Wiesbaden/Berlin: Rhein sieht Rentenvorschläge als gute Grundlage für Zukunft
Die Rentenkommission übergibt in Berlin ihre 33 Empfehlungen an die Bundesregierung. Es ist ein Topthema der Politik in diesem Jahr - was sagt Hessens Ministerpräsident dazu?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Hessens Regierungschef Boris Rhein sieht die Vorschläge der Rentenkommission generell positiv. Sie seien "eine gute Grundlage für ein sicheres und modernes Rentensystem der Zukunft", teilte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit.
Die Reformvorschläge stärkten die Leistungsgerechtigkeit, indem individuelle Lebensleistung stärker berücksichtigt werde. "Gleichzeitig enthalten sie Ansätze für einen neuen Generationenvertrag mit einer verlässlich guten Rente auch für junge Leute, die jetzt ins Berufsleben starten", ergänzte Rhein.
Ein Leben lang arbeiten und dann finanzielle Absicherung erleben?
Wer sein Leben lang gearbeitet habe, müsse im Alter davon auch leben können. "Gleichzeitig gilt: Wer gearbeitet hat, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, braucht ebenso eine faire Absicherung im Alter", urteilte der hessische Ministerpräsident.
Richtig sei auch, "die Altersvorsorge insgesamt breiter aufzustellen und den Kapitalmarkt für unsere Rentnerinnen und Rentner arbeiten zu lassen".
Jetzt komme es darauf an, "zügig zu handeln, das Konzept der Fachleute konstruktiv aufzugreifen und es nicht zu zerreden".
Die Empfehlungen der Rentenkommission sollen zügig eins zu eins umgesetzt werden. Das kündigten Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesozialministerin Bärbel Bas (SPD) nach Entgegennahme des Abschlussberichts der Kommission in Berlin an - obwohl es an den 33 Vorschlägen schon von vielen Seiten Kritik gibt.
Kern der Vorschläge ist eine neue Kapitalrente, für die die Rentenbeiträge steigen würden. Diese soll in Zukunft höhere Renten für heute Jüngere möglich machen als nach derzeitigem Recht. Selbstständige und Politiker sollen in die gesetzliche Rente einzahlen. Perspektivisch sollen Menschen im Alter mit gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente 70 Prozent des letzten Nettolohns haben - so rechnete es der Co-Vorsitzende der Rentenkommission, Frank-Jürgen Weise, vor.
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kns/roj/news.de
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