Wladimir Putin im Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Chef verfehlt kriegswichtiges Ziel und greift zu verzweifelten Maßnahmen

Mehr als 400 tote und verwundete russische Soldaten für jeden eroberten Quadratkilometer in Donezk sind Wladimir Putins ernüchternde Bilanz. Seit März übersteigen die Verluste erstmals dauerhaft den Nachschub an neuen Rekruten und Putin verfehlt sein Rekrutierungsziel um mehr als die Hälfte.

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Wladimir Putin kann für seinen Ukraine-Krieg nicht genügend Soldaten rekrutieren, um die verheerenden Verluste auszugleichen. (Foto) Suche
Wladimir Putin kann für seinen Ukraine-Krieg nicht genügend Soldaten rekrutieren, um die verheerenden Verluste auszugleichen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Gavriil Grigorov
  • Wladimir Putin und der Ukraine-Krieg: Kreml-Chef verfehlt kriegswichtiges Ziel
  • 400 tote Soldaten pro Quadratkilometer, doch die Rekrutierung stockt
  • Wladimir Putin gehen die Soldaten aus - russischer Präsident greift zu verzweifelten Maßnahmen

Viereinhalb Jahre sind ins Land gezogen, seitdem Wladimir Putin seine "militärische Spezialoperation" in der Ukraine begann - von dem ursprünglich binnen weniger Kriegstage anvisierten Triumph über das russische Nachbarland entfernt sich der Kreml-Chef jedoch immer weiter. Die aktuell vom ukrainischen Auslandsgeheimdienst SZRU veröffentlichten Zahlen zu Putins Verlusten im Ukraine-Krieg sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.

Wladimir Putin verfehlt kriegswichtiges Ziel bei Soldaten-Rekrutierung

Derzeit kämpfen Russlands Streitkräfte erbittert mit massiven Personalproblemen im Ukraine-Krieg, wie der britische "Daily Express" zusammenfasst. Nach SZRU-Angaben hat das russische Verteidigungsministerium bis Anfang Juli 2026 lediglich rund 195.000 Vertragssoldaten neu anwerben können - das entspricht weniger als der Hälfte des Jahresziels von 409.000 Rekruten.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Soldaten-Plan geht nicht auf

Die Zahlen offenbaren eine dramatische Lücke zwischen Putins Planungen und der Realität auf dem Schlachtfeld. Im Klartext: Wladimir Putin bleibt damit deutlich hinter seinen eigenen Vorgaben zurück. Die anhaltend hohen Verluste an der Front verschärfen die Situation zusätzlich und stellen die russische Militärführung vor wachsende Herausforderungen bei der Truppenergänzung. Darüber hinaus dürften sie auch Wladimir Putins Beliebtheitswerten nicht zuträglich sein - und das, wo doch schon seine eigenen Landsleute dem Kreml-Chef den Tod an den Hals wünschen.

Wladimir Putins Verluste in Zahlen: Mehr als 400 Gefallene pro Quadratkilometer

Der ukrainische Oberbefehlshaber General Oleksandr Syrskyi bezifferte am 14. Juli die russischen Verluste in der Region Donezk auf mehr als 400 Gefallene und Verwundete pro erobertem Quadratkilometer. Diese Zahl verdeutlicht den enormen Preis, den Moskau für minimale Geländegewinne im Osten der Ukraine zahlt.

Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) bestätigt die außergewöhnlich hohen russischen Verluste, verwendet jedoch eine andere Berechnungsmethode. Die Denkfabrik schätzt, dass russische Truppen im Juni 2026 etwa 1.298 Opfer pro Quadratkilometer erlitten – entlang der gesamten Frontlinie. Syrskyi hingegen bezieht sich ausschließlich auf das Gebiet Donezk.

Wie groß ist Putins Verzweiflung? Kreml-Chef senkt Standards für neue Rekruten

Die tägliche Anwerbungsquote ist laut ukrainischem Geheimdienst deutlich gesunken. Während Russland 2024 noch etwa 1.200 Personen pro Tag rekrutierte, liegt die Zahl Mitte 2026 nur noch bei rund 1.090 Freiwilligen täglich. Bei diesem Tempo wird Moskau sein Jahresziel verfehlen. Um die Lücken zu füllen, hat die russische Führung offenbar die Hürden für den Militärdienst gesenkt. Medizinische und administrative Anforderungen wurden gelockert, berichtet der SZRU. Gleichzeitig intensiviert der Kreml seine Bemühungen, Studenten, ausländische Staatsbürger sowie Bewohner der besetzten ukrainischen Gebiete für den Frontdienst zu gewinnen.

Russische Verlustrate im Ukraine-Krieg übersteigt Nachschub seit Monaten

Seit März 2026 sterben und fallen mehr russische Soldaten aus, als neue rekrutiert werden können. Diese Entwicklung stellt den Kreml vor ein wachsendes Dilemma. Ohne eine umfassende Zwangsmobilisierung dürfte es Moskau zunehmend schwerfallen, die Verluste an der Front auszugleichen.

Das ISW betont, dass Syrskwis Einschätzung einen breiteren Trend bestätigt: Russische Streitkräfte erleiden erhebliche Personalverluste für vergleichsweise geringe Geländegewinne. Die Denkfabrik kann die Opferzahlen für einzelne ukrainische Regionen jedoch nicht unabhängig verifizieren. Unklar bleibt auch, ob gescheiterte Infiltrationsangriffe in die Berechnungen einfließen.

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