Donald Trump: "Dumm wie ein Stein" – Trump pöbelt nach Wahl-Klatsche gegen Moderatorin

Bei Donald Trump liegen nach dem Midterm-Debakel die Nerven blank. Ausgerechnet bei seinem Lieblingssender Fox News lässt der US-Präsident seinem Frust freien Lauf. Eine Moderatorin bekommt seinen Zorn besonders heftig zu spüren – und wird übel beschimpft.

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Bei Donald Trump liegen nach den verlorenen Zwischenwahlen die Nerven blank. (Foto) Suche
Bei Donald Trump liegen nach den verlorenen Zwischenwahlen die Nerven blank. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump beschimpft Fox-News-Moderatorin Jessica Tarlov auf Truth Social als "dumm wie ein Stein"
  • Der US-Präsident wirft seinem Lieblingssender einseitige Berichterstattung und sinkende Einschaltquoten vor
  • Nach dem Wahldebakel kündigt Trump eine harte Konfrontation mit den siegreichen Demokraten an

Die Midterm-Wahlnacht wurde für Donald Trump offenbar zur persönlichen Tortur – und seinen Frust ließ der US-Präsident ausgerechnet an seinem Lieblingssender aus. Während die Demokraten landesweit einen Sieg nach dem anderen einfuhren, startete Trump auf seiner Plattform "Truth Social" ein regelrechtes Trommelfeuer gegen Fox News.

Trump beleidigt Fox-News-Moderatorin Jessica Tarlov nach Midterms

Besonders heftig traf es die Co-Moderatorin der Sendung "The Five", Jessica Tarlov. Trump schrieb, er könne "ihre Stimme nicht ertragen" und bezeichnete die 42-Jährige als "dumm wie ein Stein". Sie sei eine "Verliererin", er werde den Raum verlassen, bis sie nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen sei. Auslöser waren offenbar Tarlovs Bemerkungen über die Benzinpreise am Wahltag, wie die "Washington Post" berichtete. Co-Moderator Greg Gutfeld verlas Trumps Nachricht sogar live in der Sendung.

Trump rechnet nach Wahl-Schlappe mit Fox News ab

Doch bei der Attacke gegen Tarlov blieb es nicht. In insgesamt vier wütenden Posts nahm Trump den gesamten Sender ins Visier. Die Umfragen von Fox News seien ein gezielter Angriff auf ihn, jede einzelne Antwort darin unehrlich – eine Kritik, die Trump seit Jahren wiederholt, sobald die Ergebnisse demokratische Stärke zeigen.

Auch die Einschaltquoten des Senders bekamen ihr Fett weg. Trump behauptete, diese seien um 27 Prozent eingebrochen – und zwar nicht seinetwegen. Schuld sei vielmehr, dass Fox den "Dummokraten" zu viel Sendezeit einräume. "Es liegt an ihnen, nicht an mir", stellte der Präsident klar. Zusätzlich prangerte er politische Spenden an, die Fox Corporation an Demokraten und ihnen nahestehende Organisationen geleistet habe.

Pete Hegseth und Karoline Leavitt: Trump bedient sich bei Fox News

Trumps Verhältnis zu Fox News ist dabei alles andere als gewöhnlich. Der Präsident gilt als langjähriger Stammzuschauer und kommentiert das Programm regelmäßig in Echtzeit auf seinen sozialen Medien. Gleichzeitig bediente er sich beim Sender wie bei einer Personalreserve: Verteidigungsminister Pete Hegseth etwa holte er direkt von Fox News in sein Kabinett. Auch die ehemalige Pressesprecherin Karoline Leavitt war in der Wahlnacht als bezahlte Fox-Kommentatorin im Einsatz.Dabei legte sie schonungslos offen, welche Fehler Trump das Wahldebakel bescherten.

Den Quotenrückgang, den Trump dem Sender vorwirft, erklärte Fox-Corp-Chef Lachlan Murdoch bei einer Bilanzpressekonferenz allerdings nüchterner: Er sprach von "Zuschauermüdigkeit". Trotz der Einbußen liegt Fox News bei den Zuschauerzahlen weiterhin deutlich vor den Konkurrenten CNN und MSNBC – wobei beide Rivalen zuletzt erheblich zulegen konnten.

Trump weist Niederlage zurück und droht Demokraten mit Vetos

Im Laufe des späten Abends hatte sich der Präsident dann offenbar wieder gefangen – zumindest so weit, dass er Fox News ein Telefoninterview gab. Darin wies er die Interpretation zurück, das Wahlergebnis sei eine persönliche Schlappe. Die Wähler hätten schlicht die republikanischen Kandidaten nicht gemocht, so Trumps Erklärung.

Statt Selbstkritik folgte Kampfansage: Trump stellte sich auf eine harte Konfrontation mit den siegreichen Demokraten ein. Diese würden ihm Gesetzentwürfe präsentieren, die er für "wahnsinnig" halte. Sein Gegenmittel: konsequente Vetos, bis die Gegenseite zu Kompromissen bereit sei. Erst dann werde man auch zusammenarbeiten können, versprach der Präsident.

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/ife/news.de/stg

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