Ricarda Lang: Rassismus-Eklat nach Berlin-Wahl - Ex-Grünen-Chefin wird deutlich
Die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang hat sich im Netz den ehemaligen Fußball-Kommentator Waldemar Hartmann vorgeknöpft. Dieser stößt mit einer rassistischen Aussage zur Berlin-Wahl an die Grenzen der Meinungsfreiheit.
Von news.de-Redakteurin Ines Fedder - Uhr
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Ricarda Lang ist im Netz erstaunlich aktiv. Regelmäßig erreicht die ehemalige Parteivorsitzende der Grünen hier tausende Follower:innen. Neben ihrem eigenen Content, in dem sie unter anderem Friedrich Merz zuletzt stark kritisierte, ist die Abgeordnete aber auch anderen Personen des öffentlichen Lebens hier auf der Spur. So bemerkte sie vor geraumer Zeit, dass sie selbst einen ganz besonderen Fan unter ihrer Followerschaft begrüßen durfte.
Weniger euphorisch zeigt sich Ricarda Lang nun über die kontroversen Worte von Ex-Fußball-Experte Waldemar Hartmann. Der 78-Jährige äußerte sich nach der Berlin-Wahl im Netz zur Linken-Politikerin Elif Eralp, die in Berlin mit einer klaren Mehrheit gewann und das Amt der Bürgermeisterin anstrebt. Derzeit befindet sich Eralp mit in den Verhandlungen über eine mögliche Regierungsbildung gemeinsam mit der Linken und der SPD.
Waldemar Hartmann sorgt für Rassismus-Eklat im Netz
Waldemar Hartmann schrieb im Netz bei X seine ganz eigene, persönliche Meinung auf die Sicht der Dinge: In seinem Post heißt es unter anderem, dass er ein Problem damit habe, dass eine regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heiße.
Man kann Elif Eralp und ihre Partei zu Recht heftig kritisieren. Sie bieten dafür genug inhaltliche Punkte. Das hier aber ist ohne Wenn und Aber blanker Rassismus. Einfach Rassismus. https://t.co/76CGD2rPyI
— Serap Güler (@SerapGueler) November 1, 2026
Grünen-Abgeordnete Ricarda Lang äußert sich in der Causa Hartmann: Besser nicht gesagt
Grünen-Abgeordnete Ricarda Lang rechnete neben vielen weiteren Politiker:innen nach Waldemars Aussage mit dem Ex-Fußball-Sprecher, der sich im Netz nicht das erste Mal politisch positionierte, knallhart ab. "Klassischer Fall von: "You're not supposed to say the quiet part out loud", schreibt Lang. Sinngemäß übersetzt: Das ist eigentlich etwas, was man nicht laut sagen sollte.
"Wusste gar nicht, dass der Waldi noch Relevanz hat.."
Im Netz erntet Lang für ihre Kritik regen Zuspruch. Bei Instagram heißt es hier unter anderem:
- "Btw: Elif Eralp ist ein viel schönerer Name als Waldemar Hartmann"
- "Das waren wohl paar Weißbier zuviel für Waldi."
- "Das ist echt krass. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind so dermaßen salonfähig geworden, dass sie nicht mal mehr versteckt werden, sondern aktiv und mit voller Absicht öffentlich kundgetan werden. Wahnsinn."
- "Nehmt dem Opa das Mobiltelefon bitte weg. Ist ja nicht zu ertragen.."
- "Rassismus ist doch schon ne ganze Weile wieder en vogue, da überrascht so ne Aussage von Waldi doch auch nichtmehr. Deutsche Medienlandschaft ist auf dem rechten Auge blind."
- "Wusste gar nicht, dass der Waldi noch Relevanz hat.."
- "Wäre ja auch komisch, wenn eine Berliner Regierende Bürgermeisterin Waldemar Hartmann hieße."
Andere gehen mit ihrer Kritik deutlich weiter. Bundestagsabgeordnete Serap Güler bezeichnete Waldemar Hartmanns Aussage bei X schlichtweg als "blanken Rassismus".
Waldemar Hartmann war jahrzehntelang als Sportjournalist für die ARD tätig. Seit August 2023 ist Hartmann für das umstrittene Portal "Nius" tätig.Man kann Elif Eralp und ihre Partei zu Recht heftig kritisieren. Sie bieten dafür genug inhaltliche Punkte. Das hier aber ist ohne Wenn und Aber blanker Rassismus. Einfach Rassismus. https://t.co/76CGD2rPyI
— Serap Güler (@SerapGueler) November 1, 2026
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