Schwere Explosion in Jekaterinburg: Autobombe detoniert - Putins Drohnen-Produzent schwer verletzt

Innerhalb weniger Tage erschüttert bereits die zweite Explosion Russland. Ein russischer Drohnenproduzent wurde durch eine Autobombe schwer verletzt. Sein Fahrer und sein Leibwächter überlebten nicht.

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Ein Produzent, der für Putin Drohnen produziert, wurde durch eine Autobombe schwer verletzt. (Foto) Suche
Ein Produzent, der für Putin Drohnen produziert, wurde durch eine Autobombe schwer verletzt. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP | Alexander Kazakov
  • Autobombe verletzt russischen Drohnenchef schwer
  • Aufnahmen zeigen Rauch nach Sprengstoffexplosion in Jekaterinburg
  • Ermittlungen laufen

In Jekaterinburg wurde der Chef des russischen Rüstungsunternehmens "Uraldronsawod" durch eine Autobombe schwer verletzt. Wie der Telegram-Kanal "Mash", der als eng mit den russischen Sicherheitsbehörden vernetzt gilt, berichtete, hatten Unbekannte einen Sprengsatz unter dem Mercedes von Wladimir Tkatschuk (35) befestigt. Die Detonation tötete sowohl seinen Fahrer als auch seinen Leibwächter noch am Ort des Geschehens.

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Autobombe in Jekaterinburg explodiert –Drohnen-Chef schwer verletzt

Aufnahmen vom Anschlagsort zeigen das vollständig ausgebrannte Wrack der Luxuslimousine, umgeben von verkohlten Trümmern und Blutspuren. Der frühere Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, teilte Aufnahmen auf der Plattform X, die eine große dunkle Rauchwolke zeigen. Tkatschuk selbst wird laut der Nachrichtenagentur "Tass" derzeit auf einer Intensivstation behandelt. Ein Augenzeuge schilderte gegenüber "The Sun": "Ein lauter Knall war zu hören, dann Feuer." Was genau geschehen sei, wisse er nicht, "aber es ist beängstigend".

Tkatschuks Karriere – vom Telegram-Influencer zum Rüstungsunternehmer

Tkatschuks Karriere begann nicht in der Waffenindustrie, sondern in den sozialen Medien, berichtet "Bild". Als Kriegs-Influencer betrieb er den Telegram-Kanal "Powernutyje na woine" ("Verrückt nach dem Krieg"). Im September 2022 gründete er mit Spendengeldern seiner Follower eine kleine Produktionsstätte, aus der das Unternehmen "Uraldronsawod" hervorging.

Er zeigte Putin seine Drohnen

Die dort entwickelten Kamikaze-Drohnen vom Typ "Upyr" – zu Deutsch "Vampir" – sind seit Mai 2023 im Fronteinsatz. Sie können bis zu vier Kilogramm Sprengstoff transportieren und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern. Wladimir Putin bekam die Angriffsdrohnen gezeigt. Russland setzt seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine verstärkt auf die unbemannten Kampfmittel und reagiert damit auf die moderne Kriegsführung des ukrainischen Militärs.

Ermittler leiten Verfahren nach Explosion ein

Die russischen Behörden haben nach dem Anschlag ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes eröffnet. Bislang wurden jedoch keine Verdächtigen benannt. Offiziell weist Moskau niemandem die Verantwortung für die Tat zu.

Auch aus Kiew gab es bisher keine Stellungnahme zu dem Vorfall. Der Anschlag ereignete sich rund 2.000 Kilometer von der Frontlinie entfernt – mitten im Ural, weit ab vom eigentlichen Kriegsgeschehen.

Zweiter Bombenanschlag binnen Tagen auf Putins Bekannten

Der Angriff auf Tkatschuk ist bereits die zweite Bombenattacke in Russland innerhalb kürzester Zeit. Erst am vergangenen Samstag (01.08.2026) detonierte ein Sprengsatz in einem gehobenen Moskauer Restaurant. Dabei kamen nach Angaben der russischen Behörden fünf Menschen ums Leben, 19 weitere erlitten Verletzungen. Das mutmaßliche Ziel der Explosion war offenbar ein russischer General.

Beide Vorfälle zusammen markieren eine beunruhigende Entwicklung: Der Krieg hat die russische Rüstungs- und Militärelite erreicht – nicht an der Front, sondern in Restaurants und auf Straßen tief im russischen Hinterland. Wer hinter den Anschlägen steckt, ist in beiden Fällen weiterhin ungeklärt.

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