Friedrich Merz: Kanzler steht auf Todesliste - iranische Hardliner-Zeitung droht mit Rache
Eine iranische Hardliner-Zeitung zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz in orangefarbener Häftlingskleidung. Daneben stehen die Worte "Rache ist unvermeidlich". Die Drohung gilt auch Trump und Netanjahu, nach dem Tod des Iran-Führers Khamenei.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Bundeskanzler auf iranischer Todesliste abgebildet
- Collage zeigt den CDU-Chef als Häftling
- Iranische Hardliner-Zeitung warnt nach Khameneis Tod vor Rache
- Donald Trump im Fadenkreuz
Eine iranische Hardliner-Zeitung hat Bundeskanzler Friedrich Merz und zahlreiche weitere westliche Spitzenpolitiker mit dem Tod bedroht. Die regimenahe Publikation "Hamshahri" aus Teheran veröffentlichte eine Grafik, auf der die Staatschefs in orangefarbenen Häftlingsanzügen zu sehen sind. Über der Collage prangt auf Persisch die Warnung: "Rache ist unvermeidlich."
Friedrich Merz auf iranischer Todesliste - Kanzler als Sträfling auf Iran-Zeitung
Die Collage zeigt neben Merz unter anderem auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, den britischenPremierminister Keir Starmer sowie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Republikaner und der israelische Staatschef werden auf der Grafik besonders in den Fokus gerückt. Ihre Bilder wurden ganz oben auf der Seite platziert. Sie sind zusätzlich mit Fadenkreuzen markiert. Zuvor wurde das Bild auf der Plattform X geteilt.
Today's front page of Iran's state-owned Hamshahri newspaper, with the headline "The Revenge is Certain" ????
— Dr. Eli David (@DrEliDavid) July 11, 2026
The regime hasn't learned the lesson yet. President Trump, finish the job! pic.twitter.com/DpmCTMt2Cy
Von Merz bis Trump - Iran droht westlichen Kritikern nach Khameneis Tod
Die US-Regierung ist mit mehreren hochrangigen Persönlichkeiten vertreten: Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und der amerikanische Botschafter in Israel, Mike Huckabee. Auch israelische Regierungsmitglieder wie Außenminister Gideon Sa'ar finden sich auf der Collage.
Die Drohung richtet sich direkt an jene, die das Regime für den Tod von Ayatollah Ali Khamenei verantwortlich macht. Der oberste Führer des Iran kam bei der Operation "Roaring Lion" ums Leben. Unter der Überschrift wird den als "kriminell" bezeichneten Verantwortlichen angekündigt, dass sie möglicherweise ihren Tod erleben würden.
Sohn des toten Führers spricht von Vergeltung
Kurz nach der Veröffentlichung der Drohgrafik meldete sich Mojtaba Khamenei, der Sohn des getöteten obersten Führers, mit einer schriftlichen Botschaft an das iranische Volk. "Wir geloben, euer Blut und das Blut aller Getöteten in den beiden Kriegen zu rächen. Diese Vergeltung ist der Wille unserer Nation und muss bald kommen", erklärte er nach der Trauerfeier für seinen Vater. Der neue oberste Führer wurde seit dem Angriff nicht mehr öffentlich gesehen. Besonders brisant: Mohammad Bagher Ghalibaf, der aktuelle Parlamentspräsident und einer der einflussreichsten Männer des Landes, leitete das Blatt in früheren Jahren. Er ist die Schnittstelle zwischen Teheran und Washington.
Donald Trump im Fadenkreuz
Dass Donald Trump abgebildet ist, verwundert nicht. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs droht er dem Regime in Teheran immer wieder. Zuletzt gab es Berichte, dass der 80-Jährige auf einer Todesliste stehen soll. Trump reagierte mit scharfen Warnungen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident, dass "1.000 Raketen" auf den Iran gerichtet seien. Bei einem Anschlagsversuch auf ihn würden die USA das Land "vollständig und total auslöschen". Beweise über gezielte Anschlagspläne lieferte der US-Präsident aber nicht. Auch offizielle US-Sicherheitsbehörden gaben dazu keine Erklärungen ab.
Merz kritisierte Iran scharf
Auch das montierte Bild des Bundeskanzlers verwundert nicht. Er übt deutlich Kritik an der iranischen Führung. Im Januar bezeichnete er das Regime in Teheran als "faktisch am Ende" und prognostizierte dessen baldigen Sturz. Zu der Zeit gab es landesweit Proteste.
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bos/news.de/stg
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