Donald Trump: "Sein Gehirn ist Suppe" - er verwechselt Selenskyj mit Putin
US-Präsident Donald Trump hat sich am Rande des Nato-Gipfels erneut versprochen. Während einer Pressekonferenz bezeichnete er den ukrainischen Präsidenten plötzlich als Wladimir Putin. Aus dieser Situation konnte er sich nicht herausmanövrieren.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump verwechselt Wolodymyr Selenskyj mit Wladimir Putin
- US-Präsident versucht, den Aussetzer zu überspielen
- In sozialen Medien wird über Trumps Verwechslung gespottet
Während des Nato-Gipfels wollen sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump zusammenfinden, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Auf dem Tagesplan stand vorab ein Pressetermin für die beiden Staatschefs. Dabei bezeichnete der US-Präsident Selenskyj vor laufenden Kameras auf einmal als Wladimir Putin.
Donald Trump verwechselt Selenskyj mit Putin
Gegenüber den Pressevertretern fragte Trump: "Haben Sie eine Frage an Präsident Putin?" Mit einer Armbewegung zeigte er auf Selenskyj. Im Hintergrund ertönte leises Lachen. Hat der US-Präsident den Namen des ukrainischen Regierungschefs vergessen? Er wandt sich aus der Situation. Er wiederholte seine anfängliche Frage und wies darauf hin, sie nicht an Selenskyj zu stellen. "Was wollen sie ihn fragen?", wollte Trump wissen. Laut dem Nachrichtenportal "Nexta" meinte der Republikaner damit einen Anruf mit dem Kremlchef. Unklar bleibt, ob Trump mit Putin telefonierte. Selenskyj blieb währenddessen unberührt und lächelte.
"Was für eine ständige internationale Blamage" - Trump nach Namens-Fauxpas verspottet
Dieser Moment bot in den sozialen Medien den perfekten Stoff für Diskussionen. Der Trump-kritische Account "Republicans against Trump" bezeichnete den US-amerikanischen Regierungschef als "verwirrt" und forderte den Einsatz des 25. Verfassungszusatzes, der es ermöglicht, US-Präsidenten aus ihrem Amt zu entheben. Viele Follower äußern Kritik und sparen nicht an hämischen Kommentaren:
- "Im Ernst. Wenn das kein Grund für ein Verfahren nach Artikel 25 ist, dann gibt es mindestens 25 andere."
- "Aber warum korrigiert ihn eigentlich niemand, wenn er solche Dummheiten macht???"
- "Warum weist ihn NIEMAND darauf hin????
- Es geht nicht einmal nur darum, einen Staatschef mit einem anderen zu verwechseln. Er verwechselt den Staatschef eines befreundeten Landes mit einem anderen, feindlich gesinnten Diktator."
- "Was für eine ständige internationale Blamage."
Pannenserie des US-Präsidenten beim Nato-Gipfel
Kommentatoren haben noch auf andere kognitive Pannen des US-Präsidenten hingewiesen. Ein Nutzer schreibt spöttisch: "Er sprach auch von der 'Islamischen Republik Japan' ... Sein Gehirn ist Suppe." Wieso dieser Moment so viel Aufmerksamkeit bekam, hat auch mit Trumps hämischen Aussagen über seinen Vorgänger Joe Biden zu tun. Im Netz wird darauf mit Kommentaren und Memes aufmerksam gemacht. Bidenhatte etwa beim Nato-Gipfel 2024 ebenfalls einen Selenskyj-Moment und vertauschte in einer Rede den Namen des ukrainischen Präsidenten mit dem von Kremlchef Wladimir Putin.
Trump lobt Lösungssuche im Ukraine-Krieg
Trump selbst ging auf die Namensverwechslung nicht ein. Für ihn verlief die Pressekonferenz "sehr gut", wie er auf Truth Social schreibt. Dabei lobte er auch die Gespräche über den Ukraine-Krieg: "Alle suchen nach einer Lösung. Sehr positiv."Trump rechnet im Zusammenhang mit möglichen Friedensgesprächen Russlands und der Ukraine mit einem Treffen zwischen dem Kremlchef und dem ukrainischen Präsidenten.
Der 80-Jährige hat der Ukraine die Vergabe einer Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in Aussicht gestellt. Eines der Themen, über die er mit ihm sprechen werde, sei, dass die USA der Ukraine eine Lizenz erteilen werden, um Patriots herzustellen, sagte Trump zu dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem Gespräch der beiden am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.
Ungeklärt sind jedoch Fragen zur Finanzierung des Baus einer Produktionsstätte und in welcher Zeit eine Fertigung auf die Beine gestellt werden könnte. Für Russland wäre der Standort auch ein Ziel für Angriffe.
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bos/news.de/dpa
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