Wladimir Putin: Diese Neuzugänge sollen es im Angriffskrieg des Kreml-Chefs richten

Nicht nur an der Front im Ukraine-Krieg ist Wladimir Putin auf personellen Nachschub angewiesen, auch die Führungsstruktur der Russland-Armee braucht frisches Blut. Diese Neuzugänge sollen es jetzt für Putin richten.

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Wladimir Putin will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich. (Foto) Suche
Wladimir Putin will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich. Bild: Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa/dpa
  • Wladimir Putin ernennt neue Generäle im Ukraine-Krieg
  • Kreml-Chef will Schwachstellen der russischen Streitkräfte ausmerzen
  • Putin baut Militärführung radikal um und verteilt Kompetenzen neu

Viereinhalb Jahre nach Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine ordnet Wladimir Putin die Führungsstruktur seiner Streitkräfte neu. Bei einem Treffen mit der Militärspitze verkündete der Kreml-Chef mehrere Personalwechsel und eine grundlegende Reorganisation der Logistik. Sämtliche rückwärtigen Dienste werden künftig gebündelt und einem einzigen Kommandeur unterstellt: Waleri Solodschuk.

Wladimir Putin strukturiert Militär-Elite neu

Alle Unterstützungseinheiten im Hinterland müssten "in einer Hand" liegen, erklärte Putin laut Kremlangaben. Unter den gegenwärtigen Umständen sei dies eine "Kampfaufgabe". Hintergrund der Umstrukturierung sind vor allem die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Nachschubwege, Treibstofflager und Raffinerien, die die Versorgung der Front massiv beeinträchtigen. Neben Solodschuk ernannte Putin auch neue Befehlshaber für die Donbass-Offensive und die russischen Drohnenstreitkräfte.

Kreml-Chef muss Russlands Schwächen im Ukraine-Krieg beseitigen

Die Versorgungslage der russischen Truppen hat sich durch systematische ukrainische Drohnenangriffe auf Ölraffinerien und Logistikzentren im Hinterland deutlich verschlechtert. Der Nachschub an die Front wird dadurch erheblich behindert. Besonders kritisch ist die Situation auf der Krim, die Russland bereits 2014 annektiert hat.

Genau diese Schwachstelle soll Solodschuk nun beheben. Der General leitete zuvor die Armee-Gruppe "Zentrum", die nach Putins Darstellung eine Schlüsselrolle bei den Kampfhandlungen im Gebiet Donezk spielt. In seiner neuen Funktion verantwortet er die zentrale Koordination sämtlicher rückwärtiger Dienste – von der Treibstoffversorgung bis zur Munitionslogistik. Die Zusammenführung aller Unterstützungseinheiten unter einem Kommando soll die Effizienz steigern und die verwundbaren Nachschublinien besser schützen.

Frisches Blut für Wladimir Putin: Diese Neuzugänge sollen's im Ukraine-Krieg richten

Kremlchef Wladimir Putin gab die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernannte Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. (Foto) Suche
Kremlchef Wladimir Putin gab die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernannte Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. Bild: Alexei Babushkin/Pool Sputnik Kremlin/dpa/dpa

Solodschuks bisherigen Posten an der Spitze der Armee-Gruppe "Zentrum" übernimmt Andrej Iwanajew. Sein Auftrag: das Gebiet Donezk vollständig unter russische Kontrolle zu bringen. Die Gruppierung gilt als zentrale Angriffsformation in der Region. Parallel dazu kommandiert Pjotr Bolgarjew die Armee-Gruppe "Wostok" (Osten), die ebenfalls im Donbass operiert. Putin lobte deren Vorgehen ausdrücklich – die Truppen agierten "mit solchem Tempo, dass dies nur die höchste Wertschätzung hervorruft".

Die Führung der vergleichsweise jungen russischen Drohnenstreitkräfte legte Putin in die Hände von Denis Ljamin. Gerade angesichts der wachsenden Bedeutung unbemannter Systeme auf beiden Seiten des Konflikts kommt diesem Kommando besonderes Gewicht zu.

Wladimir Putin wartet im Ukraine-Krieg weiter auf den großen Durchbruch

Die Umbesetzungen sind Teil einer umfassenderen Aufrüstung. Putin hatte zuletzt die Sollstärke der russischen Streitkräfte um 25.000 auf insgesamt 2,426 Millionen angehoben. Davon entfallen 1,535 Millionen auf aktive Soldaten.

Der Kremlchef bezeichnete die Maßnahmen als "Vervollkommnung der Strukturen des Verteidigungsministeriums". Russland passe seine Armee fortlaufend an die Kriegserfahrungen und die Erfordernisse an der Front an, so Putin.

Trotz der personellen und strukturellen Anpassungen bleibt die Bilanz ernüchternd: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile im fünften Jahr an, ohne dass Moskau seine erklärten Ziele erreicht hat. Die neuen Kommandeure stehen nun unter dem Druck, dies zu ändern.

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/news.de/dpa/stg

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