Donald Trump: Berichte über Anschlag - US-Präsident droht dem Iran mit vollständiger Vernichtung
Zuletzt gab es Sicherheitsbedenken um Donald Trump. Es folgten Berichte über ein angebliches iranisches Mordkomplott gegen den US-Präsidenten. Der 80-Jährige reagierte mit einer Drohung. Die USA werden den Iran völlig vernichten, wenn sie ihn ermorden.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Berichte über Anschlagsplan aus Teheran
- Angeblich hat es der Iran auf Donald Trump abgesehen
- Der US-Präsident droht Teheran mit völliger Vernichtung, wenn er ermordet wird
Israel hat die US-Regierung über ein neues iranisches Mordkomplott gegen Präsident Donald Trump informiert. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Quellen und CNN am Donnerstag berichteten, handelt es sich um einen "frischen" Anschlagsplan aus Teheran. Die genauen Details des Komplotts sind bislang unklar. Trump reagierte am Freitagabend (10. Juli) mit einer Drohung auf seiner Plattform Truth Social.
Bei einem Anschlag - Trump droht mit Vernichtung des Irans
"1.000 Raketen sind geladen und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, mit Tausenden weiteren, die sofort folgen werden", schrieb der US-Präsident. Sollte die iranische Regierung ihre weltweit verkündete Drohung wahrmachen, ihn zu ermorden, werde das amerikanische Militär "alle Gebiete Irans vollständig vernichten".Das US-Militär sei "bereit, willens und fähig", Iran für einen Zeitraum von einem Jahr – mit möglicher Verlängerung – vollständig zu zerstören. Seine Nachricht beendete er mit den Worten "Preist Allah!" Die entsprechenden Befehle seien bereits erteilt worden, betonte der Präsident.
Im Falle eines Anschlags auf ihn hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben Instruktionen für seine Mitarbeiter und sein Kabinett hinterlassen. "Ich habe Anweisungen hinterlassen – sollte irgendetwas passieren, sollen sie buchstäblich in einem Ausmaß bombardiert werden, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben", zitierte ihn das Boulevardblatt "New York Post" unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Republikaner am Freitag. Trump nannte dabei keinen Namen, die "New York Post" setzte seine Aussagen in den Kontext mit dem Iran.
Trump offenbart Pläne, was passiert, wenn er ermordet wird
Bereits im Februar 2025 hatte Trump Reportern erklärt, was im Falle seiner Ermordung geschehen würde: "Wenn sie es tun, werden sie ausgelöscht. Es wird nichts mehr übrig sein." Im Januar 2026 wiederholte er gegenüber NewsNation: "Falls jemals etwas passiert... wird das ganze Land in die Luft gejagt."
Im Gespräch mit der "New York Post" habe Trump hingegen angedeutet, dass es keine neuen Pläne seitens des Irans gebe. "Ich stehe schon seit langer Zeit an erster Stelle (auf der Todesliste des Irans), und so ist das Leben nun einmal, wissen Sie", zitierte ihn das Boulevardblatt weiter. Israel habe zudem keine Geheimdienstinformationen geteilt.
Rache für Soleimani
Der Iran hat seit 2020 offen Vergeltung für die von Trump angeordnete Tötung von General Qassem Soleimani geschworen. Der hochrangige Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden wurde damals auf Befehl des damaligen US-Präsidenten getötet.
Die aktuellen Spannungen erreichten diese Woche einen neuen Höhepunkt. Die USA griffen Ziele in der Islamischen Republik an, nachdem Teheran Schiffe in der Straße von Hormus attackiert hatte. Bei der Beerdigung des getöteten Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, der am ersten Kriegstag ums Leben kam, zeigten Trauernde in Teheran Transparente mit der Aufschrift "Wir werden Trump töten". Menschenmengen riefen: "Ich schwöre beim Blut des Obersten Führers, Trump, wir werden dich töten!" Beim NATO-Gipfel in der Türkei sprach Trump offen über die Bedrohung: "Sie wollen den US-Anführer ausschalten – mich. Ich stehe auf jeder einzelnen ihrer Listen."
Auftragsmörder über Mittelsmänner – Irans Methode
Der Terrorismusexperte Arie Perliger von der University of Massachusetts Lowell erläutert gegenüber "Newsweek", wie iranische Attentatsversuche auf US-Boden typischerweise ablaufen. Teheran setzt demnach nicht auf eigene ausgebildete Agenten, sondern schickt Mittelsmänner, die lokale kriminelle Netzwerke oder Auftragskiller anwerben sollen. Diese Vorgehensweise bietet Abstreitbarkeit, schafft aber auch zahlreiche Schwachstellen.
Im November 2024 wurde eine Anklage gegen einen afghanischen Staatsbürger entsiegelt. Die Revolutionsgarden hatten ihn laut US-Justizministerium beauftragt, Trump möglichst vor der Wahl zu ermorden. Ein weiterer Fall betraf einen Pakistaner, dem vorgeworfen wurde in die USA gekommen zu sein, um Auftragsmörder anzuheuern. Seine vermeintlichen Mörder entpuppten sich jedoch als verdeckte FBI-Ermittler. Im März wurde er wegen Mordauftrags und versuchten Terrorismus verurteilt.
"Dieser Mann landete auf amerikanischem Boden in der Hoffnung, Präsident Trump zu töten", erklärte die damalige Generalstaatsanwältin Pamela Bondi. "Stattdessen traf er auf die Macht der amerikanischen Strafverfolgung."
Zwei Attentate auf Donald Trump
Neben den iranischen Bedrohungen überlebte Trump im vergangenen Jahr zwei Anschläge auf amerikanischem Boden. Am 13. Juli 2024 eröffnete Thomas Matthew Crooks bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, das Feuer und verletzte den damaligen Kandidaten am rechten Ohr. Zwei Monate später wurde Ryan Wesley Routh mit einem Gewehr vor Trumps Golfclub in West Palm Beach entdeckt und später zu lebenslanger Haft verurteilt.
Bei seiner Rückreise vom Nato-Gipfel in Ankara nutzte Trump überraschend seine alte Air Force One statt des neuen, von Katar geschenkten Jets. Der Wechsel nährte Spekulationen über Sicherheitsbedenken angesichts der Spannungen im Nahen Osten. Laut Experte Perliger wechselt der Secret Service bei staatlichen Bedrohungen von physischem Schutz zu einem nachrichtendienstlich gesteuerten Ansatz mit enger Zusammenarbeit von FBI, CIA und NSA.
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bos/news.de/dpa/stg
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