Markus Söder: Er spricht von "Frieden" und posiert vor Panzern - Netz schlägt Alarm

Ministerpräsident Söder will den Handel mit dem Mittleren Osten erleichtern und reist in die Vereinigten Arabischen Emirate. Bilder zeigen Söder posierend vor Panzer und Militär, er lächelt in die Kamera - und die Wut wächst.

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Markus Söder: Seine Reise in den Nahen Osten sorgt im Netz für heftige Kritik. (Foto) Suche
Markus Söder: Seine Reise in den Nahen Osten sorgt im Netz für heftige Kritik. Bild: Peter Kneffel/dpa/dpa
  • Markus Söder zu Besuch im Nahen Osten
  • Reise nach Katar schürt Wut im Netz: Was hat das mit "Frieden" zu tun?
  • Auf der Suche nach neuen Handelspartnern - auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich für eine europäisch-arabische Freihandelszone einsetzen und reiste dafür in die Vereinigten Arabischen Emirate. Er möchte Investitionen festigen, Handelspartner finden, Beziehungen intensivieren. Doch verliert er dabei den Draht zum Wähler? Fotos seiner Reise bei Instagram schüren wenig später eine erneute Wut-Welle gegen den bayerischen Ministerpräsidenten.

Markus Söder schürt Wut-Welle im Netz: Panzer-Bilder und Frieden - passt das zusammen?

"Sicherheit ist der Preis für Freiheit – das macht die angespannte Situation im Nahen Osten sehr deutlich. Bei unserer ersten Station in Katar waren wir zum Austausch mit den Landstreitkräften und ihrem Kommandeur Jassim Ali Al-Attiyah. Wir setzen uns sehr für Frieden ein. Unsere Partner in der Region müssen dazu aber auch in der Lage sein, sich durch eigene Stärke gegen Angriffe verteidigen zu können", schreibt Markus Söder in einem aktuellen Instagram-Post. Er spricht von "Frieden" und von einer Chance für den Freistaat Bayern, dem durch gute Handelsbeziehungen in den Nahen Osten auch neue Arbeitsplätze winken könnten.

Bayerns Ministerpräsident in Katar - Technik, die ihn begeistert

Doch das Netz sieht etwas ganz anderes: Einen Ministerpräsidenten, der im Anzug und mit festem Händedruck vor Panzern posiert, mit forschem Schritt der Kamera entgegenschreitet, während das Militär Spalier steht. Söder, der begeistert von der Technik in Katar zu sein scheint und schließlich mit Helm und Funkgerät sich selbst ausprobiert.

"Offensichtlich haben sie ihr Parteiprogramm nicht gelesen"

Söders Marschrichtung ist klar: Er ist auf der Suche nach technologischen Möglichkeiten, Mittel zur Verteidigung. Im Netz schüren genau diese Bilder enorme Wut:

  • "8:30 Zeit für Propaganda."
  • "bleib bitte dort."
  • "Wir setzen uns sehr für Frieden ein." - Offensichtlich haben sie ihr Parteiprogramm nicht gelesen und erst recht nicht verstanden."
  • "Söderin als Verteidigungs-, Wirtschafts- und Außenminister in einer Person. Narzissmus al a bonne heure . Pfui Teufel."
  • "Das Katar welches Terroristen hausiert und sichere Zuflucht für Hamas und Moslembrüder ist? Super Ding."

Zum Hintergrund: Im September hatte der emiratische Staatschef Mohammed bin Sajid bei einem Staatsbesuch in Deutschland Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe in der Bundesrepublik angekündigt, für Bayern sind zehn Milliarden Euro vorgesehen. Die Reise Söders soll die Beziehungen nun intensivieren.

Dabei ist das Problem eigentlich bekannt: Die deutsche Wirtschaft leidet seit einigen Jahren sowohl unter fehlenden Investitionen in der Bundesrepublik als auch unter wachsenden Handelshemmnissen mit den USA und China. Insofern nehmen sowohl Unternehmen als auch Politik jetzt andere Staaten in den Blick. Dazu gehören neben Indien trotz des andauernden Irankriegs auch mehrere Länder im Mittleren Osten.

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/sfx/news.de/dpa

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