Marco Rubio unter Druck: Rubio vor dem Rauswurf? Trump-Vertrauter schielt auf seinen Job
Nach dem Wahldebakel der Republikaner wackelt Marco Rubios Posten als US-Außenminister gewaltig. Während Donald Trumps Lager bereits Schuldige sucht, bringt sich ein enger Vertrauter des Präsidenten als Nachfolger in Stellung.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Marco Rubio nach Midterm-Klatsche unter Druck
- Republikaner machen US-Außenminister für Wahldebakel verantwortlich
- Umstrittener Trump-Vertrauter soll bereits auf Rubios Posten schielen
Donald Trump muss nach dem verheerenden Midterm-Debakel einen politischen Scherbenhaufen zusammenkehren. Die Demokraten haben die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses erobert – und innerhalb der Republikaner beginnt bereits die Suche nach den Schuldigen. Besonders im Visier: Außenminister Marco Rubio. Während dessen politischer Stern offenbar sinkt, bringt sich ein umstrittener Trump-Vertrauter bereits für seine Nachfolge in Stellung.
Nach Wahlschlappe der Republikaner: Muss Marco Rubio um seinen Ministerposten bangen?
Nach der Wahlniederlage richtet sich die Kritik in Trumps Lager vor allem gegen die Außenpolitik der Regierung. Der umstrittene Iran-Krieg gilt als einer der entscheidenden Gründe für das schlechte Abschneiden der Republikaner. Der Militäreinsatz soll die US-Steuerzahler bislang mindestens 47 Milliarden Dollar gekostet haben. Zugleich kletterte der Benzinpreis auf 4,15 Dollar pro Gallone.
Ein hochrangiger Regierungsbeamter machte laut "Daily Mail" insbesondere Rubios Außenministerium für die politische Misere verantwortlich. Auch unter den Großspendern der Republikaner scheint der Außenminister seinen Rückhalt zu verlieren.
"Rubio ist erledigt", erklärte ein führender republikanischer Spender. "Wobei das vielleicht für alle Republikaner gilt, die Trumps Außenpolitik mitgetragen haben."
Bei der Wahlparty im Weißen Haus war Rubio am frühen Abend zunächst noch gesehen worden. Anschließend verschwand der Außenminister allerdings von der Bildfläche.
Sergio Gor will Rubios Nachfolger werden: Trump-Vertrauter bringt sich in Stellung
Während Rubios politische Karriere wackelt, scheint ein enger Vertrauter des Präsidenten bereits seine Chance zu wittern. Sergio Gor, derzeit US-Botschafter in Indien und früherer Personalchef im Weißen Haus, soll laut zwei Quellen der "Daily Mail" auf den Spitzenposten im Außenministerium schielen.
Sollte Rubio seinen Rücktritt erklären, um sich auf eine mögliche Präsidentschaftskandidatur 2028 vorzubereiten, könnte Gor seinen Platz einnehmen. Dass dieser offenbar bereits außenpolitische Ambitionen verfolgt, zeigte sich beim G20-Außenministertreffen in Atlanta. Dort saß Gor nach Angaben einer weiteren Quelle bei sämtlichen Gesprächen Rubios mit am Tisch – obwohl sein diplomatisches Einsatzgebiet eigentlich Südasien ist.
Sergio Gor: Trumps Mann mit sowjetischer Vergangenheit
Doch ausgerechnet Gors Vergangenheit könnte seine Ambitionen durchkreuzen. Lange hielt sich der Trump-Vertraute mit Angaben zu seiner Herkunft zurück. Erst im vergangenen Jahr brachten Recherchen Licht ins Dunkel: Gor wurde 1986 als Sergio Gorokhovsky im usbekischen Taschkent geboren – damals Teil der Sowjetunion. Über Jahre hatte er sich hingegen als Einwanderer aus Malta präsentiert. Dort verbrachte er einen Teil seiner Kindheit. Seine Geburt in der damaligen Sowjetunion wurde später auch von seinem Anwalt bestätigt.
Für zusätzlichen Wirbel sorgten Berichte über seine eigene Sicherheitsüberprüfung. Wie die "New York Post" im Juni 2025 berichtete, soll Gor damals das für eine dauerhafte Sicherheitsfreigabe erforderliche SF-86-Formular noch nicht eingereicht haben – obwohl er als Personalchef für die Überprüfung tausender Regierungsmitarbeiter zuständig war. Das Weiße Haus wies die Vorwürfe zurück. Später wurde bekannt, dass das FBI eine Hintergrundüberprüfung abgeschlossen hatte.
Gescheiterte Personalentscheidungen und brisante Kontakte
Auch Gors bisherige Personalbilanz bietet Angriffsfläche. Während seiner Zeit als Personalchef scheiterten zahlreiche Nominierungen. Selbst Trump spielte bei Gors Vereidigung als Botschafter auf Fehler an.
"Wir hatten ein großartiges Team, ein paar Fehler dabei, Sergio, aber das erwähnen wir nicht", sagte der Präsident. "Manche Leute, wenn sie Sergio nicht mögen, dann mögen sie ihn nicht."
Auch unter erfahrenen Diplomaten genießt Gor offenbar keinen uneingeschränkten Rückhalt. Wie "Politico" im Sommer berichtete, soll er sich im Vorfeld eines diskreten Besuchs des turkmenischen De-facto-Herrschers in Südflorida unter vier Augen mit diesem getroffen haben. Der ehemalige US-Diplomat Richard Hoagland äußerte dazu eine wenig schmeichelhafte Einschätzung: "Er schnüffelt nach Geschäften".
Ob Gor tatsächlich Rubios Nachfolge antreten könnte, ist bislang offen. Klar ist jedoch: Sollte Trump seinen Außenminister tatsächlich fallen lassen, dürfte der Kampf um dessen Posten bereits begonnen haben.
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sba/news.de/stg
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