Putin lässt weiter verhandeln: Außenminister Lawrow greift Trump-Regierung an - "inakzeptabel"

Die Außenminister Russlands und der USA haben sich am Rande des Asean-Außenministertreffens getroffen. Bei dem Gespräch wiederholte Sergej Lawrow Putins Donbass-Forderung und sprach vom "inakzeptablen" Verhalten der USA.

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US-Außenminister Marco Rubio (l) nimmt am Rande des Außenministertreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean an einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow (r) teil. (Foto) Suche
US-Außenminister Marco Rubio (l) nimmt am Rande des Außenministertreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean an einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow (r) teil. Bild: BRENDAN SMIALOWSKI/Pool AFP/dpa/dpa
  • Russland kritisiert Waffenlieferungen der USA bei Treffen der Außenminister
  • Weitere Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg: Lawrow äußert Gesprächsbereitschaft
  • Wladimir Putin und die Donbass-Forderung - Experten warnen vor Gebietsabtretungen
  • Es braucht neue Ideen - US-Außenminister Rubio über den Stand der Dinge

Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, haben bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow habe seinen US-Kollegen über die Lage an der Front aus russischer Sicht informiert und sich gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Laut "Bild"-Informationen habe er die Waffenlieferungen der USA als "inakzeptabel" bezeichnet, so heißt es.

Demnach warf Lawrow auch den europäischen Staaten vor, mit einer Politik der Destabilisierung auf eine strategische Niederlage Russlands hinzuarbeiten.

Russischen Medien zufolge dauerte das auf US-Initiative organisierte Gespräch lediglich 35 Minuten.

Sergej Lawrow: Wladimir Putin angeblich zu Verhandlungen über Kriegsende bereit

Wie das Ministerium in Moskau weiter mitteilte, betonte Lawrow dabei erneut die Bereitschaft Wladimir Putins zu Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges. Grundlage dafür müssten jene Vereinbarungen sein, denen Kremlchef Wladimir Putin bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump voriges Jahr im August in Anchorage zugestimmt habe.

Der konkrete Inhalt der Gespräche ist bis heute unklar. Russland hatte danach immer wieder erklärt, dass es zu einem Waffenstillstand bereit sei, wenn sich die Ukraine aus ihrem eigenen und bisher nicht von Moskau kontrolliertem Gebiet im Donbass zurückziehe. Militärexperten warnen genau vor diesem Schritt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte zudem wiederholt solche Gebietsgeschenke an Russland kategorisch ab.

US-Außenminister Rubio: Neue Ideen sind nötig

Rubio sprach nach dem Treffen vor Journalisten von einem "guten und offenen" Gespräch. Zugleich betonte er, für Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden in der Ukraine seien "neue Vorschläge und neue Ideen" nötig. Die USA seien bereit, eine konstruktive Rolle dabei zu spielen. Der Krieg sei "extrem blutig", sagte Rubio weiter, und verwies auf schwere russische Verluste in jüngster Zeit sowie auf das Leid der ukrainischen Bevölkerung. Beide Seiten hätten daher ein Interesse an einem Kriegsende.

Rubio und Lawrow sprachen nach Angaben des russischen Außenministeriums auch über die Lage im Nahen Osten. Details gab es nicht. Russland kritisiert als Verbündeter des Iran immer wieder die US-Angriffe auf die islamische Republik am Persischen Golf.

Weitere Verhandlungen auch mit Donald Trump? Kontakte sollen fortgesetzt werden

Lawrow habe zudem die Wiederaufnahme vollwertiger Kontakte zwischen den Raumfahrtbehörden beider Länder begrüßt. Russland und die USA betreiben gemeinsam die Internationale Raumstation ISS.

Es sei vereinbart worden, die Kontakte zwischen Moskau und Washington fortzusetzen, hieß es. Lawrow und Rubio hatten bereits am Dienstag kurz miteinander gesprochen. Die Außenminister hatten sich zuletzt im Juli 2025 in Malaysia gesehen - ebenfalls im Rahmen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.

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/news.de/mlk/dpa

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