Trump im freien Fall?: Wutanfälle, Kuss-Eklat und bizarre Demenz-Gerüchte erschüttern Weißes Haus
Für Donald Trump reiht sich derzeit eine Kontroverse an die nächste. Während seine Aussagen und Auftritte im Netz für Spott sorgen, steht auch sein Umgang mit kritischen Journalisten in der Kritik. Dazu kommen schlechte Umfragewerte und Streit über seine Außenpolitik.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Trump sorgt mit ungewöhnlichen Auftritten und einem Streit mit einem Journalisten für Schlagzeilen
- Eine Umfrage ermittelt nur 33 Prozent Zustimmung für den US-Präsidenten
- Umstrittene Aussagen zu Iran, Russland und einer möglichen 5.000-Dollar-Zahlung lösen Kritik aus
Für Donald Trump entwickelt sich der Endspurt vor den US-Zwischenwahlen zu einem politischen und persönlichen Spießrutenlauf. Anstatt die Reihen der Republikaner im Angesicht drohender Verluste zu schließen, dominierten in den vergangenen Tagen schwere Irritationen das Bild: Ein wachsendes medizinisches Gefolge und unkontrollierte Lautäußerungen fachen Spekulationen über seinen kognitiven Zustand neu an, während offene Wutausbrüche vor Journalisten und bejubelte Schlägereien bei Wahlkampfauftritten für Entsetzen sorgen. Gleichzeitig bröckelt der Rückhalt in der US-Bevölkerung rasant. Wir fassen die brisantesten Berichte und Hintergründe einer hochexplosiven Woche zusammen.
Die Links zu den jeweiligen Trump-Meldungen finden Sie am Ende dieses Textes.
Kognitiver Verfall oder Wahlkampf-Erschöpfung? Schwere Rätsel um Trumps Gesundheit
Aufsehenerregende Szenen haben die Spekulationen über die geistige und körperliche Verfassung des 80-jährigen US-Präsidenten dramatisch angeheizt. Bei einem Wahlkampfauftritt in Pendleton (South Carolina) sorgte Trump für Verwirrung, als er mitten im Satz abrupt innehielt und ein unartikuliertes Stöhnen ("Euhh") ausstieß, was im Netz sogleich Debatten über Symptome einer frontotemporalen Demenz auslöste. Kurz zuvor kursierte bereits ein virales Video von einem Flugplatz, auf dem der Präsident scheinbar ins Leere winkte und Selbstgespräche führte. Zwar bescheinigte sein Leibarzt Sean Barbarella ihm formal eine hervorragende Fitness, doch Berichte über eine strikte "Drei-Minuten-Regel" – wonach der Leibarzt stets binnen drei Minuten erreichbar sein muss – sowie Trumps eigene kryptische Andeutungen über "sehr schwere Probleme" werfen Fragen auf. Zudem prahlte Trump öffentlich damit, mit mehr Ärzten denn je zu reisen, und irritierte mit der zynischen Behauptung, seine Mediziner würden kollabierende Zuschauer einfach liegen lassen, da diese "Kollateralschaden" seien.
Drohungen und Gewalt-Beifall: Kontrollverluste im Oval Office und auf der Bühne
Aggressiv und unberechenbar präsentierte sich der Präsident im direkten Austausch mit Presse und Demonstranten. Bei einem Pressetermin im Weißen Haus, der eigentlich einem Whistleblower-Programm gewidmet war, verlor Trump völlig die Beherrschung: Er bedrohte anwesende Reporter, attackierte den Journalisten Andrew Feinberg persönlich mit den Worten "Sind Sie eine kranke Person?", verwechselte den Namen seines eigenen Vizepräsidenten J.D. Vance („J.T.") und verweigerte diesem die Unterstützung für eine Kandidatur 2028. Noch drastischer eskalierte die Lage bei einer Kundgebung an der Clemson University in South Carolina: Als Zwischenrufer seine Rede störten und ein Trump-Anhänger auf einen Demonstranten einschlug, zeigte sich der Präsident begeistert, feierte die Attacke mit "Das hat mir gefallen" und verglich den Schläger öffentlich mit Boxlegende Evander Holyfield.
