Wladimir Solowjow tobt: Putin-Hetzer will Europa mit 20-Jahres-Plan und Atomschlag auslöschen

Wladimir Solowjow ist für seine Zerstörungsfantasien des Westens berühmt-berüchtigt - nun holte Wladimir Putins Chef-Propagandist zu einem neuen Tiefschlag aus und malte sich aus, wie ein 20-Jahres-Plan Europa vernichten würde.

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Wladimir Putins Chef-Propagandist Wladimir Solowjow ist für seine brachialen Zerstörungsfantasien bekannt, die er sich für den Westen ausmalt. (Foto) Suche
Wladimir Putins Chef-Propagandist Wladimir Solowjow ist für seine brachialen Zerstörungsfantasien bekannt, die er sich für den Westen ausmalt. Bild: Montage news.de / picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph / picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Wladimir Putins Chef-Hetzer im Staatsrundfunk außer Rand und Band
  • Wladimir Solowjow fantasiert über Nuklearangriff zur Zersplitterung Europas
  • Kreml-Propagandist lässt sich ideale Wetterbedingungen für Atomschlag erklären

Wenn es um die Verbreitung seiner Propaganda für den Ukraine-Krieg und gegen den Westen geht, kann sich Wladimir Putin entspannt zurücklehnen, wann immer Wladimir Solowjow auf Sendung geht: Im russischen Staatsrundfunk poltert der prominente Kreml-Hetzer bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen die Nato und ergeht sich in Zerstörungsfantasien durch russische Kriegshandlungen.

Wladimir Putins Chef-Propagandist will Europa mit Atomschlag zersplittern

In seiner Sendung "Vollkontakt" präsentierte Solowjow nun erneut einen erschreckenden Fahrplan für die Destabilisierung Europas durch Russland. Sein erklärtes Ziel: Der europäische Kontinent soll idealerweise durch möglichst viele bewaffnete Konflikte in kleine, machtlose Einzelstaaten zerfallen. "Brauchen wir ein vereintes Europa? Nein. Wir brauchen kein vereintes Europa, denn aus einem vereinten Europa kam für uns nie etwas Gutes", erklärte Solowjow laut einer Übersetzung von Russian Media Monitor, wie der britische "Daily Express" berichtet. Moskaus Interesse gelte ausschließlich einem Europa aus Nationalstaaten – "je kleiner diese Nationalstaaten sind, desto besser".

Putins Chef-Hetzer Solowjow legt 20-Jahres-Plan für die Zerstörung Europas vor

Der prominente Putin-Vertraute rief den Kreml-Chef dazu auf, sämtliche verfügbaren Mittel einzusetzen – von Soft Power bis hin zu direkter militärischer Intervention –, um die europäische Integration zu torpedieren. "Unser Ziel ist es, dass es in Europa so viele Kriege und Probleme wie möglich gibt", so Solowjow wörtlich. Doch bei der Ukraine sollen Russlands Ambitionen laut Solowjow keineswegs enden. Als unmittelbares Ziel nannte er den Vorstoß über den Dnipro in Richtung Transnistrien, um die Ukraine als geopolitischen Akteur vollständig auszuschalten.

Darüber hinaus skizzierte der Wladimir Solowjow einen weitreichenden Expansionsfahrplan: Russland müsse einen Landkorridor zur Exklave Kaliningrad schaffen und das Baltikum durch streng kontrollierte "Pufferzonen" unter Moskaus Einfluss bringen. Innerhalb von 15 bis 20 Jahren solle die Ostsee zu einem "russischen Binnenmeer" werden. Das Endziel dieser Strategie: Westeuropa in eine Ansammlung "zersplitterter, geschwächter Staaten" zu verwandeln, die sich bis an die Atlantikküste erstrecken.

Kreml-Hetzer feiert Russland als "atmendes Imperium" mit mächtigen Verbündeten

Solowjow beschrieb Russland in der Sendung als ein "atmendes Imperium", das sich in einer Phase unvermeidlicher territorialer Ausdehnung befinde. Um den Westen wirksam in Schach zu halten, müsse Putin eine gewaltige militärisch-politische Allianz quer durch Eurasien schmieden – mit China, Nordkorea und Belarus als Kernpartnern und ohne US-Beteiligung. Besonders aufschlussreich ist Solowjows Einschätzung möglicher Konfrontationsszenarien: Eine europäische Verteidigungsstruktur ohne amerikanische Rückendeckung wäre aus seiner Sicht der für Russland günstigste Gegner. Dieses Konstrukt, das er als "Nato 3.0" bezeichnete, würde Moskau den "bequemsten" aller denkbaren militärischen Konflikte liefern.

Die Botschaft dahinter ist kaum zu überhören: Putins prominentester Hetzer setzt darauf, dass ein von den USA abgekoppeltes Europa militärisch verwundbar wäre – und genau diese Schwachstelle will er ausgenutzt sehen.

Wladimir Solowjow lässt sich perfekte Wetterbedingung für Atomschlag erklären

Den wohl bizarrsten Moment der Sendung lieferte das Schlusssegment, als sich Wladimir Solowjow den staatlichen Wettermoderator Jewgeni Tischkowez vor die Kamera holte, um mit ihm über die idealen atmosphärischen Voraussetzungen für nukleare Angriffe auf Westeuropa zu plaudern – ganz so, als handele es sich um die Vorhersage für ein Grillwochenende. Tischkowez erklärte mit bemerkenswerter Beiläufigkeit, dass die aktuellen Windverhältnisse über Westeuropa "günstig für die Durchführung von Atomschlägen" seien. Dieser Zustand halte noch bis zum Ende der Woche an, danach drehe der Wind. Etwaige nukleare Aktionen sollten daher zeitlich vor diesem Wechsel stattfinden, so die Empfehlung des Meteorologen.

Dass im russischen Staatsfernsehen ein Wettermann Zeitfenster für den Einsatz von Atomwaffen diskutiert, als ginge es um optimale Aussaatbedingungen, verdeutlicht das Ausmaß der nuklearen Normalisierung in Moskaus Medienlandschaft.

Hinter der kriegslüsternen Kreml-Rhetorik steckt mehr als bloße Provokation

Solowjows Ausführungen mögen auf den ersten Blick wie die Fantasien eines einzelnen Scharfmachers wirken. Doch als einer der einflussreichsten Stimmen im russischen Staatsfernsehen und enger Vertrauter Putins spiegeln seine Worte eine Denkweise wider, die weit über die Grenzen der Ukraine hinausreicht.

Der offen formulierte Plan, Europa durch Konflikte zu zersplittern, einen Landkorridor nach Kaliningrad zu erzwingen und die Ostsee unter russische Kontrolle zu bringen, richtet sich direkt gegen die Sicherheitsarchitektur des gesamten Kontinents. Dass solche Szenarien nicht in Hinterzimmern, sondern zur besten Sendezeit im Staatsfernsehen ausgebreitet werden, unterstreicht ihren Zweck: gezielte Einschüchterung. Die beiläufige Diskussion über optimale Bedingungen für Atomschläge reiht sich nahtlos in diese Strategie ein – nukleare Drohungen als alltägliches Instrument der Kreml-Kommunikation.

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/news.de/stg

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