Schmach für Wladimir Putin: Ukraine-Drohnen legen erneut Logistikzentren in Schutt und Asche
Ukrainische Drohnenangriffe legten zuletzt hauptsächlich Wladimir Putins Energieinfrastruktur in Schutt und Asche - nun wurden erneut Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries zur Zielscheibe verheerender Angriffe aus der Luft.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Neuer Rückschlag für Wladimir Putin: Logistikzentren von russischem Onlinehändler zerbombt
- Wildberries-Versandriese wiederholt von ukrainischen Drohnenangriffen heimgesucht
- Drohnen-Alarm auf der Krim und in St. Petersburg: Ukraine macht Putin mit Drohnen-Attacken das leben schwer
Der seit Februar 2022 tobende Ukraine-Krieg spielt sich längst nicht mehr ausschließlich im russischen Nachbarland ab - zuletzt sorgten die ukrainischen Streitkräfte mit wiederholten Drohnen-Angriffen auf russischem Territorium dafür, dass Wladimir Putin empfindliche Rückschläge verpasst wurden. Galt ein Großteil der Drohnen-Angriffe der Energie-Infrastruktur, die sowohl für Wladimir Putins Kriegswirtschaft als auch für Russlands Energieversorgung ausschlaggebend ist, werden inzwischen auch andere Ziele ins Visier genommen - so beispielsweise Logistikzentren des als "Russlands Amazon" geltenden Online-Versandhändlers Wildberries.
Drohnen-Alarm in Russland: Logistikzentren von Wildberries-Versandhändler in Schutt und Asche gebombt
In der Nacht zum 24. Juli 2026 hat die Ukraine eine ihrer bislang umfangreichsten Drohnenoffensiven gegen russisches Territorium geflogen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden dabei 571 ukrainische Drohnen abgefangen – eine Zahl, die sich zwar nicht unabhängig verifizieren lässt, aber das enorme Ausmaß der Angriffe verdeutlicht.
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Dabei gerieten erneut Logistikzentren des russischen Online-Versandriesen Wildberries ins Fadenkreuz: Drei weitere Standorte bei St. Petersburg und auf der Krim wurden getroffen. In den sozialen Netzwerken kursierten rasch Augenzeugen-Aufnahmen, die das Ausmaß der Zerstörung belegen:
The moment when the Wildberries logistics hub in Saint Petersburg, Russia, got hit. pic.twitter.com/7d9HIOC3fk
— (((Tendar))) (@Tendar) July 24, 2026
Darüber hinaus attackierten die ukrainischen Streitkräfte eine Rüstungsfabrik in der Stadt Kirow. Die nächtlichen Angriffe forderten Opfer auf beiden Seiten des Konflikts. In Kirow kamen sechs Menschen ums Leben, auf der Krim starben zwei weitere. Gleichzeitig tötete ein russischer Raketenangriff auf die Region Kiew sechs Menschen und verletzte Dutzende.
Pechschwarze Rauchsäulen über St. Petersburg – Wildberries-Gründerin bestätigt Drohnen-Treffer
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Wildberries-Gründerin Tatjana Kim erklärte auf Telegram, dass in der Nacht Lagerhäuser in St. Petersburg, im umliegenden Leningrader Gebiet sowie in Simferopol auf der annektierten Krim attackiert worden seien. "Wir konnten einen Teil der Flächen und Waren retten", schrieb Kim und dankte ihren Mitarbeitern für die schnelle Evakuierung aller betroffenen Standorte. Nach ihren Angaben gab es unter den Beschäftigten keine Opfer.
There are reports that a Wildberries warehouse is burning in Sevastopol, Russian-occupied Crimea, after a drone attack. pic.twitter.com/3QhPY4HArB
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) July 23, 2026
Der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, berichtete hingegen von drei Verletzten. Im Dorf Nowossaratowka brach demnach ein Feuer auf dem Wildberries-Gelände aus. Über dem Großraum St. Petersburg stiegen gewaltige schwarze Rauchsäulen auf. Augenzeugen schilderten herabfallende Asche und fast handtellergroße Verbrennungsrückstände. Zusätzlich wurde ein Lager einer Geflügelfabrik in der Siedlung Sinjawino schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Ukrainische Streitkräfte attackieren Rüstungskonzert in Kirow - sechs Tote und 26 Verletzte
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte auf Telegram, dass ukrainische Streitkräfte einen Rüstungskonzern in der Stadt Kirow attackiert hätten. Der dortige Gebietsgouverneur Alexander Sokolow sprach von einem Raketenangriff auf eine Fabrik in der knapp 800 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, 26 weitere erlitten Verletzungen. Der Brand sei mittlerweile von Einsatzkräften gelöscht worden, so Sokolow.
Selenskyj verwies zudem auf weitere Treffer gegen russische Ziele, ohne konkrete Orte zu nennen. Es sei entscheidend, die Operationen gegen die russische Logistik fortzuführen, die das Militär mit Drohnenkomponenten, Navigationsgeräten und weiterer Ausrüstung beliefere, betonte der ukrainische Präsident.
Wladimir Putin schlägt zurück: Russische Raketen töten sechs Menschen in der Region Kiew
Doch auch die Ukraine zahlte in dieser Nacht einen hohen Preis. Ein russischer Raketenangriff auf die Region Kiew kostete sechs Menschen das Leben und verletzte Dutzende weitere, wie Präsident Selenskyj auf Telegram mitteilte. "Die Bemühungen, genau festzustellen, was passiert ist, und das Schicksal der Betroffenen zu klären, dauern an", schrieb er.
Auf der anderen Seite der Front meldete der von Moskau eingesetzte Krim-Statthalter Sergej Aksjonow ebenfalls zivile Opfer durch die ukrainischen Drohnenangriffe. Zwei Menschen seien auf der Halbinsel getötet worden, fünf weitere hätten Verletzungen erlitten, schrieb er auf Telegram. Damit forderte die Nacht zum 24. Juli auf beiden Seiten insgesamt mindestens 14 Todesopfer.
Ukraine setzt systematische Kampagne gegen Russlands Kriegswirtschaft in die Tat um
Die Attacken auf Wildberries sind Teil einer gezielten Eskalationsstrategie Kiews. Seit dem 18. Juli wurden nach Angaben von "20minuten" bereits fünf Lagerhäuser des Onlinehändlers durch ukrainische Drohnen beschädigt oder zerstört. Die Ukraine betrachtet das Unternehmen als Bestandteil der russischen Kriegslogistik, da über dessen Infrastruktur auch militärisch verwendbare Güter transportiert würden.
Zugleich soll die russische Zivilbevölkerung die Konsequenzen des Krieges unmittelbar zu spüren bekommen. Seit mehr als vier Jahren wehrt sich die Ukraine mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. In den vergangenen Monaten hat Kiew seine Drohnenangriffe auf russisches Territorium massiv intensiviert und dabei zunehmend wirtschaftliche Ziele ins Visier genommen.
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loc/news.de/dpa/stg
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