Voraussichtlich über vier Prozent mehr: Sattes Plus für Senioren - so stark sollen die Renten steigen
Für die Rentnerinnen und Rentner könnte es mehr Geld geben. Erste Schätzungen gehen von einer deutlichen Erhöhung aus. Währenddessen müssen sich Beitragszahler künftig auf höhere Abgaben einstellen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Laut Schätzungen sollen die Renten ab Juli 2027 um über vier Prozent ansteigen
- Der genaue Wert steht aber noch nicht fest
- Ab 2028 erhöhen sich die Rentenbeiträge deutlich
Die über 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen sollen ab dem 1. Juli 2027 deutlich mehr Bezüge bekommen. Die Renten sollen laut einem aktuellen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" um mehr als vier Prozent ansteigen.
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Renten sollen stark steigen - so viel könnten Rentner ab Juli 2027 bekommen
Laut Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2026 geht die Regierung von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Bereits im vergangenen Juli waren die Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Die erste Schätzung vom vergangenen Herbst für diesen Anstieg hatte noch einen Wert von 3,7 Prozent ergeben. Auch bei der nun anstehenden Rentenanpassung wird die genaue Zahl erst noch ermittelt. Genaue Daten sollen im März 2027 vorliegen. Bei einem Anstieg um 4,1 Prozent würde eine monatliche Rente von 1.000 Euro zum Beispiel um 41 Euro steigen.
Erwartungen an Rentenerhöhung erfüllten sich nicht
Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung. So dürfte die geschätzte Rentenanpassung laut dem Bericht im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch im Sommer mit 4,4 Prozent angenommen. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle prognostizierte gegenüber "Bild" sogar 4,7 Prozent: "Wir gehen in unseren Berechnungen momentan von einem Anstieg der Renten um 4,7 Prozent aus." Die Deutsche Rentenversicherung rechnete damals mit 4,4 Prozent.
Steigernd wirkt sich eine Fixierung der sogenannten Haltelinie beim Rentenniveau aus, die die Koalition Ende vergangenen Jahres mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat. Bis 2031 gilt, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen.
Arbeitnehmer stärker belastet - steigende Beiträge ab 2028
Derweil soll es für die Beitragszahler weniger erfreuliche Aussichten geben. Der Beitragssatz bleibt laut dem Bericht 2027 stabil bei 18,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. Langfristig zeichnet sich eine noch stärkere Belastung ab. 2028 soll der Beitragssatz auf 19,7 Prozent steigen. Der Anstieg soll sich 2040 auf 21,0 Prozent fortsetzen.
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bos/news.de/dpa/stg
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