wenigstens in die angemessene Garderobe. Hier lauern nämlich ebenfalls zahlreiche Fallstricke, wenn man sich vor Queen Elizabeth II. nicht zum Gespött machen will. Je nach Tageszeit gibt es nämlich ganz bestimmte Vorschriften, wie man sich in Anwesenheit der gekrönten Häupter zu kleiden hat. Dass Otto Normalverbraucher von derlei ausgefeilten Kleidervorschriften wenig Ahnung hat, ist auch der Queen bewusst, weshalb sie ihren Gästen schon bei der Einladung mitteilt, welche Garderobe erwünscht ist. Dass Sportklamotten und Turnschuhe tabu sind, versteht sich von selbst - Herren sind mit einem Frack oder Smoking je nach Tageszeit gut beraten, während die Dame von Welt sich möglichst nie ohne adäquat filigrane Kopfbedeckung im Palast blicken lassen sollte. Wer dann noch der Versuchung widersteht und NICHT sein Handy zückt, um ein Selfie mit der Queen zu machen, kann sich durchaus Hoffnungen machen, eine erneute Einladung in den Palast zu bekommen.

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loc/kad/news.de