Bizarres Video von der Tankstelle : Priester segnen Zapfsäule - schlittert Putin in die nächste Krise?
Rutscht Wladimir Putin in die Nächste Krise? Seit Wochen soll das Benzin an russischen Tankstellen knapp sein. Nun taucht ein bizarres Priester-Video auf. Hilft jetzt die Kirche? So reagiert der Kreml auf die Lage.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Video zeigt Priester an der Zapfsäule
- Aufnahmen sollen auf Kraftstoffknappheit in Russland hinweisen
- Nächste Krise für Putin? Kremlchef subventioniert Milliarden für Benzin
Russlands Wirtschaft leidet unter dem Ukraine-Krieg. Laut einem Duma-Abgeordneten könnten die Kriegshandlungen der ökonomischen Lage dauerhaft zusetzen. Nicht nur Moskaus Staatskasse soll unter der Belastung ächzen. Mittlerweile kam es zu Engpässen bei der Versorgung von Kraftstoffen. Nun erhält der Kremlchef mutmaßlich Unterstützung aus der Kirche.
Bizarres Video - Priester segnen Zapfsäule
Es sind bizarre Szenen, die sich an einer Tankstelle abgespielt haben. Mehrere Priester stehen an einer Zapfsäule, predigen und verteilen mit einem kleinen Besen etwas Wasser. Diese Szene teilte der Account WarTranslated auf der Plattform X. Mit spöttischem Unterton schreibt er zu dem Video: "Sehr ernsthafte Verstärkungen sind in Russland eingetroffen. Kraftstoffmangel gehört jetzt definitiv der Vergangenheit an." Wann und wo die Priester gefilmt wurden, ist unklar. Nutzer merken an, dass sich dieser Augenblick in Rumänien abgespielt haben könnte. Informationen liefert der Nutzer aber nicht. Deshalb sollten die Informationen auch mit Vorsicht betrachtet werden. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs werden diese und andere Videos geteilt, um Schwächen des Gegners - in dem Fall Kraftstoffmängel - aufzuzeigen. Oftmals fehlen offizielle Bestätigungen und Daten, die diese Berichte stützen können.
Very serious reinforcements have arrived in Russia. Fuel shortages are definitely a thing of the past now. pic.twitter.com/QLHG8f70hG
— WarTranslated (@wartranslated) June 22, 2026
Diesel-Notstand an der Tankstelle - Russen beklagen Benzinknappheit
Obwohl sich der Beitrag nicht verifizieren lässt, verweist er aber auf ein aktuelles Problem: Kraftstoffknappheit in Russland. Laut öffentlichen Quellen, die von der Deutschen Welle (DW) eingesehen wurden, kam es "in den letzten Wochen in mehr als zehn russischen Regionen" zu "Unterbrechungen der Kraftstoffversorgung". Betroffen sind vor allem kleine Tankstellen In den sozialen Medien beklagen sich Nutzer über ausgegangenes Benzin. Als Grund wird die Krim genannt. Die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel und andere Frontgebiete leiden unter deutlichen Engpässen und Rationierungen, berichtet die "Moscow Times". Viele Autofahrer reisen nach Krasnodar, um zu tanken – oftmals vergeblich. Laut Berichten in den sozialen Medien soll es unter anderem in Moskau, St. Petersburg,Nowgorod oder Karelien zu Engpässen gekommen sein. Dort sind die Engpässe jedoch primär auf Drohnenangriffe gegen Tankwagen, Lagerstätten und die Transportinfrastruktur zurückzuführen und nur in geringem Maße auf den landesweiten Rückgang der Raffinerieproduktion. Zudem stiegen die Benzinpreise an.
Nächste Krise für Putin?
Dennoch handelt es sich um keine große Krise. Die Auswirkungen bestehen schon, bevor Russland die Ukraine angriff. Die Produktion deckte den Bedarf an Benzin nur knapp. Hier könnten sich die anhaltenden Drohnenangriffe aus der Ukraine bemerkbar machen. Die Angriffe verstärken hier bestehende Schwierigkeiten, die saisonale Spitzennachfrage im Sommer zu decken. Es wird erwartet, dass die Treibstoffknappheit in den Sommern 2026 und 2027 jeweils zunehmen wird, sich jedoch im Herbst, wenn der Verbrauch sinkt, vorübergehend stabilisiert. Für das Jahr 2026 gehen die Schätzungen von einem Rückgang in der Benzinproduktion von zehn Prozent im Vergleich zu 2025 aus. Beim Diesel sieht die Analyse der "Moscow Times" keine starken Auswirkungen. Langfristig könnten sich die Drohnenangriffe aber auf die Kraftstoffversorgung auswirken.
Um den Auswirkungen entgegenzuwirken, könnte der Kreml auf drei Optionen zurückgreifen:
- Senkung von Qualitätsstandards für Treibstoff
- Verstärkte Importe aus Belarus
- Reform der Treibstoffsubventionen. Das wäre für den Kremlchef aber politisch betrachtet schmerzhaft
Milliarden aus Putins Staatskasse - so teuer sind die Subventionen
Moskau setzt bereits auf Subventionen. Die russische Regierung nutzt Maßnahmen wie den sogenannten Damper-Mechanismus, um die inländischen Kraftstoffpreise im internationalen Vergleich niedrig zu halten und Schwankungen der Einzelhandelspreise abzufedern. Unter normalen Marktbedingungen würden die sinkende Benzinproduktion und lokale Engpässe zu scharfen Preiserhöhungen führen. Die Subventionen verhindern diesen Mechanismus jedoch, was einerseits die Bevölkerung entlastet, andererseits aber auch den Anreiz für Lieferanten verringert, Engpässe in entlegenen oder riskanten Regionen (wie der Krim) zu beheben. Putins Subventionspolitik ist teuer. Sie kostete den Staat im Jahr 2025 2,6 Billionen Rubel (ca. 35,43 Milliarden Dollar).
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bos/sfx/news.de
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