Donald Trump: US-Präsident verstört mit Schwärmerei über "junge, schöne Mädchen"
Kontroverse Aussagen von Donald Trump gibt es wie Sand am Meer - die Worte, die der US-Präsident nun in New York über ihn anhimmelnde "junge, schöne Mädchen" von sich gab, sprengen jedoch alle Grenzen des guten Geschmacks.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump provoziert Aufschrei mit Rede auf Long Island
- Vor einem Saal voller Polizisten schwärmt Trump von "jungen, schönen Mädchen im Weißen Haus"
- US-Präsident erweist eigener Partei Bärendienst vor wegweisenden Zwischenwahlen
Wann immer Donald Trump in der Öffentlichkeit auftaucht und Wortbeiträge von sich gibt, stehen Journalistinnen und Journalisten Gewehr bei Fuß - immerhin ist der US-Präsident für seine meist wirren, oft kontroversen und bisweilen verstörenden Aussagen nur zu gut bekannt. Was Donald Trump jedoch bei einem Termin auf Long Island (New York) vor einem Saal voller Polizisten von sich gab, sprengte sämtliche Dimensionen des guten Geschmacks und sorgte für Fassungslosigkeit und Ekel gleichermaßen.
Donald Trump redet sich um Kopf und Kragen
Donald Trump hatte eigentlich zum Thema innere Sicherheit sprechen sollen, als er sich am 14. August im David Mack Center for Training and Intelligence an der US-Ostküste einfand, wie "The Daily Beast" zusammenfasst.
Donald Trump abstoßend wie nie: Plötzlich schwärmt er von "jungen, schönen Mädchen im Weißen Haus"
Doch statt sich auf Kriminalitätsstatistiken zu konzentrieren, verlor sich der 80-jährige Trump - selbst elffacher Großvater - in einer ekelerregenden Erzählung über junge Frauen, die ihn angeblich im Weißen Haus ansprechen und regelrecht anhimmeln würden. Die entsprechenden Ausschnitte aus Donald Trumps Rede auf Long Island machten in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer die Runde und hielten Trumps Ekel-Worte für die Nachwelt fest. Wörtlich sagte der US-Präsident:
- "Jeden Tag kommen Menschen zu mir ins Weiße Haus und sie bedanken sich bei mir: 'Danke, Sir!'"
- "Diese jungen schönen Mädchen. Diese jungen, schönen Mädchen. Diese jungen, schönen Mädchen im Weißen Haus, sie kommen einfach rein."
- "Ich sollte vielleicht nicht 'schön' sagen, aber was soll's."
- "Diese jungen, diese hinreißenden, schönen Mädchen, sie wollen einfach nur sicher sein. Sie sagen 'Herr Präsident, darf ich mit Ihnen reden? Herr Präsident, danke!' und ich frage, wieso und sie sagen 'Vor eineinhalb Jahren hatte ich Angst, meine Wohnungstür zu öffnen und heute laufe ich jeden Morgen zum Weißen Haus und fürchte mich nicht mehr. Danke, Sir!"
- "Vor zwei Jahren haben wir in einem Höllenloch gelebt und jetzt haben wir die sicherste Hauptstadt."
Trump: These young beautiful girls, these young beautiful girls, these young beautiful girls in the White House, they come in. Now I'm not supposed to say beautiful, but what the hell. These young, these gorgeous, beautiful girls, they want to be safe and they come say Mr.… pic.twitter.com/CBVeRRtUs8
— Headquarters (@HQNewsNow) August 14, 2026
Trump-Strategie geht nach hinten los - Lobhudelei über Strafverfolgung entgleitet unangenehm
Mit dieser Schilderung wollte Donald Trump offenbar seine bundesweite Übernahme der Strafverfolgung in Washington rechtfertigen – obwohl die Gewaltkriminalität in der Hauptstadt bereits zuvor auf ein 30-Jahres-Tief gesunken war. Neben den verstörenden Schwärmereien sorgte Trump auch mit Äußerungen zum Iran-Krieg und zur Lage auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln für Aufsehen.
Donald Trump erweist Republikanern mit Ekel-Schwärmerei einen Bärendienst vor den Zwischenwahlen
Der Auftritt von "The Don" auf Long Island diente einem klaren politischen Zweck: Der Präsident wollte seiner republikanischen Partei vor den näher rückenden Zwischenwahlen im November dringend benötigten Rückenwind verschaffen. Konkret unterstützte er seinen bevorzugten Gouverneurskandidaten Bruce Blakeman, der gegen die demokratische Amtsinhaberin Kathy Hochul antritt.
Das Thema Kriminalitätsbekämpfung gilt traditionell als Stärke der Republikaner – doch ob Trump damit tatsächlich punkten kann, ist fraglich. Seine Zustimmungswerte befinden sich im freien Fall. Hauptgründe dafür sind der seit Ende Februar 2026 andauernde Krieg gegen den Iran sowie die anhaltenden Sorgen vieler Amerikaner über die hohen Lebenshaltungskosten. Statt diese Schwachstellen zu umschiffen, lieferte Trump in New York mit seinen abstoßenden Schwärmereien über junge Frauen und provokanten Aussagen zum Iran-Konflikt zusätzlichen Zündstoff – ausgerechnet bei einem Termin, der eigentlich Stärke demonstrieren sollte.
Nach 6 Monaten Iran-Krieg: Donald Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären
Während seiner Rede versuchte Trump auch, den seit sechs Monaten andauernden Iran-Krieg in ein positives Licht zu rücken. Dabei ging er so weit, die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt – als mögliches US-Territorium zu beanspruchen. "Im Grunde ist es das bereits. Wir haben eine Blockade. Kein Schiff kommt durch, es sei denn, wir wollen es", erklärte der Präsident. Ob hinter dieser Drohung eine tatsächliche politische Absicht steckt oder ob es sich um bloße Rhetorik handelte, blieb offen.
Die Meerenge ist ein zentraler Faktor im Konflikt mit dem Iran und gilt als einer der strategisch bedeutsamsten Engpässe für den globalen Ölhandel. Trumps Äußerungen dürften international für erhebliche Unruhe sorgen – zumal die Blockade bereits seit Monaten den Patt in der Region mitbestimmt.
Donald Trump herzlos und gleichgültig zum Schicksal der USS-Abraham-Lincoln-Besatzung
Besonders kalt fielen Trumps Reaktionen auf die Situation an Bord der USS Abraham Lincoln aus. Der Flugzeugträger befindet sich seit fast neun Monaten ununterbrochen auf See und ist derzeit im Nahen Osten im Einsatz. Angehörige der Besatzungsmitglieder hatten zuletzt Alarm geschlagen: Es gebe Berichte über Matrosen, die versucht hätten, über Bord zu gehen. Hinzu kämen unzureichende Verpflegung sowie defekte Toiletten und weitere Hygieneprobleme an Bord. Kurz bevor Trump nach New York flog, wurde er gefragt, ob der Einsatz angesichts der psychischen Belastung für die Besatzung nicht zu lange andauere. Seine Antwort fiel denkbar knapp aus: "Nein, nein, nein. Nicht annähernd lang genug", sagte der Präsident – und drehte sich um, um die Air Force One zu besteigen.
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loc/news.de/stg
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