Friedrich Merz: Kanzler macht überraschendes Geständnis – sein Umfeld ist davon wenig begeistert
Bundeskanzler Friedrich Merz überrascht mit einem ungewöhnlichen Einblick in seinen Berliner Alltag. Wenn es sein Terminkalender erlaubt, steigt er in die S-Bahn und läuft anschließend durch das Brandenburger Tor.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Friedrich Merz fährt gelegentlich mit der S-Bahn zur Arbeit
- Sein Umfeld sieht die Fahrten offenbar kritisch
- Der Kanzler joggt weiterhin im Berliner Tiergarten
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Bundeskanzler Friedrich Merz sorgt mit einem ungewöhnlichen Einblick in seinen Berliner Alltag für Aufmerksamkeit. Bei einem CDU-Wahlkampfauftritt berichtete der 70-Jährige, dass er gelegentlich nicht mit der Dienstlimousine, sondern mit der S-Bahn unterwegs ist. Das komme in seinem Umfeld allerdings nicht bei allen gut an.
Kanzler steigt in Berlin in die S-Bahn
Wenn es sein Terminkalender zulasse, nutze Merz nach eigener Aussage den öffentlichen Nahverkehr. "Ich fahre nach wie vor hin und wieder mit der S-Bahn", sagte er "t-online" zufolge bei der Veranstaltung im Berliner Konrad-Adenauer-Haus.
Seine Sicherheitsleute und andere Personen aus seinem Umfeld sehen diese Fahrten offenbar weniger entspannt. "Es gibt viele Menschen in meinem Umfeld, die das nicht so gerne mögen", erklärte der Kanzler. Für ihn selbst sei die Fahrt mit der S-Bahn jedoch durchaus etwas Angenehmes: "Aber ich mag das hin und wieder."
Über das Brandenburger Tor zum Bundestag
Merz verriet auch, wie seine ungewöhnliche Fahrt zur Arbeit abläuft. Er nutze die Linien S1, S2 oder S25 und steige am Bahnhof Brandenburger Tor beziehungsweise am Pariser Platz aus. Von dort führt ihn sein Weg zu Fuß weiter in Richtung Bundestag. Dabei nimmt der Kanzler nach eigenen Angaben bewusst einen kleinen Umweg durch das Brandenburger Tor. Wenn es die Zeit erlaubt, schaut er zudem an einer Plakette vorbei, die an den früheren US-Präsidenten Ronald Reagan erinnert.
Historischer Ort bedeutet Merz viel
Für Merz hat der tägliche Weg durch das Brandenburger Tor eine persönliche Bedeutung. Der Kanzler erinnerte daran, dass er selbst noch die deutsche Teilung erlebt habe und das Tor damals nicht einfach passiert werden konnte.
"Dann genieße ich einfach diesen historischen Ort und bin auch persönlich wirklich voller Dankbarkeit, dass ich heute durch dieses Brandenburger Tor gehen kann und darf", sagte Merz.
Sein Berliner Alltag spielt sich nach eigener Darstellung ansonsten vor allem im Bezirk Mitte ab. Dort befinden sich die zentralen Regierungseinrichtungen. Für private Treffen mit Freunden bleibe ihm dagegen nur wenig Zeit.
Merz spricht auch über das Joggen
Auch den Tiergarten erwähnte der Kanzler. Von seinem Büro aus könne er die weitläufige Parkanlage sehen. Dort gehe er weiterhin gerne joggen, allerdings nicht mehr so häufig wie früher. "Früher mehr als heute, aber immer noch gerne", sagte Friedrich Merz über seine Laufeinheiten. Bei seinem Auftritt warb Merz zudem für die Berliner CDU und sprach über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Für 2026 stellte er ein Wachstum von rund 1,3 Prozent in Aussicht und betonte zugleich den weiteren Reformbedarf. Außenpolitisch verwies er auf Veränderungen im Verhältnis zu den USA und erklärte, die Ära einer "unbedingten transatlantischen Freundschaft" sei wohl für längere Zeit vorbei.
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mlk/loc/news.de
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