Donald Trump: Privates Geständnis durchgesickert – Trump läuft die Zeit davon
Donald Trump gerät im Iran-Krieg offenbar zunehmend unter Zeitdruck. Laut "Wall Street Journal" erwägt der US-Präsident nun sogar ein Kriegsende ohne neues Atomabkommen. Iran nutzt die angespannte Lage und fordert weitreichende Zugeständnisse.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump erwägt offenbar, den Iran-Krieg auch ohne neues Atomabkommen zu beende
- Iran erhöht den Druck: Teheran verlangt für eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus weitreichende Zugeständnisse von den USA
- Steigende Energie- und Lebensmittelpreise könnten für Trump und die Republikaner vor den US-Zwischenwahlen zum Problem werden
Der US-Präsident hat offenbar hinter verschlossenen Türen eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Wie das "Wall Street Journal" am Sonntag (09.08.2026) unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtete, spielt Donald Trump gegenüber engsten Beratern mit dem Gedanken, den Iran-Krieg auch ohne ein Atomabkommen zu beenden. Dabei war genau das der erklärte Grund für den Militäreinsatz: Als Trump Ende Februar den Krieg gegen den Iran startete, lautete das zentrale Ziel, Teheran dauerhaft am Erwerb von Nuklearwaffen zu hindern. Dass der Präsident nun bereit sein könnte, ohne dieses Kernziel vom Verhandlungstisch aufzustehen, dürfte in Washington für erhebliche Unruhe sorgen – zumal die Midterm-Wahlen in weniger als drei Monaten anstehen.
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Iran pokert mit Trumps Schwäche –nutzt Teheran die Notlage des US-Präsidenten aus?
Doch selbst dieses abgespeckte Angebot könnte ins Leere laufen. Denn der Iran hat am Samstag seine Bedingungen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus öffentlich gemacht – und die haben es in sich: Sämtliche US-Streitkräfte müssten aus der gesamten Region abgezogen werden, die Seeblockade wäre aufzuheben, alle Sanktionen müssten fallen, eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben und obendrein Reparationszahlungen in Milliardenhöhe geleistet werden.
Die Kontrolle über die strategisch bedeutsame Meerenge hat sich dabei als mächtiges Druckmittel erwiesen. Durch sporadische Raketen- und Drohnenangriffe gelingt es dem Iran, den Schiffsverkehr massiv zu behindern und die globalen Ölmärkte in Aufruhr zu versetzen, wie das "Wall Street Journal" beschreibt.
Die iranische Führung hat die Notlage des US-Präsidenten längst durchschaut – und nutzt sie gezielt aus. Wie der Eurasia-Group-Analyst Henry Brew gegenüber dem "Wall Street Journal" erklärte: "Die Iraner sind fest davon überzeugt, dass Trump raus will und sich auf die Öffnung der Meerenge konzentriert – deshalb spielen sie hart."
Trumps Drang, den Konflikt möglichst schnell zu beenden, ist unter iranischen Regierungsvertretern demnach ein offenes Geheimnis. Statt Zugeständnisse zu machen, setzt Teheran auf maximale Forderungen und lässt die Zeit für sich arbeiten. Die Logik dahinter ist simpel: Je näher die Midterm-Wahlen rücken, desto größer wird Trumps Bereitschaft, einen für den Iran vorteilhaften Deal zu akzeptieren.
Benzinpreise als tickende Zeitbombe für Republikaner
Mit weniger als drei Monaten bis zu den Midterm-Wahlen wird die Lage für Trump und seine Partei zunehmend brenzlig. Die Spritkosten liegen nach wie vor deutlich über dem Niveau von vor Kriegsbeginn Ende Februar, und auch die Lebensmittelpreise belasten amerikanische Haushalte spürbar. Die teilweise Blockade der Straße von Hormus trifft die Wählerinnen und Wähler direkt am Geldbeutel – und damit die Republikaner an der Wahlurne.
Trump selbst hat in den vergangenen Wochen wiederholt verkündet, die Meerenge sei bereits vollständig geöffnet. Jede dieser Zusicherungen erwies sich jedoch als voreilig. Nun sucht der Präsident laut "Wall Street Journal" fieberhaft nach Wegen, der amerikanischen Öffentlichkeit den Krieg als gewonnen zu verkaufen.
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