Wladimir Putin: Kremlchef stockt nach herben Verlusten mit Nordkorea-Soldaten auf

Im Kreml hängt der Haussegen schief: Der Druck durch den Ukraine-Krieg erhöht sich für Russland. Wladimir Putin muss wegen schwerer Verluste auf Nordkorea-Soldaten zurückgreifen, während das russische Volk weiter unter Sanktionen leidet. Das sind die Putin-News der Woche.

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Putin holt sich Hilfe von Kim Jong-Un - und verstärkt die eigenen Truppen mit Soldaten aus Nordkorea. (Foto) Suche
Putin holt sich Hilfe von Kim Jong-Un - und verstärkt die eigenen Truppen mit Soldaten aus Nordkorea. Bild: picture alliance/dpa/KCNA/KNS | Uncredited
  • Wladimir Putin steht durch den fortwährenden Krieg in der Ukraine unter Druck
  • Die russische Armee musste im Juli schwere Verluste hinnehmen
  • Nordkorea soll nun zur Hilfe eilen und die Kreml-Truppen durch eigene Soldaten aufstocken
  • Zudem wird Putins Militär durch fortwährende Anschläge weiter geschwächt
  • Die russische Bevölkerung leidet indes unter den anhaltenden Sanktionen

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Seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sind inzwischen mehr als vier Jahre vergangen – ein Ende des Ukraine-Krieges ist noch immer nicht in Sicht. Nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Russland stellt der Krieg eine dauerhafte Belastung dar. Während Präsident Wladimir Putin auf militärischer Seite im Juli schwere Verluste hinnehmen musste und ein Anschlag auf ein hochrangiges Ziel verübt wurde, sind die Sanktionen gegen Russland auch für die Bevölkerung zunehmend schwerer zu ertragen.

Trauriger Rekordwert an Verlusten für Russland

Neue Zahlen offenbaren nach der gescheiterten Offensive im Frühjahr herbe Verluste für das russische Militär. Mit mehr als 42.860 Gefallenen und Verwundeten verzeichnet Russland für den Juli 2026 einen neuen Monatshöchstwert. Die Gesamtzahl der russischen Opfer wird seit Kriegsbeginn auf bis zu 1,4 Millionen Soldaten geschätzt.

Dabei fielen für jeden gesicherten Quadratkilometer Boden rechnerisch etwa 1.132 russische Soldaten. Der Kreml versucht indes, die Misserfolge durch aufgeblähte Erfolgsmeldungen zu kaschieren. Dabei gibt es Hinweise, dass die Militärführung den Kreml sogar selbst über Fortschritte in den Regionen Sumy und Charkiw belügt.

Russland soll Raketen-Unterstützung aus Nordkorea erhalten haben

Um die schweren Verluste auszugleichen, soll der Kreml-Chef sich an Nordkorea gewandt haben. Kim Jong-un soll Russland dem ukrainischen Geheimdienst zufolge mit schwerem militärischem Gerät – darunter auch ballistische Raketen und Raketenwerfer - unterstützen. Zudem gibt es Berichte über eine nordkoreanische Einheit von 90 Soldaten in der Region Woronesch. Südkorea schätzt, dass insgesamt mehr als 15.000 nordkoreanische Soldaten nach Russland entsandt wurden.

Auch Präsident Selenskyj berichtete zuletzt vom mutmaßlichen Einsatz einer nordkoreanischen Rakete bei einem Angriff, der sechs Todesopfer forderte. Die Unterstützung mit ballistischen Raketen belastet die ukrainische Luftverteidigung massiv, da diese schwer abzufangen sind und insbesondere die Energieversorgung im Winter bedrohen.

Anschlag mit Autobombe auf russischen Drohnenproduzenten

Dabei hat der Kreml nicht nur Verluste an der Front, sondern inzwischen auch in Russland selbst zu befürchten. So erschütterte kürzlich eine Autoexplosion die russische Universitäts- und Industriestadt Jekaterinburg. Dabei handelte es sich offenbar um einen Anschlag auf den Drohnenproduzenten Wladimir Tkatschuk, der Chef des Rüstungsunternehmens "Uraldronsawod". Dieser wurde beim Anschlag schwer verletzt.

Bei Tkatschuk handelte es sich ursprünglich um einen sogenannten "Kriegsfluencer" auf Telegram, der mit Spendengeldern in die Produktion von "Upyr"-Kamikazedrohnen startete. Diese werden seit Mai 2023 an der Front eingesetzt. Die russischen Behörden ermitteln wegen versuchten Mordes. Offizielle Beschuldigungen gegen Kiew wurden bislang noch nicht ausgesprochen. Es ist der zweite Bombenanschlag innerhalb weniger Tage – zuletzt kam es zu einer Explosion in einem Edel-Restaurant in Moskau. Ziel waren offenbar ranghohe Militärs.

Putins Krieg durchkreuzt Sommerurlaub-Pläne

Abseits der Gefechte leidet auch das russische Volk zunehmend – durch den Krieg und westliche Sanktionen ist der Sommerurlaub für Millionen Russen zum unerreichbaren Luxus geworden. Hotelbuchungen sanken in den vergangenen Wochen landesweit um 12 Prozent, Stornierungen nahmen wiederum um bis zu ein Drittel zu.

Der Rückzug westlicher Airlines und Buchungsplattformen sowie verschärfte Visa-Auflagen machen Reisen nach Europa teuer und logistisch komplex. In ländlichen Regionen ersetzen derweil Feldarbeit und Selbstversorgung zur Sicherung des täglichen Überlebens die Erholung, da die Lebenserhaltungskosten durch den Krieg explodiert sind.

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