Kuss-Abfuhr und Muskel-Faszination: Bizarre Privatszenen sorgen für Kopfschütteln
Auch abseits der harten Tagespolitik bot Trump reichlich Angriffsfläche für Spott und Fremdscham. Für weltweites Aufsehen im Netz sorgte ein frostiger Auftritt im Weißen Haus an der Seite von Melania Trump: Nach der Unterzeichnung eines Dekrets zur Frauengesundheit wollte Donald Trump seine Ehefrau küssen – doch die 56-jährige First Lady drehte den Kopf demonstrativ zur Seite und ließ ihren sichtlich brüskierten Gatten ins Leere laufen. Nur wenig später sorgten Trumps Auftritte in Ohio für ungläubige Reaktionen, als er vor Wählern wiederholt in detaillierte Schwärmereien über das Gesäß des republikanischen Senators Jon Husted verfiel. Mit Aussagen wie "Sein Hintern ist der Wahnsinn. Er ist wie ein Muskelberg" handelte sich Trump beißenden Spott von CNN-Moderator Anderson Cooper und Social-Media-Nutzern ein.
Trump im Umfrage-Tief: Verzweifelter Stimmenkauf mit der 5.000-Dollar-Dividende?
Politisch steht Trump unmittelbar vor den Kongresswahlen mit dem Rücken zur Wand. Eine Großumfrage von ABC News, der "Washington Post" und Ipsos offenbart ein desaströses Stimmungsbild: Trumps Zustimmungswert ist auf 33 Prozent abgestürzt, 75 Prozent missbilligen seinen Umgang mit der Inflation, und selbst bei der Wirtschaftskompetenz liegen die Demokraten inzwischen deutlich vorn. In seiner Not greift der Republikaner zu radikalen Mitteln: Vor Wählern in South Carolina versprach er jedem erwachsenen US-Bürger eine sogenannte "Trump-Dividende" in Höhe von 5.000 Dollar aus Zolleinnahmen – allerdings ausdrücklich nur im Falle eines republikanischen Wahlsiegs. Kritiker und Oppositionelle werten das billionenschwere Versprechen als offenen Stimmenkauf und unverhohlene Erpressung der Wählerschaft.
Verharmloster Krieg, Putin-Kuschelkurs und Bürgerkriegs-Rhetorik: Außenpolitik im Zwielicht
Im außen- und sicherheitspolitischen Bereich zeichnet Trump ein Bild extremer Widersprüche. Während die Zahl der getöteten und verletzten US-Soldaten bei Angriffen gegen den Iran weiter steigt und 65 Prozent der Amerikaner den Einsatz ablehnen, wiegelte Trump die Kampfhandlungen in Georgia ungeniert ab und stufte den blutigen Konflikt als reine "Militärübung" ein. Zugleich enthüllte Bestseller-Autor Michael Wolff Insiderberichte, wonach Trumps jüngste Annäherung an Wladimir Putin und die Aufhebung von Ölsanktionen auf einen durchtriebenen Plan zur persönlichen Bereicherung auf bis zu 20 Milliarden Dollar abzielen. Um von der Kritik abzulenken, schürt Trump im Inland gezielt Ängste: Die Unruhen in Frankreich instrumentalisierte er für düstere Warnungen vor einem "brennenden Amerika" und behauptete ohne Belege, die Demokraten wollten die Zerstörung des Landes vorantreiben.
Die ausführlichen Meldungen zu den Trump-News der Woche finden Sie hier:
- Besorgniserregender Auftritt – US-Präsident redet mit sich selbst und winkt ins Leere
- Wutanfall bei Pressekonferenz – so außer sich war Trump noch nie
- "Sein Hintern ist wie ein Muskelberg" – Trump-Schwärmerei sorgt für Kopfschütteln
- "Wenn wir verlieren, bekommt ihr nichts" – Trump besticht Wähler mit 5.000 Dollar
- Durchtriebener Geld-Plan aufgedeckt - darum sucht Trump die Nähe von Putin
bua/news.de
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