Gerhard Schröder: Altkanzler nach Supermarktbesuch in Moskau heftig kritisiert

Nach seiner Berufung in den Aufsichtsrat beim russischen Ableger der deutschen Globus-Kette taucht Altkanzler Schröder überraschend in Moskau auf. Am Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin besucht er eine Filiale. Das blieb nicht ohne Kritik.

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Gerhard Schröder hat einen neuen Job beim russischen Ableger der Supermarktkette Globus. (Foto) Suche
Gerhard Schröder hat einen neuen Job beim russischen Ableger der Supermarktkette Globus. Bild: picture alliance/dpa/NDR | Sven Wettengel
  • Gerhard Schröder besucht in Moskau an Putins Geburtstag seinen neuen Arbeitsplatz
  • Als der Ex-Bundeskanzler Mitarbeiter des Supermarktes begrüßt, zerschellen plötzlich Glasflaschen
  • Neue Aufnahmen des Altkanzlers bleiben nicht ohne Kritik.

Während andere mit 82 Jahren ihren Ruhestand genießen, übernimmt Altkanzler Gerhard Schröder einen neuen Job. Nachdem er in den Aufsichtsrat beim russischen Ableger der deutschen Supermarktkette Globus berufen wurde, besuchte er am 7. Oktober eine Filiale der Kette Hypermarket. Sein Besuch blieb nicht unbemerkt - dafür sorgten neue Aufnahmen.

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Gerhard Schröders neuer Job - Altkanzler besucht Moskauer Supermarkt an Putins Geburtstag

Wie die Wirtschaftszeitung RBK berichtete, hielt Schröder eine Begrüßungsrede vor den Mitarbeitern des Unternehmens, woraufhin sich der Austausch hinter verschlossenen Türen fortsetzte. Anschließend folgte ein Rundgang durch das Geschäft. Ein Kameramann filmte den Besuch. Schröder lächelte, als er durch den Eingang ging. Dabei ging er Hand in Hand mit seiner Frau So-yeon Kim.

Plötzlich zerbrechen Glasflaschen - die etwas andere Feier für Söder

Der Anlass wurde unfreiwillig "gefeiert", wie in einem vom Medienportal "Nexta" auf der Plattform X geteilten Video zu sehen ist. Als der Altkanzler die Champagner-Aufsteller passieren wollte, warnte einer seiner Begleiter den Kameramann, vorsichtig zu sein. Doch es war zu spät. Der Mann schritt nach hinten. Im Hintergrund ertönte ein klirrendes Geräusch von zerbrechenden Glasflaschen. Schröder nahm es gelassen und winkte ab. Der 82-Jährige wendete sich vor Ort an die Mitarbeitenden. "Ich freue mich sehr, hier zu sein, diesen beeindruckenden Markt und die Ergebnisse Ihrer Arbeit zu sehen sowie Sie, meine lieben Kollegen, kennenzulernen", zitiert ihn RBK.

Heftige Kritik am Ex-Bundeskanzler

Unter dem Video hinterließen viele Nutzer ihre Meinung über den Besuch des Altkanzlers - die fiel größtenteils vorwurfsvoll, beleidigend, spöttisch und hämisch aus. "Und es sagte eine Frauenstimme sinngemäß 'Scherben bringen Glück' in dem Fall waren ja keine Porzellan-, sondern Glasscherben und die bringen Unglück – ist doch allgemein bekannt. Russen sind super abergläubig", schrieb ein Nutzer. Ein anderer User verwies auf Schröders Präsenz: "Er sieht alt und außer Atem aus. Und warum hält die Frau ihn fest?" Es kam auch die Frage auf, wieso er immer noch so viel Aufsehen erregt: "Schröder macht Schröder-Sachen. Verstehe nicht, warum dieser Typ immer noch Aufmerksamkeit bekommt. Er ist 2 Jahrzehnte aus dem Amt und hat die meisten seiner Ex-Kanzler-Privilegien verloren. Typen wie er leben von der Aufmerksamkeit, die ihr ihnen gebt. Am besten ist es, sie komplett zu ignorieren, er ist 82, also..."

Gerhard Schröder und seine Beziehung zu Putin

Altkanzler Schröder war nach RBK-Angaben von den Anteilseignern bereits am 30. September in den Aufsichtsrat aufgenommen worden. Er werde an der allgemeinen Unternehmensführung teilnehmen und die strategische Entwicklung der Firma in Russland leiten, hieß es.

Der 82-Jährige ist mit Kremlchef Wladimir Putin eng befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung zu Putin und seines Engagements für russische Energieunternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen.

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/sfx/news.de/dpa

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