Donald Trump: "Die haben keine Ahnung" - US-Präsident wegen Wähler-Beleidigung in der Kritik
Donald Trump hat in einem Podcast erneut Wähler in Alaska beleidigt. Kurz vor der Senatswahl behauptete er, die Menschen würden ein Wort auf dem Stimmzettel nicht verstehen. Für seine Aussagen hagelte es Kritik.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump beleidigt Wähler in Alaska
- US-Präsident behauptet, dass die Wähler nicht wissen, was das Wort "Amtsinhaber" bedeutet
- Donald Trump hat das US-Justizministerium zu einer Klage vor der Senatswahl bewegt
US-Präsident Donald Trump hat im Podcast "Pod Force One" eine abwertende Erklärung dafür geliefert, warum seine Regierung juristisch gegen das Ergebnis der hart umkämpften Senatswahl in Alaska vorgeht: Amerikanische Wählerinnen und Wähler wüssten schlicht nicht, was das Wort "Incumbent" – also Amtsinhaber – bedeute.
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"Die haben keine Ahnung" - Donald Trump kränkt Wähler in Alaska
Gegenüber Miranda Devine legte Trump seine Sichtweise dar. "Wenn man sich die Namen anschaut, steht da Daniel J. Sullivan Jr., das ist der andere Typ. [Sein Name] sieht wunderschön aus [auf dem Stimmzettel] und steht oben. Der andere sagt Dan Sullivan", erklärte der Präsident. Der entscheidende Hinweis "Republican Incumbent" – also republikanischer Amtsinhaber – stehe in "winzigen kleinen Buchstaben" darunter. "Viele Leute wissen nicht, was das bedeutet. Incumbent – was bedeutet das? Incumbent. Die haben keine Ahnung", so Trump. Bereits Ende Oktober warf er den Wählern in Alaska bereits vor, das Wort auf dem Stimmzettel nicht verstehen zu können.
US-Präsident erhebt Betrugsvorwürfe
Anschließend holte er zu pauschalen Betrugsvorwürfen aus: „Sie betrügen bei Stimmzetteln, sie betrügen bei Stimmen, sie betrügen! Sie betrügen!" Wer für offene Grenzen, Transgender-Politik und Männer im Frauensport stehe, könne nur durch Betrug gewinnen, behauptete Trump.
Donald Trump für Beleidigung im Netz verhöhnt
Seine Aussagen verbreiteten sich schnell auf der Plattform X. Unter einem geteilten Ausschnitt des Accounts "Clash Report" spotteten einige Nutzer über den US-Präsidenten. "Er selbst, dieses 'Genie', hat keine Ahnung", schrieb ein User. "Willst du damit sagen, dass deine Anhänger Idioten sind, weil sie dieses geläufige Wort nicht kennen", fragte ihn ein Nutzer. "Er hält sich wirklich für ein Genie. 25th", meinte ein Nutzer und deutete mit der Zahl 25 womöglich das Amtsenthebungsverfahren an. Dieses wird seit Trumps zweiter Amtszeit immer wieder gefordert.
Justizministerium reichte Klage ein
Auf direkte Anweisung Trumps hatte das US-Justizministerium vor rund einem Monat Klage eingereicht, um Alaska an der Zertifizierung des Wahlergebnisses zu hindern. Allerdings nur für den Fall, dass Senator Dan Sullivan (Republikaner) seine Wiederwahl verliert.
Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht Daniel J. Sullivan Jr., ein pensionierter Lehrer, der als unabhängiger Kandidat für denselben Senatssitz antritt. Das Justizministerium argumentierte, sein Erscheinen auf dem Stimmzettel könne Wähler in die Irre führen und dem republikanischen Amtsinhaber Stimmen entziehen. Laut einem von der Wahlbehörde Alaskas veröffentlichten Musterstimmzettel erscheinen beide Sullivans tatsächlich untereinander – der unabhängige Kandidat dabei an oberer Position.
Klage gescheitert - Verschwörungstheorien um Kandidaten schlagen Wellen
Ein Bundesrichter wies die Klage des Justizministeriums am Sonntag (1. November) ab. Doch damit ist die Angelegenheit keineswegs erledigt: Die Behörde hat ihre strafrechtlichen Ermittlungen sogar noch ausgeweitet. Im Visier steht eine mutmaßliche Verschwörung der Demokraten, Daniel J. Sullivan gezielt als Kandidaten rekrutiert zu haben, um dem republikanischen Senator Stimmen abzujagen.
Laut der "New York Times" sollen Demokraten den pensionierten Lehrer tatsächlich zur Kandidatur bewegt haben. Mary Peltola, die demokratische Senatskandidatin aus Alaska, weist diese Darstellung entschieden zurück. Trump selbst bleibt trotz der gerichtlichen Niederlage bei seiner Überzeugung, dass es sich um eine kriminelle Verschwörung handele.
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bos/news.de/stg
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