Donald Trump: "Völlig zugedröhnt" auf der Bühne? Trump-Rede löst heftige Spekulationen aus

Mit drastischen Aussagen sorgt ein US-Physiotherapeut für Aufsehen: Nach einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump behauptet Dr. Adam James, der US-Präsident habe unter dem Einfluss des Medikaments Adderall gestanden und verschleiere damit schwere Erkrankungen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

US-Präsident Donald Trump hält an der Wheeler High School eine Rede. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump hält an der Wheeler High School eine Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Physiotherapeut Dr. Adam James behauptet nach einer Trump-Rede, der Präsident habe unter dem Einfluss von Adderall gestanden
  • Der Mediziner spekuliert außerdem über Demenz, Herz- und Nierenerkrankungen – ohne Trump jemals untersucht zu haben
  • Eine medizinische Bestätigung für die Vorwürfe gibt es nicht. James bezeichnet seine Aussagen selbst als persönliche Meinung

Der US-amerikanische Physiotherapeut Dr. Adam James erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Nach dessen Auftritt an der Wheeler High School im georgischen Marietta behauptet der Mediziner, der US-Präsident habe während seiner Rede unter dem Einfluss des Stimulans Adderall gestanden. Das Medikament diene dazu, seinen tatsächlichen Gesundheitszustand zu verschleiern.

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Kleine Augen und Schweißausbrüche als vermeintliche Indizien: War Donald Trump völlig zugedröhnt?

"Er war gestern Abend während dieser Rede völlig zugedröhnt auf Adderall, was die einzige Möglichkeit ist, die ihm noch bleibt, um zu verbergen, wie krank er tatsächlich ist", erklärte James in einem Instagram-Video. Gleichzeitig versah er den Beitrag mit dem ausdrücklichen Hinweis: "This video is my opinion." Es handele sich also um seine persönliche Einschätzung. Als konkrete Hinweise für seine Vermutung führt James bestimmte körperliche Merkmale an. "Wenn man nur noch Schlitze als Augen sieht und das Schwitzen, das da vor sich geht, dann liegt das daran, dass er auf Adderall ist", so der Therapeut in seinem Video.

Zusätzlich verwies James auf ein Foto aus dem Mai 2016, das Trump beim Essen einer Taco-Bowl zeigt. Im Hintergrund sei in einem offenen Schrank eine größere Menge Sudafed zu erkennen gewesen – ein Medikament mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin. James ordnete die Substanz als Stimulans ein, das zugleich eine Vorstufe von Crystal Meth darstelle und deshalb bundesweiten Kaufbeschränkungen unterliege. Daraus leitet der Physiotherapeut eine weitreichende Schlussfolgerung ab: "Der Präsident ist seit Jahrzehnten abhängig von Stimulanzien und hat diese missbraucht, lange bevor er jemals Präsident wurde."

Donald Trump völlig verwirrt bei Rede

Besonders aufschlussreich findet James mehrere Versprecher während der Rede. So habe Trump von "Pinky Herman" gesprochen, obwohl er offensichtlich "Peewee Herman" gemeint habe. Der Therapeut reiht dies in eine Serie ähnlicher Ausrutscher ein – etwa als der Präsident "Japan" statt "Islamische Republik Iran" gesagt oder "Präsident Putin" statt "Präsident Selenskyj" verwendet habe. All das sei auf Demenz zurückzuführen, so seine Einschätzung. Noch brisanter bewertet James eine Bemerkung Trumps über die erste Reihe im Publikum. Der US-Präsident habe gesagt, diese Leute würden "eine Menge Geld verdienen". Laut James habe Trump damit unbeabsichtigt zugegeben, dass die Stammzuschauer in der ersten Reihe für ihre Anwesenheit bezahlt würden. "Er hätte das nicht sagen sollen, aber weil sein Frontallappen zerfällt, kann er sich nicht davon abhalten, Dinge auszuplaudern", erklärte der Physiotherapeut.

Herzversagen, Nierenprobleme und der Geruch von Urin

Neben der vermuteten Demenz äußert James noch weitere gravierende Gesundheitsvermutungen. Er ist der Überzeugung, dass Trump an Herzinsuffizienz leidet – das Herz also nicht mehr ausreichend Flüssigkeit aus dem Körper abtransportieren könne – sowie an chronischem Nierenversagen. Um diese Zustände zu behandeln, erhalte der 80-Jährige vermutlich intravenöse Diuretika, die den Körper zur verstärkten Urinausscheidung zwingen. James behauptete gegenüber seinen Millionen Social-Media-Followern zudem, eine Quelle habe ihm per Direktnachricht bestätigt, dass der Präsident aufgrund von Harninkontinenz dauerhaft nach Urin rieche.Mit Blick auf die Zukunft zeichnet der Therapeut ein düsteres Bild. Trump befinde sich "auf 91 Tagen geborgter Zeit", so James. Ob Verschlucken an Essen, ein schwerer Sturz oder unkontrollierte Äußerungen – eine dramatische Verschlechterung könne jederzeit eintreten.

Persönliche Meinung ohne persönliche Untersuchung

Bei all diesen Behauptungen ist ein entscheidender Punkt zu beachten: Dr. Adam James hat Donald Trump nach eigenen Angaben nie persönlich untersucht. Seine Einschätzungen basieren auf Beobachtungen aus der Ferne – über Videoaufnahmen und öffentliche Auftritte des Präsidenten. Er selbst kennzeichnete sein Instagram-Video ausdrücklich mit dem Vermerk "This video is my opinion". James ist Physiotherapeut mit einem Doktortitel in seinem Fachgebiet und verfügt nach eigener Aussage über 15 Jahre Berufserfahrung in der häuslichen Pflege. Dort habe er regelmäßig ältere Patienten mit Demenz, Herzinsuffizienz und chronischen Nierenerkrankungen behandelt. Diese Erfahrung bildet die Grundlage seiner Ferndiagnosen, die er über soziale Medien an ein Millionenpublikum verbreitet.

Eine offizielle medizinische Bestätigung der von James geäußerten Vermutungen liegt nicht vor.

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