Wladimir Solowjow fassungslos: Wladimir-Putin-Hetzer im Live-TV überrumpelt - diese Worte sollte niemand hören
Wladimir Solowjow bringt als Kreml-Propagandist Wladimir Putins Parolen unters Volk - doch was ein prominenter Studiogast im russischen Staatsfernsehen zum Ukraine-Krieg von sich gab, hätte nie an die Öffentlichkeit gelangen sollen.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Wladimir Solowjow im russischen Staatsfernsehen unangenehm überrascht
- Studiogast plädiert für Anerkennung des ukrainischen Volkes - Putin-Hetzer ist fassungslos
- Brisante Aussage zum Ukraine-Krieg aus TV-Aufzeichnung geschnitten
Wladimir Putins Propaganda hat im russischen Staatsfernsehen einen festen Platz - und wird vor allem von einem der prominentesten Kreml-Hetzer Russlands präsentiert. Die Rede ist von Wladimir Solowjow, der als einer der einflussreichsten Propagandisten im russischen Staatsfernsehen gilt und mit seinen Sendungen wie "Solowjow Live" oder "Sonntagabend mit Wladimir Solowjow" ein Millionenpublikum erreicht.
Wladimir Solowjow ist Putins prominentester TV-Hetzer - hier erlebte er eine unangenehme Überraschung
Bekannt ist Solowjow für seine aggressiven Verbalattacken gegen alles Westliche und gegen die Ukraine - dass sich in seinem Studio plötzlich Gäste Ukraine-freundlich äußern, passt so gar nicht ins Konzept von Putins Sprachrohr. Und doch passierte genau das, als Wladimir Solowjow unlängst den russischen Regisseur und Drehbuchautor Karen Schachnasarow zu Gast hatte. Einen Ausschnitt der Solowjow-Sendung mit Karen Schachnasarow veröffentlichte die US-Journalistin Julia Davis auf dem YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" - zu Aufklärungszwecken mit englischen Untertiteln versehen, um auch jenen die Abgründe russischer Staatspropaganda zu eröffnen, die der Sprache nicht mächtig sind.
Kritik am Ukraine-Krieg im russischen Staatsfernsehen: Diese Worte sollte niemand hören
Der Filmemacher kam vor laufender Kamera auf den Ukraine-Krieg zu sprechen und legte dar, wieso ihm der seit Februar 2022 schwelende Angriffskrieg heftig zusetzt:
- "Es ist eine furchtbare Katastrophe, dass die zwei größten und wichtigsten slawischen Nationen seit fünf Jahren diesen blutigen Kampf ausfechten. Wenn wir über die Begeisterung sprechen, mit der Europa und der Westen daran teilnehmen, frage ich mich nur, warum wir überrascht sind. Sie sind unglaublich froh darüber. Es ist unbegreiflich, wie sie sich freuen, dass ihre ewigen Feinde sich derart bekriegen."
- "Wenn man sich die Schlachtfelder anschaut, ist es ein furchterregender Anblick, es sieht aus wie eine Mondlandschaft. [Russland und die Ukraine] zerstören einander, zerstören alles, was gebaut wurde. Warum sollten [Europa und der Westen] da nicht frohlocken?"
- "Wenn es so weiter geht - und derzeit ist [im Ukraine-Krieg] kein Ende in Sicht -, wird es eine Katastrophe für beide Nationen und für alle eurasischen Nationen, denn [Russland und die Ukraine] sind für die Verteidigung Eurasiens verantwortlich."
- "Es ist ein Schreckensszenario für uns, für Russland und gewiss auch für die Ukraine."
Wladimir Solowjow vor den Kopf gestoßen: Studiogast plädiert für Anerkennung des ukrainischen Volkes und Ende des Ukraine-Krieges
Was dann folgte, ließ den Blutdruck bei Moderator Wladimir Solowjow sichtbar explodieren und wurde folgerichtig aus der TV-Aufzeichnung herausgeschnitten, denn Karen Schachnasarow fügte hinzu:
- "Ich habe schon häufiger gesagt, dass wir die Existenz des ukrainischen Volkes als eigenständige Nation anerkennen müssen. Sie sind eine eigenständige Nation mit eigenen Interessen und wir müssen ihnen etwas anbieten."
- "Das ist meine Meinung, vielleicht liege ich ja falsch, aber ich finde, wir müssen dringend aus dieser Situation herauskommen. Wir müssen da raus, am besten natürlich mit einem Sieg, aber [der Ukraine-Krieg] muss beendet werden."
- "Ich sehe ein, dass diese Worte nicht viele Unterstützer finden werden, aber wir haben Meinungsfreiheit und werden es nicht unter den Teppich kehren können, denn wenn man sich das Ausmaß des Konfliktes anschaut und wie sehr es unseren Gegnern in die Karten spielt, halte ich es für ein ernstes Thema, das mit der nötigen Ernsthaftigkeit angegangen werden muss."
Putin-Hetzer spricht von Meinungsfreiheit - dann wird die kontroverse Aussage weggeschnitten
In dem Video-Mitschnitt, den Julia Davis auf dem YouTube-Kanal von "Russian Media Monitor" hochlud, ist der wenig Kreml-treue Wortbeitrag in voller Länge und mit einem Hinweis auf die herausgeschnittene Passage zu finden. Wladimir Solowjow passten die Ausführungen seines Studiogastes so gar nicht ins Konzept und der Propaganda-Moderator musste sich die Worte "Immerhin haben wir hier Meinungsfreiheit" regelrecht abringen, ohne einen Wutausbruch vor laufender Kamera hinzulegen. Immerhin in einem Punkt stimmte der Putin-Hetzer mit Karen Schachnasarow überein: "Wir müssen gewinnen, das ist zu 100 Prozent sicher. Wir müssen durch entschlossene Aktionen und Konzentration gewinnen. Kriege kann man nicht ohne Ernsthaftigkeit führen."
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loc/news.de
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