Xi Jinping: Chinas Staatschef weist Donald Trump mit nur einem Satz in die Schranken

Während Donald Trump Xi Jinping den roten Teppich ausrollte und nicht mit Lob sparte, schlug der chinesische Staatschef weniger freundliche Töne an. Während des Staatsempfangs nahm er kein Blatt vor den Mund und wies den US-Präsidenten in die Schranken.

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Xi Jinping wies Donald Trump in die Schranken. (Foto) Suche
Xi Jinping wies Donald Trump in die Schranken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Xi Jinping demütigt Donald Trump bei Staatsempfang
  • Chinas Staatschef weist Donald Trump in die Schranken
  • Xi Jinping sendet US-Präsident deutliche Warnung

Mit einem Aufgebot, das selbst für Washington ungewöhnlich war, hat Donald Trump den chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag (24. September) im Weißen Haus empfangen. Bereits am Vorabend holte der US-Präsident seinen Gast persönlich zusammen mit dessen Ehefrau Peng Liyuan auf der Joint Base Andrews ab – eine Geste, die Staatsoberhäuptern nur selten zuteilwird.

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Donald Trump rollt Xi Jinping den roten Teppich aus und spart nicht mit Lob

Am Donnerstagmorgen folgte dann das volle Programm, an dem auch Trump-Tochter Ivanka teilnahm: 479 Soldaten sämtlicher Teilstreitkräfte standen laut "The Daily Beast" für die Ankunftszeremonie bereit. Nationalhymnen erklangen, eine Marine-Exerziereinheittrat auf, und über dem Weißen Haus donnerten ein B-2-Tarnkappenbomber sowie vier F-22-Kampfjets hinweg. Im Rosengarten wehten chinesische und amerikanische Flaggen nebeneinander, während beide Präsidenten die aufgereihten US-Truppen abschritten. Doch hinter dem militärischen Pomp verbarg sich ein diplomatisches Kräftemessen, das schnell eine ganz andere Tonlage annahm.

Chinas Staatschef weist Donald Trump mit nur einem Satz in die Schranken

Während Donald Trump seinen Gast vor laufenden Kameras als "wirklich großen Freund" pries und von der gemeinsamen Beziehung schwärmte, setzte Xi Jinping einen deutlich nüchterneren Kontrapunkt. Mit nur einem Satz wies der chinesische Staatschef Trump in die Schranken. So warnte Xi Jinping in Gegenwart seines Gastgebers vor der sogenannten "Thukydides-Falle" – jenem historischen Konzept, wonach Spannungen zwischen einer aufstrebenden und einer etablierten Macht unweigerlich in einen Krieg münden können. "Die Thukydides-Falle kann überwunden werden", erklärte Xi und forderte ein "friedliches Zusammenleben" beider Nationen sowie einen Wettbewerb, der "in Grenzen gehalten" werde.

Xi Jinping sendet Donald Trump deutliche Warnung

Eine Warnung, die keineswegs neu war. Denn bereits bei seinem Treffen mit Donald Trump im Mai in Peking hatte Xi Jinping exakt dieselbe Formulierung gewählt. Wort für Wort. Die Wiederholung innerhalb von nur vier Monaten macht damit unmissverständlich klar: Peking betrachtet das Verhältnis zu Washington nicht als Freundschaft, sondern als strategische Rivalität zweier Supermächte.

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Übrigens: In den eigenen Reihen sorgte Donald Trumps prunkvoller Empfang für den chinesischen Staatschef für erhebliche Kritik. Besonders scharf fiel die Reaktion von Maga-Aktivistin Laura Loomer aus: Es sei "wirklich beschämend, dass amerikanische Männer und Frauen in Uniform" gebeten worden seien, "den kommunistischen Diktator Chinas" zu begrüßen. "Ich schätze, alle haben das China-Virus und Chinas Einmischung in die Wahl 2020 vergessen", klagte sie. Auch der republikanische Senator Roger Wicker stellte klar, dass China ein Gegner der Vereinigten Staaten sei, und verwies auf Menschenrechtsverletzungen sowie Pekings enge Verbindungen zum Iran.

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/news.de/stg

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