Wladimir Putin: Menschen mit Behinderungen als Köder? Kremlchef soll sogar Blinde rekrutieren
Russland hat enorme Verluste im Ukraine-Krieg verzeichnet. Das Militär braucht neue Rekruten, kämpft aber mit Problemen. Deshalb soll Putin zugestimmt haben, auch Blinde und Menschen mit Behinderungen an die Front zu schicken.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Wladimir Putin will offenbar untaugliche Personen an die Front schicken
- Kremlchef soll zugestimmt haben, auch unter anderem Blinde einzusetzen
- Putin rekrutierte Menschen mit Behinderungen als Köder
Für Wladimir Putin nehmen die Probleme im Ukraine-Krieg zu. Während das russische Militär an den Angriffen festhält, wachsen die personellen Verluste an der Front. Das geht so weit, dass Russland mit den Rekrutierungen kaum hinterherkommt. Um die Truppenstärke wieder aufzubauen, hat der russische Präsident laut einem Bericht der in Russland verbotenen Oppositionszeitung "Nowaja Gaseta" zugestimmt, als untauglich eingestufte Personen im Krieg einzusetzen.
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Wladimir Putin will Blinde in Ukraine-Krieg schicken
Putins Sinneswandel erfolgte womöglich auf einer Parteiveranstaltung. Dort wurde ihm "ausnahmsweise"auch erlaubt, Freiwillige der Stufe "D" zu nehmen. Bislang durften in dieser Kategorie eingestufte Personen, selbst wenn sie sich freiwillig zum Militärdienst meldeten, nicht einberufen werden. Denn die Stufe D bedeutet, dass sie "dauerhaft untauglich" seien. In diese Einstufung fallen Menschen mit körperlichen und geistigen Krankheiten sowie Gehörlose und Blinde, schreibt "Bild". Putin soll dem Vorschlag zugestimmt haben. Eine offizielle Bestätigung liegt in diesem Fall aber bislang nicht vor.
Sollte der Bericht stimmen, bleiben diese Personen nicht mehr vom Wehrdienst befreit. Konkret könnten Personen der Gruppe D künftig bei der Drohnenabwehr landen. Sie sollen aber nicht auf ukrainischem Land kämpfen, sondern für die "regionale Luftverteidigung" in den Tiefen Russlands.
Menschen mit Behinderungen als Köder in Putins Angriffskrieg
Es handelt sich wohl nicht nur um einen Vorschlag. Im Oktober 2022 wurde bekannt, dass Menschen mit Behinderungen ihr örtliches Militärrekrutierungsbüro aussuchen sollten.Längst schickt Russlands Militär Verwundete und Menschen mit Behinderungen an die Front - als Köder für ukrainische Truppen. Sie sollen ukrainische Drohnenpiloten ablenken, berichtet "Forbes" Mitte August 2026. Eine Gruppe verwundeter oder behinderter Soldaten wird nach vorne geschickt, sie werden vernichtet, und die russischen Streitkräfte beobachten, von wo aus ukrainische Drohnen starten und wo sich die ukrainischen Feuerstellungen befinden", erklärte Mykola Melnyk, ein ehemaliger Offizier der 47. Mechanisierten Brigade, der Zeitung.
Neue Mobilisierungen? Kremlchef meldet sich zu Wort
Die Berichte kommen zu einer Zeit, in der über eine neue Mobilitätswelle spekuliert wird. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf dem Kreml mehrfach vor, im Herbst eine große Mobilisierung zu planen. Putin wies die Vorwürfe zurück. "Es gibt derzeit kein Szenario, das eine Mobilisierung erfordern würde", sagte er auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Putin sprach von einer Desinformationskampagne des Gegners im Vorfeld der Duma-Wahl.
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bos/ife/news.de/dpa
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