Donald Trump: "In zehn Minuten erledigt" – Trump droht mit vernichtendem Militärschlag

Donald Trump droht Iran mit einem neuen Militärschlag und nennt bereits ein konkretes Angriffsziel. Ein geheimer Atomkomplex unter dem sogenannten Pickaxe Mountain könnte ins Visier der US-Streitkräfte geraten. Teheran kündigt eine Vergeltung an, die keine geografischen Grenzen kennen soll.

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Donald Trump prahlt damit, dass er iranische Atomanlagen innerhalb weniger Minuten zerstören könne. (Foto) Suche
Donald Trump prahlt damit, dass er iranische Atomanlagen innerhalb weniger Minuten zerstören könne. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump droht Iran mit neuen Angriffen auf mutmaßliche Atomanlagen, darunter Pickaxe Mountain
  • Drei US-Flugzeugträger und Tausende Soldaten verstärken die amerikanische Militärpräsenz in der Region
  • Teheran kündigt eine uneingeschränkte Vergeltung an, während diplomatische Bemühungen weiterlaufen

Die nächste Eskalation im Iran-Krieg könnte unmittelbar bevorstehen: Donald Trump droht Teheran mit weiteren Militärschlägen und hat dabei ein konkretes Ziel ins Visier genommen. Der sogenannte "Pickaxe Mountain" soll einen streng abgeschirmten Atomkomplex beherbergen. Während Washington seine militärische Präsenz in der Region massiv verstärkt, droht die iranische Führung mit einer Vergeltung ohne geografische Grenzen – ausgerechnet kurz vor den wichtigen US-Zwischenwahlen.

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Trump droht Iran mit Angriffen auf Pickaxe Mountain

Einen Tag vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag (3. November) verschärft sich der Konflikt zwischen Washington und Teheran erneut. Der US-Präsident hat offen mit weiteren Militärschlägen gegen den Iran gedroht. Dabei nannte er auch ein konkretes Ziel: den Berg Kolang, international als "Pickaxe Mountain" bekannt. Unter dem sogenannten Spitzhacken-Berg in der iranischen Provinz Isfahan wird ein streng abgeschirmter Atomkomplex vermutet. Der Standort liegt in der Nähe der bekannten Atomanlage Natans.

"Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", erklärte Trump am Samstag (31.10.2026) auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Die iranische Führung bestreitet jegliche nuklearen Aktivitäten an dem Standort.

Trump erklärt Irans Militär für weitgehend zerstört

Bei seinen Äußerungen zeichnete der US-Präsident das Bild eines nahezu vollständig geschlagenen Gegners. Marine, Luftwaffe, Flugabwehr und ein Großteil der militärischen Ausrüstung Irans seien bereits vernichtet. Auch erhebliche Teile der Rüstungsproduktion seien zerstört worden. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet", betonte Trump. Lediglich ein bis zwei Standorte müssten noch beseitigt werden. Auf die Frage nach einem Zeitrahmen für die über Katar vermittelten Verhandlungen gab sich Trump betont gelassen. Angesichts der bereits erzielten militärischen Erfolge hätten die USA es "nicht besonders eilig". Gleichzeitig bezeichnete er die iranische Seite als "nicht sehr zuverlässig", obwohl die Gespräche über ein Kriegsende "gut" liefen.

US-Außenminister Marco Rubio stellte allerdings klar, dass Trump noch keine Entscheidung über weitere Angriffe getroffen habe. Washington sei weiterhin offen für eine diplomatische Lösung.

Drei US-Flugzeugträger und Tausende Soldaten gegen Iran in Stellung

Den Drohungen folgen umfangreiche militärische Vorbereitungen. Washington verstärkt seine Streitkräfte im Nahen Osten massiv. Nach Berichten der US-Medien sollen drei Flugzeugträger mit ihren Begleitschiffen und insgesamt mehr als 20.000 Soldaten in der Region zusammengezogen werden. Auch zahlreiche Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe gehören zu den Verbänden. Laut "Bild" könnten die US-Streitkräfte innerhalb von 96 Stunden nach einem präsidialen Einsatzbefehl zuschlagen. Ein neuer Angriff nach den Zwischenwahlen am Dienstag gilt damit als möglich.

Auch ein Bericht des "Wall Street Journal" deutet auf konkrete Vorbereitungen hin. Demnach telefonierte Trump am Samstag mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu. Zuvor hatte er mit hochrangigen Militärkommandanten verschiedene Optionen für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen besprochen. Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran könnte damit in eine neue Phase eintreten.

Iran droht Trump mit Vergeltung ohne geografische Grenzen

Die iranische Führung reagierte mit scharfen Gegendrohungen. Oberster Führer Modschtaba Chamenei stellte bereits am Samstag vor ranghohen Militärkommandanten unmissverständlich klar: "Auf jede Art von Bedrohung muss eine sofortige, wirkungsvolle und geografisch uneingeschränkte Antwort folgen."

Am Sonntag verschärfte die Armeeführung den Ton weiter. Sprecher Mohammed Akraminia erklärte im Staatsfernsehen, ein erneuter bewaffneter Konflikt könnte sich deutlich länger hinziehen als die bisherigen Kampfhandlungen. Washington werde weder den Zeitpunkt noch die Bedingungen eines Kriegsendes bestimmen können.

Auch Verteidigungsminister Mehrdad Achlaghi schloss sich den Warnungen an. Sein Land werde auf jeden Angriff "verhältnismäßig, entschlossen und wirkungsvoll" reagieren. Jene, die mit Gewalt drohten, würden weder Ausmaß noch Konsequenzen der iranischen Verteidigungsreaktion kontrollieren können, so Achlaghi.

Iran-Krieg: Katar vermittelt, während die Gewalt am Golf eskaliert

Irans Außenminister Abbas Araghchi schloss direkte Gespräche mit Washington vorerst aus, bestätigte jedoch, dass Konsultationen über Vermittler fortgesetzt würden. Zugleich räumte er erstmals offiziell ein, dass Teheran ein Schreiben von US-Vizepräsident JD Vance erhalten habe. Laut "Wall Street Journal" enthielt das Dokument eher einen möglichen Verhandlungsrahmen als konkrete Friedensvorschläge.

In der Region wächst unterdessen die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, äußerte bei einer Konferenz in Bahrain die Hoffnung auf einen "diplomatischen Durchbruch", betonte aber: "Wir sind auch auf das Schlimmste gefasst."

Wie angespannt die Lage auf den internationalen Schifffahrtsrouten ist, zeigt ein Zwischenfall vom Freitagabend: Der katarische Flüssiggastanker "Al Mayeda" wurde in den Gewässern des Persischen Golfs von unbekannten Geschossen beziehungsweise Objekten getroffen. Die Besatzung blieb unverletzt, auch Umweltschäden wurden nicht gemeldet. Der Vorfall wurde am Sonntag von der katarischen Reederei bekannt gemacht.

Seit Beginn des Krieges ist die Schifffahrt durch die Straße von Hormus massiv beeinträchtigt. Der Iran schränkt die Durchfahrt ein und droht Schiffen, die ohne seine Genehmigung passieren wollen. Die USA wiederum haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt. Ein neuer amerikanischer Angriff könnte die ohnehin angespannte Lage am Golf weiter verschärfen.

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