Dieter Hallervorden: Hallervorden attackiert Friedrich Merz – diese Prognose hat es in sich

Die CDU stürzt in Sachsen-Anhalt ab – und Dieter Hallervorden nimmt Friedrich Merz ins Visier. Der 91-Jährige sieht den Kanzler mitverantwortlich für das Debakel und macht eine erstaunlich klare Ansage über dessen politische Zukunft.

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Dieter Hallervorden attackiert Friedrich Merz nach CDU-Debakel und prophezeit sein politisches Ende. (Foto) Suche
Dieter Hallervorden attackiert Friedrich Merz nach CDU-Debakel und prophezeit sein politisches Ende. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
  • Hallervorden gibt Merz eine Mitschuld am CDU-Debakel
  • Der Schauspieler prophezeit das Ende von Merz als Kanzler
  • Trotz AfD-Erfolg will Hallervorden in Sachsen-Anhalt bleiben

Nach AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt: Dieter Hallervorden rechnet mit Friedrich Merz ab

Das Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt hat Dieter Hallervorden schwer getroffen. Doch statt nur über den Triumph der AfD zu sprechen, richtet der 91-jährige Schauspieler den Blick nach Berlin – und nimmt Bundeskanzler Friedrich Merz frontal ins Visier. Bei der CDU-Wahlparty in Magdeburg sagte Hallervorden dem Kanzler sogar ein politisches Ende voraus: "Der Bundeskanzler wird irgendwann nicht mehr Merz heißen, das ist ganz sicher", so Didi im Gespräch mit dem Ersten.

Hallervorden macht Merz mitverantwortlich für CDU-Absturz

Die Zahlen aus Sachsen-Anhalt sind für die CDU ein politisches Erdbeben: Die Partei kam nur noch auf 17,2 Prozent, während die AfD mit 43,8 Prozent einen historischen Wahlsieg einfuhr.

Hallervorden sieht darin auch die Quittung für die Bundespolitik. Merz habe dafür gesorgt, dass der CDU auch bundesweit kaum noch Vertrauen entgegengebracht werde. "Das hat eine schlechte Begleitmusik ergeben für Sachsen-Anhalt", sagte der Schauspieler in der ARD.

Damit knüpft Hallervorden an seine bereits vor der Wahl geäußerte Kritik am Kanzler an. Wenige Tage zuvor hatte er Merz sogar als "so wenig nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf" bezeichnet.

Hallervorden bleibt trotz AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt

Für Hallervorden ist das Wahlergebnis dennoch kein Grund, Sachsen-Anhalt den Rücken zu kehren. Der gebürtige Dessauer betreibt dort seit 2022 das Mitteldeutsche Theater in der Marienkirche – ohne staatliche Subventionen.

Auch gegenüber der AfD zieht der Schauspieler eine klare Grenze. "Für Kulturschaffende wird es jetzt schwierig, weil die AfD verlangt ja von uns patriotische Pflichtbekenntnisse."

Seine Antwort darauf fällt ebenso unmissverständlich aus: "Ich werde trotz des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt bleiben. Ich werde mein Publikum weiter unterhalten, so wie ich es für richtig halte, ohne mich nach den Vorgaben der AfD zu richten."

Hallervorden und Ministerpräsident Schulze im Wahlkampf – nicht ohne Kontroversen

Pikant: Im Wahlkampf hatte Hallervorden ausgerechnet den damaligen CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze unterstützt. Bei gemeinsamen Auftritten sorgte er zugleich mit seiner Kritik an der Bundespolitik für Diskussionen.

Sein Ziel blieb dabei klar: Er wollte vor einem Erfolg der AfD warnen und für demokratische Werte werben. Nach dem historischen Wahlergebnis richtet sich sein schärfster Angriff nun jedoch gegen den Mann an der Spitze der Bundes-CDU: Friedrich Merz.

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/ife/news.de/stg

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