Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putin durchkreuzt Sommerpläne seiner Untertanen

Anstatt im Sommerurlaub zu entspannen, steht für Wladimir Putins Untertanen harte Feldarbeit auf dem Plan - dem vom Kreml-Chef entfachten Ukraine-Krieg sei Dank. Ferienreisen sind in Russland längst zum unerreichbaren Luxus geworden.

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Wladimir Putins Ukraine-Krieg und westliche Sanktionen haben die russische Bevölkerung kalt erwischt - so unter anderem bei der Urlaubsplanung. (Foto) Suche
Wladimir Putins Ukraine-Krieg und westliche Sanktionen haben die russische Bevölkerung kalt erwischt - so unter anderem bei der Urlaubsplanung. Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Pool Planet Pix via ZUMA Press Wire | Mikhail Metzel
  • Wladimir Putin durchkreuzt Sommerpläne der russischen Bevölkerung
  • Urlaub wird zu unerreichbarem Luxus für Russinnen und Russen
  • Feldarbeit statt Erholung - westliche Sanktionen zwingen Russlands Bevölkerung zum Umdisponieren

Seit viereinhalb Jahren tobt der von Wladimir Putin entfachte Ukraine-Krieg mit unerbittlicher Härte - doch nicht nur für die ukrainische Bevölkerung hat sich durch den russischen Angriffskrieg der Alltag grundlegend geändert, auch Putins Untertanen in Russland bekommen die Auswirkungen der vom Kreml-Chef als "militärische Spezialoperation" gepriesenen Kriegshandlungen empfindlich zu spüren. Besonders deutlich wird das aktuell in der Jahreszeit, die ein Großteil der russischen Bevölkerung für ausgedehnte Sommerurlaube nutzen.

Wladimir Putin versaut der russischen Bevölkerung die Sommerlaune

Entspannte Ferienstimmung muss man in Putins Machtbereich derzeit mit der Lupe suchen, denn für Millionen Russen ist ein Sommerurlaub mittlerweile zum unerreichbaren Luxus geworden. Die Folgen der westlichen Sanktionen, rasant steigender Preise und des anhaltenden Krieges in der Ukraine treffen die Tourismusbranche des Landes mit voller Wucht.

Russlands Tourismussektor liegt am Boden - Hotelbuchungen brechen ein, Stornierungen explodieren

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den vergangenen Wochen sind die Hotelbuchungen landesweit um zwölf Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig schnellten die Stornierungsraten um bis zu ein Drittel nach oben, wie der britische "Daily Express" berichtete. Besonders hart trifft es dabei Menschen außerhalb der großen Städte – für sie ist die Lage noch weitaus dramatischer.

Putins Untertanen können von sommerlichen Auslandsreisen nur noch träumen

Vor dem Einmarsch in die Ukraine konnten russische Städter problemlos per Direktflug nach Westeuropa gelangen. Diese Zeiten sind vorbei. Westliche Fluggesellschaften haben sich zurückgezogen, große Buchungsplattformen wie Airbnb den russischen Markt verlassen. Wer dennoch nach Europa reisen will, kämpft mit verschärften Visa-Auflagen und enormen Flugpreisen. Lyubov Chuchmayeva vom russischen Reiseveranstalter PAKS brachte die Situation auf den Punkt: "Heute ist eine Reise in das von Russen so geliebte Rom, Madrid oder Paris ein ausgewachsener Fall für die Logistikabteilung."

Harte Feldarbeit statt Sommerurlaub: Russische Landbevölkerung kämpft ums Überleben

Besonders drastisch zeigt sich die Lage dem Bericht zufolge in den ländlichen Regionen Russlands. Dort haben steigende Lebenshaltungskosten und die wirtschaftlichen Folgen des Krieges dazu geführt, dass klassische Sommerferien vollständig der Selbstversorgung weichen mussten. Statt Erholung stehen Feldarbeit, Tierhaltung und Vorratswirtschaft im Mittelpunkt. Eine Dorfschullehrerin schilderte die Realität: "Für Landbewohner ist es völlig unrealistisch, tatsächlich in den Urlaub zu fahren." Die Sommermonate seien vollständig mit Heuernte, Gartenarbeit und dem Einbringen der Ernte ausgefüllt. "Wir ziehen Enten, Gänse und Masthähnchen auf, melken die Kühe und legen Buttervorräte an."

Die Auswirkungen der westlichen Sanktionen und des Ukraine-Krieges auf das Reiseverhalten der russischen Bevölkerung sind tiefgreifend. Gestrichene Direktverbindungen, der Rückzug internationaler Buchungsplattformen und verschärfte Visa-Bestimmungen haben Reisen nach Westeuropa für die meisten Russen praktisch unmöglich gemacht. Gleichzeitig zwingen explodierende Lebenshaltungskosten und die anhaltenden Drohnenangriffe der Ukraine Millionen Menschen dazu, ihre Prioritäten grundlegend zu verschieben – weg von Erholung, hin zur Sicherung des täglichen Überlebens. Was einst eine Selbstverständlichkeit war, ist für weite Teile der Bevölkerung in unerreichbare Ferne gerückt.

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